Du weißt noch, dass du auf Twitter neulich einen Tweet von einem bestimmten Account gesehen hast, erinnerst dich noch an ein paar Stichwörter und würdest den Tweet gerne nochmal nachlesen? Für diese Situation hat Twitter nun eine praktische Funktion eingeführt: Die On-Profile Search-Option. Mit dieser Erweiterung kannst du direkt im jeweiligen User-Profil nach Stichwörtern suchen.

Einige User können bereits seit einiger Zeit auf die Suchfunktion zugreifen, nun wird sie für alle ausgerollt. Matt Navarra teilte Screenshots auf Twitter, auf denen das Feature zu sehen ist. Für die freigeschalteten User erscheint eine kleine Lupe im Profil, die zu einem Suchfeld führt. Hier können beliebige Keywords eingegeben werden. Anschließend wird das Profil des Users nach ebendiesen Keywords durchsucht und alle entsprechenden Tweets werden ausgespielt.

Die vereinfachte Keyword Search könnte auch zu vermehrten Shitstorms führen

Auch vorher war es möglich, nach bestimmten Keywords in einem User-Profil zu suchen, doch die Suchfunktion direkt im Profil erleichtert das Vorgehen und könnte dazu führen, dass User vermehrt ihre alten Tweets checken. Schließlich haben viele User schon einmal etwas gepostet, das sie heute so nicht mehr schreiben würden. In manchen Fällen kann es zu Shitstorms führen, wenn alte Tweets und Posts wieder ans Licht geholt werden.  So zeigt es das Beispiel von Grünen-Politikerin Sarah-Lee Heinrich, deren alte Tweets nach ihrer Wahl im Bundeskongress der Grünen Jugend zur Co-Sprecherin herausgesucht wurden und kein gutes Licht aus sie warfen. Durch die einfachere Suche könnten viele auf die Idee kommen, in alten Tweets zu stöbern. Es wird sich zeigen, ob dadurch neue Shitstorms ausgelöst werden oder ob sich die Funktion einfach als praktische Ergänzung herausstellt.

Teilnahme an Spaces wird auch für Nicht-Twitter-User möglich

Twitter launcht außerdem ein weiteres Feature, das eventuell mit Vorsicht zu genießen ist. Das Unternehmen verkündete eine neue Funktion für Twitter Spaces. Ab sofort können auch User, die keinen Twitter Account haben, an den Sessions teilnehmen. Der @TwitterSpaces Account teilte die News in einem Tweet.

Demnach können Twitter User, die eine Session bei Spaces veranstalten, Freund:innen außerhalb der Plattform mit Hilfe eines Links einladen. Über diesen können die Eingeladenen die Session via Web starten und zuhören. Das ist allerdings auch alles, wie Twitter klarstellt. Die User ohne Account können nicht sprechen oder anderweitig teilnehmen, nur zuhören. Viele Nutzer:innen stört es trotzdem, dass Außenstehende die Möglichkeit haben, „ungesehen“ an Spaces teilzunehmen. Ungeklärt bleibt auch, ob die zusätzlichen Zuhörer:innen in die Analytics aufgenommen werden. Auf der anderen Seite bedeutet das Feature eine praktische Erweiterung für alle, die auf anderen Plattformen eine große Community haben, welche nicht unbedingt auch auf Twitter unterwegs ist. Es bleibt abzuwarten, wie das Feature genutzt wird und ob Twitter hierzu noch einmal ein Update gibt, was die Sicherheit der User angeht.

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