Weltpassworttag: Beliebtestes Passwort „123456“ schon über 23 Millionen Mal gehackt

Weltpassworttag: Beliebtestes Passwort „123456“ schon über 23 Millionen Mal gehackt

Der 6. Mai ist Welttag des Passworts. Grund genug für alle User, einmal über die eigenen Passwörter nachzudenken. Denn wer keinen Passwortgenerator nutzt, um möglichst schwer zu knackende Zeichenkombinationen einzusetzen, läuft Gefahr, dass der Account gehackt wird. Insbesondere, wenn auf Klassiker wie „123456“ oder „password“ zurückgegriffen wird. Diese Passwörter knacken Hacker in weniger als einer Sekunde. Trotzdem werden sie am häufigsten verwendet, wie eine aktuelle Studie von NordPass offenbart. Darin zeigt sich auch: Passwörter wie „ichliebedich“, „bayern“ oder „user“ haben ebenfalls noch Konjunktur. Da User-Daten aber längst zum wertvollen Gut geworden sind, ist die Sicherheit der Accounts, für die solche Passwörter eingesetzt werden, stark gefährdet.

„Ein schwaches Passwort ist eine gefundene Einladung für Hacker“

Gemeinsam mit einem Drittanbieterunternehmen, das eine Datenbank mit geleakten Passwörtern ausgewertet hat, hat NordPass eine Passwortstudie erstellt. Dabei wurden die 200 populärsten Passwörter in Deutschland aus dem Jahr 2020 ermittelt. Ganz oben auf der Liste: „123456“. Die meisten User wissen wohl, das ein solches Passwort nicht sicher ist. Daher muss man sich fragen, ob Nutzer:innen derlei Passwörter nicht auch häufig für Accounts einsetzen, denen die User keine große Schutzwürdigkeit zuschreiben. Immerhin ist dieses Passwort laut NordPass-Daten bereits über 23 Millionen Mal geknackt worden. Auch die Kombination „123456789“, die auf Platz zwei rangiert, hat schon über sieben Millionen Hacks erfahren.

Schon auf Platz vier befindet sich das Passwort „password“. Laut der Studie nutzten über 850.000 User das Passwort in Deutschland 2020. Und es kam zu über 3,7 Millionen Hacks.

Die Top 10 der Passwörter in Deutschland 2020, NordPass.
Die Top 10 der Passwörter in Deutschland 2020, © NordPass

Wie gefährlich solch unbedachte Passwortnutzung sein kann, betont auch Robert E.G. Beens, Gründer und CEO der datenschutzfreundlichen Suchmaschine Startpage. In einem Statement gegenüber OnlineMarketing.de sagt er:

Simpel statt sicher. Eine Einstellung, die uns bei unseren Online-Aktivitäten schnell zum Verhängnis werden kann. Einfach und bequem wird ein Passwort wie 1234 oder qwertz gewählt, um unser Online-Konto – vermeintlich – zu schützen. Wirklich sicher sind die Daten so nicht. Ein schwaches Passwort ist eine gefundene Einladung für Hacker. Mit etwas krimineller Energie ist das Konto schnell kompromittiert. Persönliche Daten wie die Email-Adresse, Kreditkartendetails oder gar Daten über den eigenen Gesundheitszustand geraten in die Hände unbekannter Dritter. Keine schöne Vorstellung.

Wenn plötzlich Unternehmensinformationen öffentlich zugänglich sind

Nun mag ein schwaches Passwort bei einem unwichtigen Account im Netz weniger Folgen haben als ein solches bei einem Konto, das zahlreiche Personendetails und vielleicht sogar Zahlungsinformationen speichert. Richtig kritisch kann es zudem auf Unternehmensebene werden. So nutzte Nissan für einen der eigenen Git Server die Passwort- und User-Namen-Kombination „admin“ und „admin“. Die Daten wurden geleakt und zahlreiche unternehmensinterne Informationen waren (codiert) öffentlich einsehbar.

