Fiverr bekommt Konkurrenz, denn LinkedIn arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Freelancer Marketplace. Über diesen könnten Unternehmen passende Freelancer finden, sich mit ihnen verbinden und sie sogar über die Plattform bezahlen. Diese Informationen liegen The Information vor und basieren auf den Aussagen zweier Personen, die mit dem Thema vertraut sind:

LinkedIn is developing a new service called Marketplaces to let its 740 million users find and book freelancers, pitting it against publicly traded firms such as Upwork and Fiverr, according to two people with direct knowledge of the matter.

Freelancer auf LinkedIn finden und bezahlen

Mit dem ProFinder bietet LinkedIn bereits eine ähnliche Funktionalität an. Über das Tool können Interessierte nach Stichworten wie „E-Mail Marketing“ oder „Grafikdesign“ suchen und Freelancer angezeigt bekommen, die ebendiese Fähigkeiten mitbringen. Der neue Marketplace würde dieses System einen oder zwei Schritte vorantreiben. Denn in diesem würden Freelancer nicht nur gefunden werden, auch die Kontaktaufnahme und Bezahlung soll direkt über LinkedIn geschehen. Besonders die Entwicklung eines Digital Wallet könnte einen Vorteil für das Karrierenetzwerk bedeuten.

Über 700 Millionen User nutzen LinkedIn bereits. Die Entwicklung des Freelancer Marketplace könnte auf der Plattform sehr erfolgreich werden und diese für HR noch interessanter machen. Besonders in Hinblick auf die derzeitige Pandemie, in der mehr und mehr Menschen von zuhause aus arbeiten, sind Unternehmen nicht mehr zwangsläufig auf Arbeitskräfte aus dem eigenen Umfeld beschränkt. Stattdessen verändert sich der Trend dahin gehend, vermehrt nach Talenten zu suchen, die aus anderen Städten oder Ländern kommen.

Konkurrenz für Fiverr, Upwork und Co.?

Außerdem könnte der LinkedIn Marketplace neue Advertising-Optionen bieten, wenn Freelancer anfangen, ihre eigenen Services auf der Plattform zu promoten. Zwar dürfte es eine große Herausforderung für LinkedIn bedeuten, gegen bereits etablierte Marketplaces wie Fiverr oder Upwork zu konkurrieren. Doch das Netzwerk verfügt bereits über die User. Sofern LinkedIn es auf dem Freelancer Marketplace schafft, eine gute Qualität zu garantieren und Kontaktaufnahme und Bezahlung einfach umzusetzen, könnte dieser eine erfolgreiche Ergänzung zu LinkedIns Portfolio werden. Offiziell wurde jedoch noch kein Statement abgegeben. Dementsprechend bleibt unklar, wann und in welcher Form der Freelancer Marketplace ausgerollt werden soll.


UPDATE

Seit Anfang Oktober ist das Feature nun für alle verfügbar. Seit dem ersten Test im Februar konnte der Service Marketplace bereits zwei Millionen Mitglieder in den USA überzeugen. LinkedIn User, die den Service jetzt nutzen wollen, können ihr Profil dahingehend anpassen. In den Einstellungen zu „Offen für“ wählen Freelancer „Serviceleistungen“ aus und füllen die benötigten Informationen aus. Anschließend ist ihre Service-Seite über den Marketplace auffindbar.

Wer nach passenden Freelancern sucht, kann über den neuen Service fündig werden. Auf der Landingpage können Interessierte nach Stichwörtern wie „Public Relations“, „Accounting“, „Virtual Assistance“ und ähnlichen suchen. Ein Location-Filter schränkt die Auswahl ein und Bewertungen früherer Kund:innen erleichtern die Entscheidung. In Zukunft sei auch geplant, diese Art umgekehrte Jobbörse auf weitere Branchen zu erweitern.

Das Update stammt vom 11. November 2021.


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