iCloud.com im neuen Design oder die Frage: „Wie viel Web-Service benötigt ein Service-Anbieter?“

Screenshot zeigt Dashboard auf iCloud.com.

Die neue Verpackung finde ich generell übersichtlich und verständlich. Trotzdem fühlt sich das Layout schwer an und bleibt nur ein Nachgedanke gegenüber den nativen Apps.

Es sollte jedoch kein Nachgedanke sein. Kein iPhone wird weniger verkauft, selbst wenn iCloud.com das perfekte Webinterface hätte. Zielgruppe sind primär Personen, die ihre persönlichen Geräte nicht am Arbeitsplatz nutzen (können).

Gerade gestern hat mich ein Freund besucht, der zwei iPhones mit sich führt – das Telefon vom Arbeitgeber sowie sein privates Gerät mit allen persönlichen Daten. Trotz Dual-eSIM-Funktion will er die iPhones nicht zusammenführen, weil das bereitgestellte Telefon durch ein Mobile Device Management vom Arbeitgeber geschützt ist.

In diesem konkreten Fall schränkt ihn die Konfiguration nicht einmal ein. Er will sich aber nicht der Ungewissheit aussetzen, dass das einmal passieren könnte.

iCloud.com trennt gleichermaßen die Daten von dem Gerät, über die sie abgerufen werden. Deshalb sollte sich die Webseite als integralen Bestandteil für genau solche Nutzer_innen verstehen, und Apple-intern eine höhere Priorität erlangen.


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