Auch beliebt bei den Passwörtern: Liebesbekundungen, Namen und Hinweise auf Lieblingsvereine

Unter den Top 200 der populärsten Passwörter aus dem Jahr 2020 finden sich auch zahlreiche Vornamen wie „daniel“, „michael“ oder „michelle“. Außerdem haben Nutzer:innen häufig Wörter eingesetzt, die auf Liebesbeziehungen hindeuten. Dazu zählen „ichliebedich“ oder „iloveyou“, das es immerhin auf Platz zwölf schafft. Hacker knackten das Passwort „iloveyou“ über 1,6 Millionen Mal.

Die Passwörter „schalke04“, „bayern“ oder „dortmund“ erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Hinweise auf Geräte – „apple“ oder „samsung“ – sowie auf Serien wie „pokemon“ oder „naruto“ sind zudem häufig vertreten. Neben diversen Zahlenkombinationen, die beliebt sind – darunter auch „0000“ oder „111111“ – schrammt das Passwort „dragon“ auf Platz elf nur knapp an der Top Ten vorbei. Auf all diese Passwörter sollten User aber eigentlich verzichten. Chad Hammond, Cybersecurity-Experte von NordPass, warnt:

Zum Beispiel kann dein schwaches Passwort für Credential-Stuffing-Angriffe genutzt werden, wo die veröffentlichten Login-Daten für weitere Zugriffe auf andere Konten verwendet werden. Wenn du Opfer eines Credential-Stuffing-Angriffs wirst, kannst du deinen Facebook- oder einen anderen wichtigen Account mit allen Inhalten verlieren. Außerdem kann deine E-Mail-Adresse für Phishing-Attacken benutzt werden oder, um deine Freunde und Familie zu betrügen, da sie denken, dass Mails von dir kommen. Schwache Passwörter sind darüber hinaus anfällig für Brute-Force-Angriffe

Zum besseren Passwortschutz die Privatsphäre in die eigene Hand nehmen

Die Auswertung von NordPass zeigt, wie wenig der Datenschutz in Sachen Passwortgenerierung bisher Einzug gehalten zu haben scheint. Dabei ist klar: Nutzer:innen sollten ihre Passwörter überarbeiten, um ihre eigenen Daten zu sichern. Robert E.G. Beens erklärt:

Wie können wir uns also besser schützen? Wir müssen unsere Privatsphäre in die eigene Hand nehmen. Angefangen bei der Wahl eines starken Passwortes: Nicht zu kurz, möglichst viele Zeichenklassen, also Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, idealerweise kombiniert mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ratsam ist auch ein vertrauensvoller Passwortmanager. Wir sollten aber auch bedenken, dass jedes Mal, wenn wir ein Nutzerkonto – und somit ein Passwort – erstellen, wir unsere persönlichen Daten einem Unternehmen anvertrauen. Das bedeutet, dass dort Informationen über uns gesammelt und in einem Profil zusammengetragen werden.

Auch NordPass hat ähnliche Tipps parat. Das Unternehmen rät ebenso dazu, Accounts, die User nicht mehr nutzen, endgültig zu löschen. Wichtig ist zudem die regelmäßige Prüfung der Account-Sicherheit und der Passwörter. Der Einsatz von Passwortgeneratoren oder -Managern wird ebenfalls von vielen Expert:innen empfohlen. Wie sicher deine Passwörter sind, kannst du in diversen Prüf-Tools online herausfinden.

Falls du eines der genannten Passwörter nutzt oder dir nicht sicher bist, ob deine Passwörter wirklich stark genug sind, kannst du den Weltpassworttag zum Anlass nehmen, um einmal eine gründliche Prüfung vorzunehmen. Vielleicht startest du damit bei deinen wichtigsten und datenreichsten Konten. Für Hacker sind schließlich leicht zu knackende Passwörter wie „123456“ oder „password“ zunächst interessanter.

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Diese Ads will dir Facebook nicht zeigen: Signal wegen zu ehrlicher Werbekampagne gesperrt?

Diese Ads will dir Facebook nicht zeigen: Signal wegen zu ehrlicher Werbekampagne gesperrt?

