Amazon Prime liegt in Musik-Streaming-Business weit hinter den Branchen-Leadern Spotify und Apple. Ein verbessertes Angebot für Prime-Abonnent:innen soll dabei helfen, diesen Rückstand aufzuholen. Nutzer:innen müssen sich die Amazon App herunterladen, um die neue Musik-Erfahrung testen zu können. Zusätzliche Vorteile und ein On-Demand-Zugriff auf die vollständige Bibliothek sind durch ein Upgrade auf die Amazon Music-Unlimited-Stufe verfügbar.

Amazon bietet umfassenden Musikkatalog – ohne Werbung, allerdings nur im Shuffle-Modus

Amazon-Prime-Kund:innen können ab sofort auf einen Musikkatalog mit rund 100 Millionen Songs zugreifen – und zwar ohne Werbeunterbrechung und zusätzliche Kosten. Bislang konnten Prime-Abonnent:innen lediglich auf eine erheblich kleinere Musikauswahl von etwa zwei Millionen Songs zugreifen. Allerdings bietet Amazon Music Prime-Kund:innen nicht die Möglichkeit, Musiktitel frei auszuwählen, sondern lediglich die Option, sich die Songs im Zufallsmodus anzuhören. Die Pick-and-play-any-song-Option ist nur Unlimited Usern vorbehalten. Immerhin können Hörer:innen die Lieder unbegrenzt oft überspringen beziehungsweise weiterklicken. Außerdem können bis zu 15 Playlists angelegt werden. Zudem möchte Amazon das Podcast- und Hörspielangebot ebenfalls erweitern. Amazon erklärt:

We’ve expanded our music benefit for Prime members to bring them 100 million songs in shuffle mode, the most ad-free top podcasts available, and features that make it easier to discover new content in the Amazon Music app – all at no additional cost to their membership.

Streaming-Primus Spotify bietet in der mit Werbung finanzierten Gratisversion Zugriff auf etwa 80 Millionen Songs und Podcasts, ebenfalls im Zufallsmodus. Wer gezielt auf einzelne Songs zugreifen oder diese zum Offline-Hören downloaden möchte, muss ein Spotify-Premiumabonnement abschließen. Bei Apple gibt es hingegen keine kostenlose und werbefinanzierte Version für Musik-Streaming, jedoch aber für Podcasts. Außerdem bietet das Technologieunternehmen ein Abonnement namens Apple Music Voice an, das rund die Hälfte von Apple Music kostet – über dieses können Nutzer:innen Musik ausschließlich über Sprachkommandos auf Apple-Geräten steuern und hören. In diesen Artikeln auf OnlineMarketing.de erfährst du, wie das vergangene Quartal bei Spotify und Apple ausfiel.

Erweiterung von Amazon Music in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

Das Musikangebot von Amazon wird nicht zufällig gerade jetzt durch ein breiteres Musik-Streaming-Angebot und oben genannte Funktionen erweitert. Denn seit September kostet das Prime-Abonnement für Kund:innen in verschiedenen Teilen Europas erheblich mehr Geld. In Deutschland beispielsweise müssen User 89,90 Euro statt zuvor 69 Euro pro Jahr zahlen. Das entspricht einer Preiserhöhung von etwa 30 Prozent. Das erweiterte Musikangebot soll Amazon womöglich dabei helfen, bisherige Prime-Abonnent:innen nicht aufgrund der höheren Preise zu verlieren und bestenfalls neue Kund:innen zu gewinnen.

Auch die aktuellen Quartalszahlen des E-Commerce-Unternehmens sind schlechter als zuvor erwartet. Amazon musste einen Gewinnverlust sowie eine schwache Prognose für das vierte Quartal feststellen. Selbst die Cloud-Sparte AWS blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Konzern werde künftig auch selbst sparen müssen und sogar Einstellungsstopps in bestimmten Abteilungen einsetzen, heißt es von Unternehmensseite. Da ist es nicht verwunderlich, dass Amazon gezielt nach Maßnahmen sucht, um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken – und in diesem Kontext nicht nur Einsparungen vornimmt, sondern eben auch höhere Preise ansetzt und Angebote wie Amazon Music erweitert.

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