Mit der anhaltenden Coronapandemie machen sich auch eine Vielzahl von Fehlinformationen zum Virus im Internet breit. So wird etwa behauptet, dass Impfstoffe gegen Covid-19 in Wahrheit eine Gefahr für die Menschen darstellen. YouTube sah sich nun veranlasst, gegen einige der fälschlichen Aussagen strenger vorzugehen, wie Forbes berichtet. So werden in Zukunft Inhalte, in welchen etwa behauptet wird, ein möglicher Impfstoff sei tödlich, führe zu Unfruchtbarkeit oder würde den Menschen Mikrochips einpflanzen, von YouTube gesperrt. Werden nur grundlegende Sorgen bezüglich des Impfstoffes geäußert, dürfen die Inhalte jedoch bestehen bleiben.

Ein weites Feld an Fehlinformationen zum Coronavirus

YouTube will demnach vor allem solche Beiträge sperren, welche direkt dem Konsens von Experten, wie etwa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), widersprechen. Vertreter der WHO würden sich wöchentlich mit YouTubes Policy Team treffen, um über problematische Trends und Videos zu sprechen. Das berichtete Andy Pattison, YouTubes Manager of Digital Solutions, gegenüber Reuters.

Es scheint, als seien Inhalte, welche generelle Fehlinformationen zum Coronavirus verbreiten, auf YouTube kein unwesentliches Problem. Denn die Plattform gibt an, seit Februar bereits über 200.000 solcher Videos entfernt zu haben. Die Inhalte dieser reichen von der fälschlichen Behauptung, 5G würde das Coronavirus verursachen, bis hinzu wirren Verschwörungstheorien rund um die angebliche Absicht von Bill Gates, der Menschheit Mikrochips einzupflanzen.

Nicht nur YouTube ist betroffen

Doch nicht nur YouTube ist von der verstärkten Verbreitung von Fehlinformationen und Verschwörungstheorien betroffen. Schon seit Beginn der Coronapandemie werden in der gesamten Social-Media-Landschaft Theorien und Behauptungen popularisiert, welche den übereinstimmenden Aussagen der Gesundheitsbehörden widersprechen – viele davon ohne rationale Begründung. Es ist daher zu begrüßen, dass YouTube nun strenger gegen Fehlinformationen zum Covid-19-Impfstoff vorgehen will.

Die sozialen Medien haben eine derart enorme Reichweite, dass die dortige Verbreitung von Falschaussagen fatale Auswirkungen haben kann. Nicht nur potenzielle Impfstoffe gegen das Coronavirus werden von einigen Usern als gefährlich angesehen. Auch zu Impfstoffen im Allgemeinen werden von Impfgegnern Fehlinformationen verbreitet. Erst vor wenigen Tagen entschied Facebook, Werbung, welche Menschen dazu veranlassen solle oder könnte, sich nicht impfen zu lassen, zu verbieten. Darüber hinaus schränkt Google seit August die Monetarisierungsoptionen für Seiten, welche Verschwörungstheorien posten, ein. Es bleibt zu hoffen, dass Plattformen wie YouTube die Verbreitung gefährlicher Falschaussagen in Zukunft noch besser eindämmen werden.


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