„Du siehst diese Werbung, weil du als Lehrerin arbeitest, vom Sternzeichen Löwe und außerdem Single bist“: Wer sich von dieser Aussage angesprochen fühlt, würde sich wohl erst einmal erschrecken, eine Werbeanzeige mit diesem Inhalt auf Instagram zu entdecken. Dass Facebook allerdings genau solche Informationen über seine User sammelt, wollte der Messenger Signal nun mit einer Werbekampagne zeigen.

Die Plattform versuchte, Targeted Ads zu erwerben, welche den Instagram Usern statt eines Werbeinhalts die durch sensible Daten, die Facebook über sie sammelt, bloßgestellten Personendetails präsentiert hätten. Persönliche Informationen zu Beruf, Standort, Interessen, sexueller Orientierung und mehr wären den Nutzer:innen offen dargelegt worden. Doch Facebook war, so behauptet Signal, von dieser Idee alles andere als begeistert, und sperrte prompt Signals Werbekanal.

© Signal

Scharfe Kritik an Facebooks unzureichendem Datenschutz

Signal berichtete auf dem Blog des Unternehmens von der Aktion, und fand mit Blick auf Facebooks Datenschutz und Transparenz deutliche Worte. Die Plattform sammle eine Unmenge an Informationen über ihre User. Doch sie weigere sich, den Nutzer:innen zu zeigen, wie genau ihre Daten verwendet werden:

Companies like Facebook aren’t building technology for you, they’re building technology for your data. They collect everything they can from FB, Instagram, and WhatsApp in order to sell visibility into people and their lives. […] Facebook is more than willing to sell visibility into people’s lives, unless it’s to tell people about how their data is being used. Being transparent about how ads use people’s data is apparently enough to get banned; in Facebook’s world, the only acceptable usage is to hide what you’re doing from your audience.

Streit um Echtheit der Ads

Facebook reagierte mit einem Statement auf die Kampagne. Die Plattform behauptet, Signal hätte nie versucht die Ads auszuspielen, und Facebook hätte den Werbe-Account dementsprechend auch nicht gesperrt. Stattdessen handle es sich um einen PR-Stunt des Messengers. Signal meldete sich daraufhin mit weiteren Screenshots zu Wort, die beweisen sollen, dass tatsächlich versucht wurde, die Werbekampagne zu starten. Die Ads seien abgewiesen und Signals Werbekonto gesperrt worden.

Facebook reagierte erneut, und wies darauf hin, dass die Screenshots von Anfang März stammen. Zu diesem Zeitpunkt, so Facebook, sei Signals Werbekonto wegen eines unverwandten Zahlungsproblems kurzzeitig gesperrt worden. Ob echte Werbekampagne oder reiner PR-Stunt: Signal dürfte mit der Aktion nicht nur erfolgreich auf Facebooks Mängel, sondern auch auf sich selbst als Alternativoption aufmerksam gemacht haben.

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8 von 10 Usern brechen aufgrund mangelnder Produktinformationen ihren Einkauf ab

8 von 10 Usern brechen aufgrund mangelnder Produktinformationen ihren Einkauf ab

Das Produkt passt eigentlich perfekt, wird dann aber nicht gekauft. Das ist wohl eines der ärgerlichsten Szenarien im Online-Handel. Schließlich waren die Käufer:innen eigentlich schon überzeugt. Woran scheitert der Abschluss dann? Eine Studie von Akeneo, einem Anbieter von Product-Experience-Management-Lösungen für Händler:innen und Marken, zeigt, dass 81 Prozent der Befragten einen Einkauf bereits aufgrund fehlerhafter oder mangelnder Produktinformationen abgebrochen haben.

Was ist wichtig? Transparenz, Qualität, Nachhaltigkeit und ausreichende Informationen

Befragt wurden 3.500 Verbraucher:innen aus sieben verschiedenen Ländern. Besonders in Europa legen Verbraucher:innen zunehmend Wert auf transparente Angaben in Online Shops. Deutsche Käufer:innen legten dabei am meisten Wert auf Zertifikate und Qualitätssiegel (55 Prozent), dicht gefolgt von Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten (54 Prozent).

