Am 12. und 13. Juli 2022 fand der Amazon Prime Day 2022 statt – und konnte abermals einen Umsatz von vielen Milliarden US-Dollar generieren. Während der Aktionstag im vergangenen Jahr für Umsätze in Höhe von schätzungsweise 11,2 Milliarden US-Dollar sorgte, erhöhten sich die Beträge der Bestellungen bei vielen Shoppern in diesem Jahr erneut. Bereits ab dem 21. Juni konnten Prime-Mitglieder Rabatte von bis zu 55 Prozent auf beliebte Produkte erhalten, darunter etwa auf den Echo Show 5.

Prime Day erzielt höheren Einkaufsdurchschnittswert als 2021 (in den USA)

Bereits im Vorwege des Prime Day hatten Remazing und Appinio eine Studie bezüglich des Aktionstags veröffentlicht. Darin zeigt sich, dass 65 Prozent der Befragten aus Deutschland den Prime Day kennen. Zudem plante der Großteil (84,2 Prozent) der Prime-Mitglieder, am Prime Day 2022 Schnäppchen auf Amazon zu machen. Laut der Studie hatten 21,5 Prozent der befragten Bestandskund:innen extra gespart, um von den Angeboten am Prime Day Gebrauch machen zu können. Hinsichtlich der Umsätze hatte JPMorgan für den diesjährigen Prime Day einen um sieben Prozent höheren inkrementellen Umsatz prognostiziert. Aufgrund der makroökonomischen Situation dürfte aber kein extremes Plus bei der Verkäufen erwartet werden.

Nachdem der Prime Day 2022 nun vorüber ist, gibt es erste Ergebnisse zum Erfolg des Aktionstags für Amazon. Daten von Numerator aus dem Prime Day Tracker zeigen, wie sich das Kaufverhalten in den USA entwickelt hat. Demnach gab es im Aktionszeitraum in den USA einen durchschnittlichen Bestellwert von knapp 53 US-Dollar. Das ist mehr als im Vorjahr (etwa 45 US-Dollar). Da viele Haushalte (57 Prozent) zwei separate Bestellungen aufgegeben haben, belaufen sich die Ausgaben pro Haushalt sogar auf knapp 130 US-Dollar. 83 Prozent der von Numerator vorab befragten Personen gaben jedoch an, dass die Inflation ihr Kaufverhalten mitbestimmen würde.

[Sobald neue Zahlen zum Prime Day veröffentlicht werden, aktualisieren wir diesen Beitrag.]

Auch der Einzelhandel profitiert vom Prime Day

Nicht nur Amazon selbst kann am alljährlichen Prime Day ordentlich Gewinn machen – der Erfolg des Aktionstages färbt auch auf andere Online-Händler:innen ab. Im vergangenen Jahr brachte der Aktionstag dem Einzelhandel in Deutschland ein Umsatzplus von 51 Prozent. Nicht am Prime Day teilnehmende Einzelhändler:innen verzeichneten hingegen einen Rückgang von 14 Prozent. Kolja Brosche, Country Manager Germany bei der Data-Connectivity-Plattform LiveRamp, erklärt, wie der Prime Day einen Halo-Effekt für den Einzelhandel kreiert:

Der Amazon Prime Day ist das öffentlichkeitswirksamste Online-Marketing-Ereignis des Jahres. Amazon nutzt in beispielhafter Weise First-Party-Daten, um Produkte anzubieten, die die Kund:innen am ehesten kaufen würden. In einer ansonsten angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage liefert der Prime Day für Kund:innen spezifische Kaufanreize. Er erzeugt einen Halo-Effekt für andere Einzelhändler:innen. Um hier mitzuhalten, brauchen Sie intelligente Lösungen – alleine kann mit der Marktmacht von Amazon niemand mithalten. Datenkollaborationen und die gemeinsame Nutzung von pseudonymisierten Daten sind dafür der beste Weg.

Aktionen für KMU

Einen starken Fokus wollte Amazon dieses Jahr auf kleine und mittelständische Unternehmen legen, die besonders von dem Aktionstag profitieren sollten. Personen, die präferiert bei KMU kaufen, konnten diese an dem Small Business Badge erkennen. Vom 21. Juni bis zum 11. Juli hatten Kund:innen darüber hinaus die Chance, durch den Kauf bei ausgewählten Small Businesses spannende Preise zu gewinnen – in den USA unter anderem Karten für den nächsten Super Bowl. Außerdem spendete der Konzern in diesem Jahr zahlreiche Produkte an Schulen und Non-Profit-Organisationen in den USA.

Du hast den Prime Day verpasst oder möchtest schlicht nicht noch ein Jahr warten, bis du die nächsten Prime Goodies zum günstigen Preis abstauben kannst? Möglicherweise könnte der nächste Aktionstag bereits im Herbst stattfinden, wie mehrere Quellen berichten. Beim Prime Fall Deal Event würden Schnäppchenjäger:innen und teilnehmende Einzelhändler:innen somit ein weiteres Mal auf ihre Kosten kommen. Der Aktionstag wurde von Amazon selbst allerdings noch nicht bestätigt.

Im Kontext des Aktionstags im Juli kam es in Deutschland zum Streik beim Amazon-Personal. Verdi hatte dazu aufgerufen, um die Anerkennung von Flächentarifverträgen für den Einzel- und Versandhandel und den Abschluss eines Tarifvertrags durchzusetzen.

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