Berichten zufolge könnte bald Schluss mit politischer Werbung auf Facebook sein. Gerade vor den Präsidentschaftswahlen im Herbst dürfte diese Nachricht ein Schock für die Parteien sein.

Der Social-Media-Konzern stand bereits mehrfach wegen seiner Richtlinien zum Umgang mit politischer Werbung in der Kritik. Internen Berichten zufolge könnte hier nun eine entscheidende Veränderung bevorstehen. Denn die Facebook-Chefriege überlegt, Wahlwerbung kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen von der Plattform zu verbannen. Das berichtet das Online-Portal Bloomberg und bezieht sich auf eine interne Quelle, die anonym bleiben möchte. Facebook äußerte sich bisher nicht dazu.

Ein Stopp für Wahlwerbung könnte einerseits verhindern, dass die US-Bürger kurz vor den Präsidentschaftswahlen Desinformationen ausgesetzt sind, die möglicherweise die Abgabe ihrer Wahlstimme beeinflussen. Andererseits würde Facebook dann auch Kampagnen, die Bürger zum Wählen ermuntern, nicht ausspielen können. Auch würde es ein Bann für politischen Content den Präsidentschaftskandidaten erschweren, mit Ads auf die neusten Entwicklungen zu reagieren.

Facebooks Umgang mit Wahlwerbung sorgt schon seit geraumer Zeit für Empörung. Ein Kritikpunkt: Das soziale Netzwerk unterzieht politische Ads – anders als andere Social Media – keinem Faktencheck. Sollte also tatsächlich keine Wahlwerbung im November geschaltet werden können, wäre dies als ein erstes Einlenken seitens Facebooks zu sehen.

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