Abhängig davon, welchen Internet-Riesen man fragt, bekommt man unterschiedliche Definitionen von Privatsphäre und Sicherheit. Apple kämpft beispielsweise gegen die „surveillance world“, Google fokussiert sich auf „protected computing“ und Facebook arbeitet bestimmt auch unnachgiebig an…irgendwas.

Apples neuer Werbespot, der eingebettet in einer Print- und Online-Kampagne über die nächsten Monaten in zwei Dutzend Ländern läuft, ist (gewohnt) spaßig. Und er schafft es in 30 Sekunden ein Bewusstsein für das ein Problem zu entwickeln.

Aber so sehr ich Apples Initiativen (App Tracking Transparenz, E-Mail-Datenschutz und Intelligenter Tracking‑Schutz in Safari) befürworte: Apple selbst sammelt (ordentlich) Nutzerdaten und pflegt eine (nicht sehr kleine) Werbeplattform. Dafür ziehen sie eine klare Trennlinie, die allem voran zwischen „First-Party-“ und „Third-Party-“Daten verläuft.

Tracking und personenbezogene Werbung sind für Apple solange okay, wie sie in der eigenen App oder im eigenen Netzwerk stattfindet. Es geht nicht darum Ads abzuschalten, sondern um einen App- und Webseitenübergreifenden Daten-Handel zu unterbinden (so wie ihn in erster Linie Facebook vollzieht).

Für den neuen Werbespot bedeutet das: Der Datenbroker und die Auktion sind die zentrale Kritik; nicht das Sammeln und Auswerten von persönlichen Informationen.

Aber macht das der neue Werbespot (beim einmaligen Anschauen) deutlich?

Vielleicht. Vielleicht bleibt beim Zuschauer aber auch nur hängen, dass das iPhone einen Knopf hat, der die Datensammelei abschaltet („verpuffen lässt“). Und das wäre mindestens unscharf.


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