Passend zum Neujahresanfang mal wieder die Wohnung ausmisten und alte Kleidungsstücke, Dekoartikel und Möbel aussortieren – damit beginnen viele Menschen ihr Jahr und verkaufen ihre alten Gegenstände dann oft auf Plattformen wie eBay, eBay Kleinanzeigen, Etsy oder Vinted. Da nun ein neues Steuertransparenzgesetz eingeführt wurde, müssen die E-Commerce-Plattformen zukünftig auch Transaktionen von Privatpersonen an die Steuerbehörden übermitteln.

Mehr steuerliche Transparenz

Mit dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz soll mehr steuerliche Transparenz entstehen, da die Betreiber:innen digitaler Plattformen dazu verpflichtet werden, dem Bundeszentralamt für Steuern Informationen über Einkünfte zu melden, die von Verkäufer:innen auf diesen Plattformen erzielt wurden. Das betrifft auch Privatverkäufe.

Der Hintergrund dazu: Die Europäische Union vermutet, dass die Einkünfte, die auf diesen Wegen generiert werden, nicht alle ordnungsgemäß versteuert werden. So könnten beispielsweise Gewerbetreibende ihre Waren fälschlicherweise als Privatverkäufe bezeichnen.

Betroffen sind auch Plattformen, die Dienstleistungen anbieten, wie etwa Airbnb. Die Richtlinie gilt in der ganzen EU und soll für einen automatischen Austausch von Informationen zwischen den Mitgliedsländern der EU sorgen.

Nicht alle Privatverkäufe werden gemeldet

Allerdings werden nicht alle Daten von Pivatverkäufer:innen an das Finanzamt übermittelt. Als Grenze wurde festgelegt, dass weniger als 30 Verkäufe pro Jahr oder weniger als 2.000 Euro an Einnahmen nicht gemeldet werden. Zudem gibt es auch eine steuerliche Grenze, da Gewinne unter 600 Euro aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerfrei sind.

Damit müssen sich User, die nur ein paarmal im Jahr alte Sachen verkaufen, keine Gedanken über das neue Gesetz machen. Jedoch raten Expert:innen Privatverkäufer:innen dazu, ihre Verkäufe mit Verkaufsdatum sowie Einkaufs- und Verkaufspreis zu dokumentieren, um notfalls Nachfragen der Steuerbehörden beantworten zu können.

Wenn Privatverkäufer:innen mindestens 2.000 Euro Verkaufserlös erzielen oder mehr als 30 Transaktionen stattfinden, werden die Daten an das Finanzamt gemeldet. Ob die Plattformen nur diese Transaktionen weiterleiten oder sämtliche Umsätze der Verkäufer:innen, ist noch unklar. Die Daten umfassen dann Name, Adresse, Bankverbindung und Steuer-ID der Verkäufer:innen. Erlöse, Gebühren und Provisionen müssen ebenfalls gemeldet werden. Wie die einzelnen Plattformen das neue Gesetz im Detail umsetzen, bleibt abzuwarten.

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