Dabei vertrauen die deutschen Käufer:innen auf Informationen auf Online-Marktplätzen (25 Prozent), gefolgt von Fachgeschäften (23 Prozent) sowie Händler:innen-Websites und Online-Preisvergleichsseiten (jeweils 22 Prozent). Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich empfanden die Befragten Informationen aus Mobile Apps und Social Media als am wenigsten hochwertig (15 und 11 Prozent).

Verbraucher:innen sind bereit, mehr Geld für ausführliche Informationen auszugeben

Dabei informieren Verbraucher:innen sich nach eigenen Angaben ausführlich im Netz, ehe sie einen Kauf tätigen. 81 Prozent gaben an, auch in dem Fall online zu recherchieren, wenn sie ein Produkt stationär erwerben. Dabei legen die Befragten großen Wert auf aussagekräftige Produktbeschreibungen (53 Prozent) und detailliert aufgeführte technische Funktionen (50 Prozent). Gleichzeitig bedeutet das, dass Verbraucher:innen den Kauf abbrechen, wenn diese Informationen nicht zufriedenstellend aufgeführt werden. 81 Prozent haben aus diesem Grund den Kauf bereits abgebrochen, 53 Prozent den Artikel deswegen retouriert. Im Umkehrschluss würden 53 Prozent der deutschen, 46 Prozent der französischen und 37 Prozent der britischen Kund:innen einen Aufschlag von zehn Prozent oder mehr für präzise Produktinformationen zahlen. So zieht Tobias Schlotter, General Manager Central & Eastern Europe bei Akeneo, das Fazit:

Unsere Studie zeigt, dass Verbraucher in Europa sich vor dem eigentlichen Kauf eines Artikels umfassend darüber informieren und daher verstärkt Wert auf detaillierte, präzise und konsistente Produktinformationen legen. Weitere Pluspunkte gibt es für Marken, die transparent über die Regionalität ihrer Produkte, Umweltschutzaspekte oder ihren CO2-Fußabdruck informieren. Für Unternehmen bedeutet das, sich dringend mit dem Thema Product Experience auseinanderzusetzen, um diese Anforderungen zu erfüllen und sich damit gegenüber ihren Wettbewerbern zu behaupten.

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Trumps Facebook-Bann ist „unangemessen“ – und bleibt vorerst doch bestehen

Trumps Facebook-Bann ist „unangemessen“ – und bleibt vorerst doch bestehen

Das unabhängige Oversight Board für Facebook hat den von der Plattform ausgesprochenen Bann für den Ex-US-Präsidenten aufrechterhalten, fordert Facebook aber auf, selbst eine finale Entscheidung zu treffen. Im Januar 2021 hatte Facebook den Account des zu diesem Zeitpunkt sich noch im Amt befindlichen Donald Trump auf unbestimmte Zeit gesperrt. Grund war der gewaltvolle Sturm des Kapitols in Washington, D.C., der von durch den Ex-Präsidenten aufgestachelten Anhänger:innen seiner Person vollzogen wurde. Da er für die Aufrufe zu Gewalt und den Missbrauch seiner Amtsmacht auch Facebook und Instagram nutzte, wurde er gesperrt. Mark Zuckerberg erklärte via Facebook:

Wir glauben, dass die Risiken, die der Präsident während dieser Zeit weiterhin unseren Dienst in Anspruch nehmen, einfach zu groß sind. Daher verlängern wir den Block, den wir auf seine Facebook-und Instagram-Konten platziert haben, auf unbestimmte Zeit und um mindestens die nächsten zwei Wochen, bis der friedliche Amtswechsel abgeschlossen ist.

Ende Januar wurde dann angekündigt, dass das unabhängige Oversight Board für Facebook final entscheiden solle, ob Trumps Accounts gesperrt bleiben. Die Entscheidung wurde mit Spannung erwartet, nun ist sie da – und doch nicht final.

„Facebook hat keine angemessene Strafe verhängt“

Die Entscheidung des Oversight Boards wird auf der Website desselben im Detail erläutert. Dabei wird die Entscheidungsfindung auch im Kontext der Ereignisse, die zum Bann von Donald Trump geführt haben, dokumentiert. So heißt es etwa:

Given the seriousness of the violations and the ongoing risk of violence, Facebook was justified in suspending Mr. Trump’s accounts on January 6 and extending that suspension on January 7.

