KI-Tools sind in aller Munde: ChatGPT dominiert seit Wochen die Medienlandschaft, die sozialen Medien und längst auch die Diskussionen um die Bedrohung von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenz. Während Microsoft massiv in OpenAI – das Unternehmen hinter ChatGPT, DALL-E 2 und Co. – investiert, kommt ChatGPT bereits mit einer optimierten Premiumversion daher. Zugleich arbeitet auch Google fieberhaft an der Integration neuer KI-Optionen für die eigenen Dienst und insbesondere die Suche. Dafür wurden sogar die Gründer Sergey Brin und Larry Page zurückgeholt. Eine Google-Suche samt KI-Chatbot soll noch 2023 kommen. Die Internetsuche und die SEO, aber auch das Social Media Marketing könnten sich schon in diesem Jahr grundlegend verändern. Dazu tragen immer neue Tools und Funktionen bei, die die Arbeit von Marketern erleichtern – und in manchen Fällen sogar obsolet machen können. Wir stellen drei konkrete Ansätze vor.

1. Ein Social Media Tool für die Post-Erstellung per KI

Der Social-Media-Experte Matt Navarra stellt auf Twitter ein Tool vor, dass die Generierung von Social Posts passend für verschiedene Zielgruppen ermöglicht. Dafür hat das Tool AI Assistant von Vista Social das KI-Tool ChatGTP von OpenAI direkt integriert.

Das Tool verspricht eine zehn Mal schnellere Erstellung von Postings als beim manuellen Vorgang. Allerdings kann das Tool nicht nur Posts erstellen, sondern auch Captions oder Kommentare und Antworten verfassen. Diese Fähigkeiten liefert auch ChatGPT und ChatGPT Professional dürfte noch bessere Ergebnisse liefern. Allerdings hat Vista Social die Möglichkeiten auf den dedizierten Einsatz im Social-Media-Bereich zugeschnitten. Zu beachten ist bei der Nutzung von Inhalten, die ChatGPT generiert, dass diese auf Richtigkeit und Seriosität geprüft werden sollten. Das meint auch Michael Witzenleiter, CEO und Gründer von Conversion Maker, im Interview mit OnlineMarketing.de:

Aus meiner Sicht ist das ganz klar die Versuchung, Texte ohne Kontrolle zu übernehmen und zu veröffentlichen. Das ist verlockender, als manche vielleicht annehmen. Denn hat man erst einmal zwanzig astreine Texte generiert, dann ist es leicht anzunehmen, dass alle Texte in Ordnung sein werden. Das Problem dabei ist, dass die Systeme noch nicht zuverlässig erkennen können, wann sie einen falschen Kontext übernehmen – sei das aus Fehl- oder Falschinformationen oder einfach, weil ein Ungleichgewicht in den Daten herrscht. Das heißt, auch wenn die Texte noch so gut sind, sollten sie niemals ungeprüft publiziert werden. 

Unternehmen können unterdessen, sofern sie den Azure OpenAI Service von Microsoft nutzen, auf diverse KI-Integrationen von OpenAI zugreifen. Auch das populäre Tool ChatGPT wird in diesem Kontext zeitnah integriert, wie CEO Satya Nadella kürzlich bestätigte.

2. Ohne Umwege: Social Comments GPT für Chrome als Erweiterung

Wenn du ChatGPT einsetzen möchtest, um für dich Social-Kommentare zu erstellen, gibt es inzwischen auch eine Chrome-Erweiterung, die dir in Sekundenschnelle Ergebnisse liefert. Mit einem Klick lassen sich dank des Tools Social Comments GPT Kommentarbeiträge für LinkedIn und Instagram generieren. Für dieses Tool zeichnet der Entwickler Christian Cepe verantwortlich. Der Tool-Experte Jens Polomski stellt es auf LinkedIn vor und schreibt:

Ein Vorteil (im Vergleich zu anderen Lösungen) ist hier die Integration. Jeder ‘Umweg‘ sorgt für eine schlechte Erfahrung. Mit dieser Integration findest du ein GPT-3 Icon direkt dort, wo du es brauchst: in den Kommentaren! Ein Klick und nach wenigen Sekunden bekommst du einen passenden Text erstellt.

