Exklusivität scheint für Twitch nicht länger zeitgemäß zu sein, was Streamer überwiegend freuen dürfte. Das Live-Streaming-Videoportal verkündete kürzlich in einem offiziellen FAQ und per E-Mail, dass Twitch die langjährige Exklusivitätsvereinbarung aufhebt. Ausgenommen seien Streamer, die einen Hinweis auf zusätzliche Vereinbarungen bekommen hätten – es gibt also zumindest einige Partner:innen, die weiterhin exklusiv an Twitch gebunden sind.

Mit diesem Entschluss können jedoch zumindest einige der bisherigen und künftigen Partner:innen Live-Inhalte auch auf Plattformen wie YouTube oder Facebook Live veröffentlichen. Das ermöglicht Creatorn neue spannende und lukrative Möglichkeiten. Erst kürzlich erhöhte Twitch in diesem Kontext den Anteil der durch Werbeanzeigen generierten Einnahmen im Rahmen des Ads Incentive Program auf 55 Prozent, um Creator langfristig für sich zu gewinnen.

Für Instagram und TikTok gelten andere Regeln als für Facebook und YouTube

Creator von Live-Videos können ab sofort zwar auf YouTube und Co. live gehen, aber nur solange sie nicht parallel auf Twitch live sind. „Sobald du deinen Live-Stream bei Twitch beendet hast, kannst du sofort woanders weiterstreamen“, heißt es vonseiten Twitchs dazu. Anders sieht das in Kurzformaten aus: Denn Multicasting wird auf mobilen Apps wie TikTok und Instagram möglich sein. Twitch erklärt hier:

Wir erlauben kein Simulcasting auf webbasierten, Twitch-ähnlichen Diensten, die Streaming über einen längeren Zeitraum unterstützen, wie YouTube und Facebook. Denn wir sind der Meinung, dass die gleichzeitige Nutzung von zwei Streams zu einem suboptimalen Erlebnis für deine Community führen kann. Wir wissen jedoch, dass viele Creator andere Dienste nutzen möchten, um ihre Communitys zu vergrößern. Daher ist Simulcasting in kurzen Formaten auf mobilen Diensten wie TikTok oder Instagram Live erlaubt.

Mit den Änderungen erkennt Twitch an, dass Streamer mehrere Plattformen nutzen dürfen sollten, um einerseits niemanden aus der Fan Community ausschließen zu müssen und andererseits andere reichweitenstarke Kanäle zum Ausbau dieser bespielen zu können.

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