Gebäude der Federal Trade Commission
Die Federal Trade Commission fordert von Tech-Riesen Angaben zu Akquisitionen, die den Kartellbehörden nicht gemeldet wurden.

Die Federal Trade Commission (FTC) möchte prüfen, inwieweit Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, Facebook oder Google bei vergangenen Übernahmen von Unternehmen wettbewerbsfeindlich gehandelt haben könnten. Dazu fordert die Behörde umfassende Unterlagen an, die das Verständnis von Übernahmen vertiefen sollen, welche unter dem Hart-Scott-Rodino (HSR) Act weder der FTC noch dem Department of Justice gemeldet wurden. Diese Ausnahme galt bis 2020 für Akquisitionen bis zu 50 Millionen US-Dollar.

Haben Tech-Giganten ihren Status durch Übernahmen unlauter gestärkt?

Diese Frage möchte die FTC klären, indem sie Einblick in Details zu früheren Übernahmen erhält. Die Unternehmen Alphabet Inc., Amazon.com, Inc., Apple Inc., Facebook, Inc., und Microsoft Corp. sollen jegliche Übernahmen im Zeitraum vom ersten Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2019 offenlegen. Laut FTC Act kann die Behörde eine Untersuchung und die Herausgabe von Unterlagen für Studien anordnen, selbst wenn keine unmittelbare Rechtsdurchsetzung zu erwarten ist.

Verstehen möchte die FTC vor allem, ob die großen Player auf dem Digitalmarkt sich insofern unlauter verhalten, als dass sie aufstrebende oder potentielle Konkurrenten für die eigenen Geschäftsfelder frühzeitig aufkaufen. Sofern die Kosten für solche Übernahmen eine bestimmte Summe (seit 2020 sind es 94 Millionen US-Dollar) nicht überschreiten, müssen solche Übernahmen nicht bei den Kartellbehörden wie der FTC gemeldet werden. Joe Simmons, Vorsitzender der FTC, erklärte nun zur aktuellen Untersuchung:

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