Erwartet wurde vom Oversight Board – in dem unter anderem Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman, die ehemalige dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt und der Director der Human Rights Watch Global Alliances and Partnerships, Maina Kiai, sitzen – allerdings eine klare Entscheidung hinsichtlich des Fortbestehens von Trumps Bann auf Facebook und Instagram. Bezogen auf die Frage, ob Donald Trump künftig auf diesen Plattform wieder aktiv sein kann, wurde die Verantwortung jedoch nochmals verschoben. Zwar hat das Board entschieden, dass der Bann aufrechterhalten bleiben wird. Aber gleichzeitig wird in dem Beschluss festgehalten, dass die Strafe vonseiten Facebooks nicht mit den grundlegenden Regularien der Plattform übereinstimmt. Sie sei nicht angemessen, da Facebook in der Regel zu einer dieser drei Strafmaßnahmen greift:

  • der Account, der gegen die Richtlinien verstößt, wird entfernt
  • der Account, der gegen die Richtlinien verstößt, wird für eine festgelegte Zeit gesperrt
  • Content-Elemente (eines Accounts), die gegen die Richtlinien verstoßen, werden entfernt

Der Ball wird Facebook nun zurückgespielt

Das Oversight Board hat Facebooks eigentlich temporäre Entscheidung toleriert, fordert aber zugleich konkretere Maßnahmen. Diese müssen mit den eigenen Richtlinien in Einklang stehen. Auf diese Weise vermeidet das Oversight Board eine harte Entscheidung zu fällen – was die Relevanz dieses unabhängigen Entscheidungsgremiums wieder zur Debatte stellt. Facebook muss nun innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Strafperiode, also bis zum 7. Juni 2021, selbst final über die Zukunft der Donald Trump Accounts auf den eigenen Plattformen entscheiden.

Die Option, nur Content zu entfernen, der gegen Richtlinien verstoßen hat, dürfte wegfallen. Trump hat schließlich wiederholt die Grenzen des auf Facebook und Instagram Sagbaren überschritten und mit seinen Gewaltaufrufen eine geradezu ganzheitliche Verletzung von Facebooks Regeln begangen. Demnach bliebe Facebook nur die Wahl zwischen einer Account-Löschung und einer konkret begrenzten Sperrung. Würde Facebook Trump eine baldige Rückkehr in Aussicht stellen, dürfte das zu massiver Kritik führen. Insbesondere, da ein nicht-prominenter User für vergleichbare Verstöße sehr wahrscheinlich von der Plattform verbannt werden würde.

Allerdings könnte Facebook eine Account-Entfernung als logische Folge der Handlungen des Ex-Präsidenten darlegen. Zudem würde man mit dieser Entscheidung der Social-Plattform Twitter, die Donald Trump exzessiv nutzte, folgen. Twitter sperrte Trump infolge der Vorkommnisse in Washington, D.C. und seiner Rolle dabei permanent. Von Facebook und CEO Mark Zuckerberg ist nun eine Entscheidung zu erwarten, die auch ein Fingerzeig dafür sein kann, wie die größten sozialen Medien künftig mit Prominenten verfahren, die gegen Richtlinien verstoßen oder diese Plattformen für unlautere Zwecke nutzen.

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Instagram: Limited Interactions Feature schränkt ganze User-Gruppen ein

Instagram: Limited Interactions Feature schränkt ganze User-Gruppen ein

Soziale Medien sind für viele ein inspirierender Ort, doch Social Media kann teilweise auch toxisch sein. Die großen sozialen Plattformen bringen immer wieder Features heraus, die User vor Mobbing, Hate Speech oder Belästigung im Netz schützen sollen. So können User auf Instagram andere Personen blockieren oder deren Interaktionen mit dem eigenen Content einschränken. Doch dies kann ein zeitaufwendiges Unterfangen sein, wenn es sich um eine größere Gruppe von Menschen handelt. Mit dem im April vorgestellten Feature „Limited Comments“, das nun in „Limited Interactions“ umbenannt wurde, können Gruppen von Followern zeitweise eingeschränkt werden.

