Es ist das leistungsfähigste Bard-Modell, das Google bisher zu bieten hat. Nachdem Google den eigenen KI-Chatbot Bard im Juli einem großen Update unterzogen und endlich auch in Deutschland und anderen Regionen ausgerollt hatte, folgte jüngst die Ankündigung zu einer Reihe von Neuerungen und Optimierungen, die Bard in noch mehr Kontexten Relevanz verleihen. Dazu gehört neben der Integration von Google Lens vor allem die Kombinierbarkeit mit Google-Diensten. Und einige Bard-Funktionen können jetzt auch auf Deutsch genutzt werden.

Diese Updates hat Google für Bard parat: Bilder hochladen und YouTube und Co. miteinbeziehen

Auf dem Blog The Keyword Deutschland legt Yury Pinsky, Director, Product Management Bard bei Google, dar, welche Neuerungen der KI-Bot erhält. Besonders spannend dürfte für User in Deutschland und anderen nicht primär englischsprachigen Regionen sein, dass Bard den Zugang zu bestehenden englischsprachigen Funktionen auf mehr als 40 neue Sprachen und Länder ausweitet. Zu diesen Funktionen gehört jetzt auch die Option, dank der Lens-Integration Bilder in die Konversation mit dem Bot hochzuladen. Dazu erhalten User dann passende Antworten, neue Bildvorschläge oder Informationen. Doch nicht nur mit Lens verbindet Google Bard. Neuerdings können die Antworten des KI-Bots auch mit YouTube, Maps, Drive oder Gmail kombiniert entstehen. Yury Pinski gibt ein Beispiel:

Wenn ihr zum Beispiel eine Gruppenreise zum Grand Canyon plant (ein Projekt, das normalerweise viele Browser-Tabs in Anspruch nimmt), könnt ihr Bard jetzt bitten, die passenden Termine für alle aus Gmail herauszusuchen, Flug- und Hotelinformationen in Echtzeit abzurufen, Google Maps-Wegbeschreibungen zum Flughafen anzuzeigen und sogar YouTube-Videos mit Aktivitäten vor Ort vorzuschlagen – und das alles in einer einzigen Unterhaltung.

Google kann über Bard einen ganzen Trip planen, dank der Kombination der Dienste, © Google, GIF verschiedene Dienste, Prompting bei Bard, Bilder und Texte
Google kann über Bard einen ganzen Trip planen, dank der Kombination der Dienste, © Google

Wer sich für die Workspace-Erweiterungen entscheidet, kann darauf bauen, dass die Inhalte aus Gmail, Docs und Drive nicht von menschlichen Prüfer:innen gesehen oder von Bard genutzt werden, um Werbung zu zeigen oder das Bard-Modell zu trainieren.

Chats teilen und Antworten prüfen

Neu ist bei Google Bard auch die Funktion, einen Chat mit Dritten zu teilen, sodass eine andere Person die Konversation mit dem Bot fortführen kann. Ein entsprechendes Feature hat Microsoft für den Bing Chat vor einiger Zeit schon eingeführt.

Google lässt dich deine Bard Chats jetzt öffentlich teilen, © Google, Bild von Bard Chat mit CTA Continue this chat, Text und Teilen-Button
Google lässt dich deine Bard Chats jetzt öffentlich teilen, © Google

Darüber hinaus ermöglicht dir der KI-Bot jetzt – allerdings zunächst nur bei englischsprachigen Konversationen –, die Ergebnisse direkt zu überprüfen. Das ist hilfreich, denn KI-Bots geben bisweilen fragwürdige oder schlichtweg falsche Informationen aus. So erklärt Pinski die neue und verbesserte „Mit Google suchen“-Schaltfläche von Bard:

Wenn ihr auf das ‚G‘-Symbol klickt, liest Bard die Antwort und prüft, ob es im Internet Inhalte gibt, die die Aussage belegen. Wenn eine Aussage überprüft werden kann, könnt ihr auf die hervorgehobenen Stellen klicken und mehr über unterstützende oder widersprüchliche Informationen erfahren, die durch die Suche gefunden wurden.

So sieht das neue Prüfungs-Feature für Bard-Antworten aus, © Google, Texte, markiert, farblich, in Bard-Konversation, Icons, grauer Hintergrund
So sieht das neue Prüfungs-Feature für Bard-Antworten aus, © Google

Google möchte sich für verantwortungsvollen KI-Einsatz stark machen

Das Suchmaschinenunternehmen promotet das bisher leistungsfähigste Bard-Modell und erklärt diese Leistungsfähigkeit auch mit einem Update für das KI-Sprachmodell PaLM 2.

All diese neuen Funktionen sind möglich, weil wir unser Modell PaLM 2, unser bisher leistungsfähigstes Modell, aktualisiert haben.

Google hat die eigenen KI-Teams DeepMind und Brain Team zusammengelegt, um im AI-Wettbewerb möglichst schnell und effizient handeln zu können. Neben dem KI-Chatbot Bard (als Antwort auf ChatGPT und Bing Chat) und der stetigen Optimierung der auf AI basierenden Search Generative Experience setzt Google zusehends auf die stetige Erweiterung der eigenen KI-Modelle. Dazu gehört neben PaLM 2 nun auch Gemini. Dieses Modell soll mit GPT-4 konkurrieren und steht ersten Unternehmen zum Einsatz zur Verfügung.

Unterdessen möchte Google sich nicht um die Verantwortung drücken, die der umfassende Einsatz von KI – und Google ist seit 2016 eine AI-first Company – mit sich bringt. So hat das Unternehmen jüngst 20 Millionen US-Dollar in den Digital Futures Project Fund investiert, der sich für verantwortungsbewusste KI-Nutzung einsetzen soll.

Zudem hat CEO Sundar Pichai kürzlich mit hochrangigen US-Politiker:innen im AI Insight Forum über die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, ihre Auswirkungen und ihre Potentiale gesprochen.

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