Mit (meinen) anhaltenden Erwartungen „an erweiterten Display-Support von iPadOS“ sieht mein Schreibtisch bis zur WWDC jetzt so aus. Auch wenn’s vorerst nur Wunschdenken bleibt: Die Hoffnung auf professionelles Arbeiten am externen Monitor mit einem iPad stirbt zuletzt.

Bislang klebte mein iPad an einem Monitorarm. Allerdings beglückte mich zuletzt1 ein sehr freundlicher Leser mit diesem originalverpackten (!) VESA Mount Adapter Kit für das betagte Thunderbolt-Display.

Und ich kann euch sagen: 11 Jahre altes Apple-Zubehör auszupacken, hat seinen Charme.

Diese Display-Aufhängung ist extrem robust. Es ist ernsthaft schweres Aluminium, das man hier verschraubt – kein Vergleich zu den knarzenden Plastikrückseiten anderer Monitore.

Apple hat sich damals nicht unbedingt eine elegante (Bastel-)Konstruktion ausgedacht. Meine Bilder demonstrieren jedoch nicht annähernd, wie ernsthaft massiv diese Bauteile sind.

Das Display funktioniert wie am ersten Tag. Mit einem NoName-DisplayPort auf USB-C-Adapter (Affiliate-Link) überträgt man ein knackiges 1080p-Bild.

Die Auflösung dürfte für meinen Geschmack natürlich höher sein und das 4:3-Pillarbox-Format nervt. Trotzdem lässt sich mit dem gespiegelten iPad-Display schon heute arbeiten.

Die Stromversorgung läuft getrennt über den USB-C-Anschluss am Magic Keyboard. Die Kabelpeitsche des Thunderbolt-Displays besitzt nämlich nur ein altes MagSafe-Kabel für Laptops. Auch die USB 2.0 Anschlüsse auf der Display-Rückseite stehen nicht zur Verfügung.

Eine externe Bluetooth-Tastatur und ein Trackpad spare ich mir für den Moment. Auch deshalb, weil das iPad-Display trotz angestecktem Monitor zwangsläufig eingeschaltet bleibt. Man kann das iPad im Magic Keyboard zwar zuklappen, der Bildschirm bleibt jedoch aktiv. Und es fühlt sich falsch an, dauerhaft so zu arbeiten.

Der ausschlaggebende Grund sind jedoch die Vorteile der iPad-Hardware: Touch-Eingaben und die Authentifizierung über Face ID. Auf schnelle Bildschirmberührungen und die flotte Passworteingabe will ich nicht (wie auf macOS) verzichten müssen.

Zu diesem Old-School-Setup kam es natürlich nur, weil die Hardware schon bei mir herumstand. In einer modernen Version stellt man sich Apples Studio Display auf den Tisch.

Der Release dieses Monitors vor zwei Monaten feuerte meine Erwartungen für erweiterten iPadOS-Display-Support an. Ich hätte kein Verständnis dafür, wenn ein aktuelles Apple Tablet zukünftig nicht die Webcam, die Lautsprecher und die Mikrofone aus einem brandaktuellen Apple Monitor nutzt, und dort weiterhin nur das gespiegelte iPad-Bild mit schwarzen Balken ausgibt.


  1. Das geschulte Auge bemerkte den VESA Mount bereits seit einigen Wochen im Hintergrund meiner Videos↩

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