TikTok hat in vielen Bereichen die Nase vor Instagram, YouTube und Co. Allerdings nicht, wenn es um Monetarisierungsmöglichkeiten für Creator und Ads für Brands geht. Durch das Kurzvideoformat sind Kooperationen die hauptsächliche Einnahmequelle für populäre TikToker. Damit die Bytedance App nicht hinter Pre-Roll und Mid-Roll Ads oder anderweitigen Werbeanzeigen zurückbleibt, launcht TikTok nun die Creative-Exchange-Plattform. Mit dieser können Creator und Marken noch einfacher in Kontakt treten und gemeinsame Kampagnen planen.

TikTok Creative Exchange: So funktioniert’s

TikToks neues Angebot funktioniert nach demselben Prinzip wie TikToks bisherige Kontaktplattform Creator Marketplace. Allerdings können Brands und Creator noch schneller und mit nur ein paar Klicks Kontakt miteinander aufnehmen. TikTok erklärt, dass Unternehmen auf der Creative-Exchange-Plattform zunächst Informationen zur gewünschten Kampagne hochladen müssen.

TikToks Creative Exchange Platform, © TikTok
TikToks Creative Exchange Platform, © TikTok

In dem Bild ist zu sehen, dass Brands auswählen können, welchen Kampagnentypus sie bevorzugen und wonach sie in potentiellen Partner:innen für eine Kooperation suchen. In einem nächsten Schritt können weitere Informationen (Kontakt, Umsetzungsdatum etc.) angegeben werden.

Creator, die sich zuvor auch auf der Plattform registriert haben, bekommen dann eine Mail, wenn eine für sie passende Kampagne hochgeladen wurde. TikTok erklärt, wie es weitergeht:

After accepting a project, you can discuss the brief with the client, invite your colleagues as collaborators, and upload your creative concepts and outputs directly to the platform. Your client can even invite you to view performance data once the campaign is live.

Vom Vorreiter zum Nachzügler? Wechseln TikTok Creator bald zur Konkurrenz?

Die Creative-Exchange-Plattform ist noch nur für verifizierte Brand Accounts und ausgewählte Creator verfügbar. Das Angebot soll aber in den kommenden Wochen für eine größere Audience ausgerollt werden.

TikToks Ansatz, die Kontaktaufnahme zwischen Creatorn und Brands so einfach wie möglich zu machen, könnte auf lange Sicht zu wenig sein, um die populären User in der App zu halten. Denn diese könnten bei YouTube und Instagram durch vielfältigere Monetarisierungsmöglichkeiten deutlich mehr Geld verdienen. Eine weitere Option finanzielle Anreize auf TikTok zu schaffen, wäre das Abomodell, das bereits bei Twitter Einzug hielt und bei Instagram vermutlich kurz vorm Launch steht. Ob die Bytedance App in diese Richtung experimentiert, ist allerdings noch nicht bekannt.

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