Screenshot Instagram, © InstaLeaks

Auf dem Screenshot, den InstaLeaks auf Twitter gepostet hat, ist der Infobildschirm zu den Limited Interactions auf Instagram zu sehen. Demnach können User unter vorgeschlagenen Gruppen auswählen, welche sie einschränken möchten. Deren Nachrichten und Kommentare werden bis auf weiteres nicht für andere User angezeigt, außer der betroffene Account lässt sie zu. Folgende Gruppen werden von Instagram zum Einschränken vorgeschlagen:

  • Accounts, die dir nicht folgen
  • Neue Follower (unter einer Woche)

Auch den Zeitraum, für den die Interaktionen dieser Accounts eingeschränkt werden sollen, können User selbst bestimmen. Das Feature dürfte demnach eher für große Accounts interessant sein, die vielleicht auch mit Spam-Kommentaren unter ihren Posts zu kämpfen haben. Die meisten kleineren Accounts dürften keine großen Probleme haben, einige ungewollte Nachrichten oder Kommentare händisch zu löschen. Accounts, die von Mobbing und Hate Speech betroffen sind, können in ihren Privatsphäreeinstellungen unter dem Punkt Kommentare Begriffe festlegen, die in Kommentaren direkt verborgen werden.

User, für die das Limited Interactions Feature bereits freigeschaltet ist, finden es in den Privatsphäreeinstellungen. Wann es für alle ausgerollt wird und ob es sich dabei um die finale Version handelt, ist noch unklar.

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Pocket Guide von LinkedIn: So geht kreatives B2B Marketing

Pocket Guide von LinkedIn: So geht kreatives B2B Marketing

LinkedIn hat einen neuen Pocket Guide herausgebracht, der Werbetreibenden eine Übersicht von erfolgreichen Kampagnen und Insights rund um das Thema B2B Marketing geben soll. Die Infografik ist dazu angedacht, Marketern zu vermitteln, dass B2B Marketing nicht langweilig ist, sondern faszinierend und unterhaltsam sein kann. Denn viele Werbetreibende im B2B-Bereich hätten dies noch nicht erkannt, wie Alex Rynne, Content Creator bei LinkedIn, erklärt:

I’d wager very few B2B marketers still believe B2B is boring by nature. But many of us are still stuck at stage two — it doesn’t have to be boring, implying that it’s okay if it is boring sometimes. […] The final stage of our B2B marketing transformation is a subtle but fundamental mindset shift: We need to stop treating B2B as something inherently boring that we can spice up with humor or emotional appeal. 

© LinkedIn

Fokus auf Entertainment und Kreativität

Der Pocket Guide umfasst vier Beispiele erfolgreicher B2B-Kampagnen. Eine davon ist die Microsite des Pharmaunternehmens Novartis, welche ihren Besucher:innen eine virtuelle Museumserfahrung bietet. Durch kreatives Storytelling wird die Geschichte der Entwicklung von Pharmazeutika zu einer spannenden Werbekampagne.

Ein weiteres Beispiel ist ein Video der Content-Marketing-Plattform Uberflip. In diesem wird die Plattform auf spielerische Weise erklärt, nachdem die Zuhörerin im Video den Erklärer darum bittet, ihr Uberflip so zu erklären, als ob sie fünf Jahre alt wäre.

Laut LinkedIn haben alle der Beispielkampagnen gemeinsam, dass sie sowohl informativ als auch unterhaltsam sind. Der Fokus sei auf Aspekte gesetzt, welche das Produkt interessant machen. Dieser Ansatz sei erfolgreicher, als die Kampagne von vornherein als langweilig abzustempeln, und zu versuchen, dennoch irgendwie die Aufmerksamkeit der potenziellen Käufer:innen zu gewinnen. Im Folgenden kannst du dir die Infografik im Detail anschauen.

© LinkedIn via Social Media Today

Dieser Pocket Guide ist nicht die erste Übersicht, die LinkedIn zum Thema B2B Marketing herausgebracht hat. Hier findest du eine Infografik mit Tipps zur Erstellung von Inhalten, die deine anvisierte Zielgruppe besser ansprechen.

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