Mehr als 850 Millionen Nutzer:innen weist das Business-Netzwerk LinkedIn inzwischen auf. Die Plattform versorgt diese immer wieder mit neuen Features, um einerseits einen guten Kommunikationskanal für Geschäftsinteressen, das Recruitment und die Jobsuche abzubilden und andererseits auch mit Social-Plattformen wie Instagram und Co. konkurrieren zu können. So arbeitet LinkedIn beispielsweise an einem Link Sticker à la Instagram für Bilder und Videos und lädt mit dem neuen Feature „Follow on LinkedIn“ zum Reichweitenaufbau ein. Jetzt liefert das Unternehmen sogar noch mehr Funktionen – darunter eine Karussell-Posting-Option, die die Kombination von Text, Bildern, Videos und dergleichen erlaubt. Besonders sticht aus den von Tomer Cohen, Chief Product Officer bei LinkedIn, vorgestellten Neuerungen jedoch der Discover Feed heraus. Denn dieser spielt Content basierend auf Empfehlungen aus, die anhand der Aktivität auf der Plattform ermittelt werden. So sehen User Inhalte von Personen und Brands, denen sie gar nicht folgen, ähnlich wie auf TikToks For You Page. Auf Instagram wurde diese Feed-Option ebenfalls getestet, allerdings auch mit viel Kritik vonseiten der Nutzer:innen empfangen.

LinkedIn mit Feed wie bei TikTok: Vorschläge für Personen und Newsletter

Auf LinkedIn könntest du bald Empfehlungen für Personen und Accounts vorfinden, denen du nicht folgst. Und auch Newsletter, die du nicht abonniert hast, könnten dir im neuen Discover Feed der Plattform vorgeschlagen werden. Denn LinkedIn möchte trendende Konversationen für User hervorheben, wenn diese mit den Interessen derselben in Einklang stehen. Diese Interessen wiederum kann die Plattform aufgrund der Aktivitäten und Interaktionen der Nutzer:innen ermitteln.

Im neuen Discover Feed werden dann Newsletter, Videos, Accounts und auch Events vorgestellt, die dir gefallen könnten. Damit passt LinkedIn den Algorithmus an das Prinzip an, das TikTok für die populäre For You Page nutzt.

LinkedIns neuer Discover Feed
LinkedIns neuer Discover Feed (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © LinkedIn

Ob die Nutzer:innen insbesondere auf einem Business-Netzwerk solche Empfehlungen für Inhalte von Accounts erhalten möchten, denen sie nicht bewusst folgen, ist fraglich. Deshalb bittet LinkedIn auch ausdrücklich um Feedback.

Auch neu: Mit Karussell-Posts visuell eindrucksvoll Knowledge teilen

Ein weiteres der neuen Features, die Tomer Cohen für LinkedIn vorstellt, bezieht sich auf das visuell ansprechende Teilen von Inhalten. Cohen erklärt:

Professionals and brands are regularly looking for better, more powerful ways to talk about their knowledge and craft; from sharing industry insights, and professional tips and tricks, to offering step-by-step career advice and support. To do so, we see members use a mix of text, photo, and video formats to make their posts stand out. That’s why we’re excited to roll out a new type of format, called Carousels, to help professionals express themselves in a more visually compelling way. 

Mithilfe der Karusselle sollen Creator ihre Kontakte noch besser von ihrem Wissen, ihrer Kunst, ihren Erkenntnissen oder schlichtweg ihren visuellen Inhalten überzeugen können. Dabei können sie Text-, Video- und Bildelemente kombinieren. Die Karussell-Posts laden dann zum Swipen ein und bieten snackable Content für den Feed. Besonders hilfreich ist für die Creator beziehungsweise Social Media Manager dabei, dass sie clickable Links integrieren können. Diese ermöglichen es, Traffic für die eigenen Kerninhalte zu generieren.

Karussell-Posts, © LinkedIn

Diese neue Funktion ist bereits für tausende Testnutzer:innen verfügbar. Ab Herbst dieses Jahres wird sie allerdings für alle User ausgerollt.

In seinem ausführlichen Artikel stellt Tomer Cohen des Weiteren noch zwei Features vor, die die Karriereoptimierung auf der Plattform betreffen. Meet the Hiring Team und eine zusammengeführte Ansicht für Meilensteine im Berufsleben, Geburtstage und Jobjubiläen bieten mehr Ansatzpunkte für relevante Business-Interaktionen. Mehr über diese Funktionen und alle Details findest du im Beitrag des LinkedIn Chief Product Officers. Darin betont er ebenfalls, dass die Plattform inzwischen Ukrainisch als Sprache unterstützt. Damit soll den mehr als 3,5 Millionen ukrainischen Mitgliedern mehr Support bei der Darstellung ihrer Inhalte, Skills und Profile geboten werden. Josh Graff, LinkedIns EMEA Managing Director, weist in einem Post auf dieses Update hin. Spracheinstellungen kannst du für LinkedIn über diesen Link vornehmen.

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