Die Übernahme von Twitter durch Elon Musk könnte schon am Freitag, dem 28. Oktober 2022, abgeschlossen werden. Nach der Kehrtwende des Multimilliardärs im Ringen um die Social-Plattform steht die Transaktion nach Angaben von Bloomberg kurz bevor. Demnach sind sieben Banken an der Finanzierung beteiligt, darunter die Morgan Stanley, die Bank of America, Barclays und die Mitsubishi UFJ Financial Group. Sie sollen rund 13 der insgesamt 44 Milliarden US-Dollar liefern, die für den Kauf anfallen.

Musk übernimmt eine extrem populäre Plattform, die jedoch derzeit mit großen Problemen zu kämpfen hat. Hochgeschätztes Personal verlässt das Unternehmen, während eine Reihe der aktivsten Twitter User nicht mehr tweetet.

„Absolute decline“: Ein internes Dokument zeigt Probleme mit User Communities auf Twitter

Reuters berichtet von einem internen Dokument Twitters mit dem aussagekräftigen Titel „Where did the Tweeters Go?“. Der Bericht befasst sich mit sogenannten Heavy Tweeters, Usern, die nur rund zehn Prozent der Nutzer:innebasis ausmachen, aber für knapp 90 Prozent der Tweets verantwortlich sind. Heavy Tweeters sind Nutzer:innen, die sich mindestens sechs- bis siebenmal pro Woche einloggen und minimal drei oder vier Tweets wöchentlich absetzen. Diese Nutzer:innen aber sind laut dem Bericht weniger aktiv als zuvor – und werden weniger.

The big communities are now in decline,

heißt es darin. Damit bezieht sich der Bericht auch auf eine Veränderung bei den Interessen der User. Themen wie Kryptowährungen und „Not Safe For Work“ (NSFW) Content – womit auch Pornografische Inhalte gemeint sind – florieren, während Themenbereiche wie News, Sport und Entertainment an Gewicht verlieren. Dabei sind gerade diese für Advertiser von Interesse.

Inwiefern Elon Musk die Plattform reformieren möchte und wird, um sie für Advertiser und diverse Creator attraktiver zu machen, bleibt abzuwarten. Erste Pläne für die stärkere Monetarisierung des Kurznachrichtendienstes hatte der Tesla-Chef allerdings bereits im Frühjahr 2022 vorgestellt. Welche Executives Musk unterstützen werden, ist ebenfalls noch unklar. Zuletzt haben viele Führungskräfte das Unternehmen verlassen, zum Beispiel mussten Kayvon Beykpour und Bruce Falck gehen. Noch-CEO Parag Agrawal hatte vor wenigen Monaten auch einen Einstellungsstopp verkündet. Laut Business Insider haben rund 1.100 Mitarbeiter:innen das Unternehmen seit Anfang Januar verlassen, davon mehr fast die Hälfte in den vergangenen drei Monaten. Viele von ihnen wechselten dann zu Google, Meta, Amazon, Spotify, Pinterest und Co. – also direkter Konkurrenz Twitters.

Die Elon Musk-Ära wird ein neues Kapitel für Twitter einleiten, dessen Erfolg sicher auch davon abhängt, welche Kernelemente der Plattform in den Fokus gerückt werden. Zuletzt wurde ein TikTok-ähnlicher Feed für den Push von Videos vorgestellt, während auch die Bereiche Shopping und Communities optimiert wurden.

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