Von Vorteil ist auch, dass das Tool quelloffen ist. Sofern du die Erweiterung verwendest, wird die Option in der Kommentarspalte mit einem OpenAI-Logo angezeigt. Auch hier gilt es jedoch, den Inhalt einmal selbst zu überprüfen.

Mithilfe des Tools kannst du auch auf Instagram Kommentare von ChatGPT generieren lassen, eigener Screenshot
Mithilfe des Tools kannst du auch auf Instagram Kommentare von ChatGPT generieren lassen, eigener Screenshot

In unserem Digital Bash – Marketing Automation wird es auch vielfach um KI-Tools uns ihre Auswirkungen gehen. Im Panel mit den Expert:innen Joana Rüdebusch, Yvonne Teufel, Malte Landwehr, Jens Polomski und Tom Klein werden die Potentiale und Limitierungen sowie Gefahren von Tools wie ChatGPT und Midjourney AI diskutiert. Sei am 7. Februar dabei!

Unser Panel beim Digital Bash – Marketing Automation
Unser Panel beim Digital Bash – Marketing Automation


3. Mit Midjourney AI die Designarbeit erledigen lassen

Ein weiteres KI-Tool, das derzeit hoch im Kurs steht, ist Midjourney AI. Mithilfe dieses Tools kannst du Logos und Bilder in spektakulärem Design erstellen lassen – in Sekundenschnelle. UI und ZUX Designer Florian Hübner nennt das Tool auf LinkedIn „das Napster der 2020er Jahre ohne rechtliche Konsequenzen.“ Weiter schreibt er:

Erspart im Contentbereich viel Aufwand. Und wird eure ‘Inspirationsarbeit‘ auf den Kopf stellen.

Um Midjourney AI in der Betaversion nutzen zu können, musst du dich bei Discord anmelden und dich für die Betaversion anmelden. In der Folge kannst du einem Newbies Channel beitreten. Dann kannst du über den Befehl /imagine verschiedene Eingaben vornehmen. Beim Beispiel „AI Marketing Work“ habe ich diese ersten Entwürfe erhalten.

Beispiele für die von Midjourney AI generierten Bilder, © Midjourney AI
Beispiele für die von Midjourney AI generierten Bilder, © Midjourney AI

Du kannst neue Resultate erhalten, wenn du auf den Refresh Button klickst. Außerdem kannst du auch nur deine favorisierte Version auswählen. Du kannst zunächst 25 Bildsequenzen umsonst erstellen lassen, dann fordert sich Midjourney AI zum Abschluss eines Abonnements auf.

Zu beachten ist bei diesem Tool besonders, dass es ähnliche wie Stable Diffusion und andere Tools nicht ohne Hintergrundwissen genutzt werden sollte. Denn momentan laufen in den USA bereits Klagen von Künstler:innen gegen die Unternehmen hinter diesen Tools. Der Vorwurf lautet, dass die Tools mithilfe von Unmengen an Bildern trainiert würden, um überhaupt eigenständig Visualisierungen erstellen zu können, dass diese Basisbilder aber rechtlich geschützt seien. Auch Programmierer:innen und Autor:innen haben sich zuletzt kritisch gegenüber AI Tools geäußert. Denn Schöpfer:innen der Kontextinhalte werden von den Entwickler:innen beim Training der Tools mitunter übergangen und somit potentieller Einnahmen beraubt.


ChatGPT, DALL-E und Co. waren nur der Startschuss für verschiedenste Anbieter:innen neuer KI-Technologien. Wir zeigen dir, was mit KI jetzt möglich ist und liefern dir gleich 20 konkrete Beispiele für den Einsatz der Tools.

Superintelligent wie ChatGPT: Diese neuen KI-Tools erleichtern deine Arbeit in Sekunden

© DeepMind - Unsplash, abstrakte Grafik in Violetttönen
© DeepMind – Unsplash

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