Das Produkt passt eigentlich perfekt, wird dann aber nicht gekauft. Das ist wohl eines der ärgerlichsten Szenarien im Online-Handel. Schließlich waren die Käufer:innen eigentlich schon überzeugt. Woran scheitert der Abschluss dann? Eine Studie von Akeneo, einem Anbieter von Product-Experience-Management-Lösungen für Händler:innen und Marken, zeigt, dass 81 Prozent der Befragten einen Einkauf bereits aufgrund fehlerhafter oder mangelnder Produktinformationen abgebrochen haben.

Was ist wichtig? Transparenz, Qualität, Nachhaltigkeit und ausreichende Informationen

Befragt wurden 3.500 Verbraucher:innen aus sieben verschiedenen Ländern. Besonders in Europa legen Verbraucher:innen zunehmend Wert auf transparente Angaben in Online Shops. Deutsche Käufer:innen legten dabei am meisten Wert auf Zertifikate und Qualitätssiegel (55 Prozent), dicht gefolgt von Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten (54 Prozent).

Dabei vertrauen die deutschen Käufer:innen auf Informationen auf Online-Marktplätzen (25 Prozent), gefolgt von Fachgeschäften (23 Prozent) sowie Händler:innen-Websites und Online-Preisvergleichsseiten (jeweils 22 Prozent). Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich empfanden die Befragten Informationen aus Mobile Apps und Social Media als am wenigsten hochwertig (15 und 11 Prozent).

Verbraucher:innen sind bereit, mehr Geld für ausführliche Informationen auszugeben

Dabei informieren Verbraucher:innen sich nach eigenen Angaben ausführlich im Netz, ehe sie einen Kauf tätigen. 81 Prozent gaben an, auch in dem Fall online zu recherchieren, wenn sie ein Produkt stationär erwerben. Dabei legen die Befragten großen Wert auf aussagekräftige Produktbeschreibungen (53 Prozent) und detailliert aufgeführte technische Funktionen (50 Prozent). Gleichzeitig bedeutet das, dass Verbraucher:innen den Kauf abbrechen, wenn diese Informationen nicht zufriedenstellend aufgeführt werden. 81 Prozent haben aus diesem Grund den Kauf bereits abgebrochen, 53 Prozent den Artikel deswegen retouriert. Im Umkehrschluss würden 53 Prozent der deutschen, 46 Prozent der französischen und 37 Prozent der britischen Kund:innen einen Aufschlag von zehn Prozent oder mehr für präzise Produktinformationen zahlen. So zieht Tobias Schlotter, General Manager Central & Eastern Europe bei Akeneo, das Fazit:

Unsere Studie zeigt, dass Verbraucher in Europa sich vor dem eigentlichen Kauf eines Artikels umfassend darüber informieren und daher verstärkt Wert auf detaillierte, präzise und konsistente Produktinformationen legen. Weitere Pluspunkte gibt es für Marken, die transparent über die Regionalität ihrer Produkte, Umweltschutzaspekte oder ihren CO2-Fußabdruck informieren. Für Unternehmen bedeutet das, sich dringend mit dem Thema Product Experience auseinanderzusetzen, um diese Anforderungen zu erfüllen und sich damit gegenüber ihren Wettbewerbern zu behaupten.

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