Re:Make: Kultwerbung als TikToks neu inszeniert

Re:Make: Kultwerbung als TikToks neu inszeniert

Werbung auf TikTok war vor ein, zwei Jahren noch kaum ein Thema für viele Marken. Inzwischen gehört die riesige Plattform fest zum Repertoire der Social Media und ist aus so manchem Werbemix nicht mehr wegzudenken. Insbesondere die Kreativität der User ermöglicht Werbetreibenden ganz neue Ansätze. Nun startet TikTok die Kampagne Re:Make und adaptiert ältere populäre Werbespots. Diese werden als TikToks quasi neu verfilmt und sollen gleichzeitig die Fantasie der Community anregen. Für beteiligte Marken ist das eine große Chance.

„Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“ – Snickers, Skittles und Old Spice als Beispiel-Ads für neue Re:Make TikToks

Werbung beeinflusst unsere Kultur. Slogans und Zitate aus bekannten Clips werden nicht nur in sozialen Medien, sondern auch im Alltag gern wiederverwendet. In diesem Sinne hat TikTok mit Re:Make nun dazu aufgerufen, populäre Werbeclips neu zu inszenieren. Zusammen mit einigen Marken und Agenturen hat die Social-Plattform bereits drei bekannte Ads mit aktuellen TikTok Creatorn neu dargestellt.

Da ist zum einen die bekannte Snickers Super Bowl Ad von 2010 mit Schauspielerin Betty White, die die auch in Deutschland später erfolgreiche Kampagne mit dem Titel „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“ einleitete:

Die Ad wurde von USA Today als eine der fünf besten Super Bowl Ads eingestuft und hat bis heute 47 Cannes Lions gewonnen. TikTok Creator Ross Smith hat die Ad zusammen mit seiner Großmutter neu aufgelegt:

@rosssmith

You really shouldn’t hit the gym when you’re hungry @domitrick @snickersbar #SnickersPartner #BettyWhite #TikTokReMake

♬ original sound – Ross Smith

Zum anderen hat TikTok die berühmte Skittles-Touch-Kampagne von Mars aus dem Jahr 2007 wieder aufgegriffen:

Die TikTokerin Maddi Winter hat auf der Plattform nun ihre eigene Version der unglückseligen Auslegung von „Touch the Rainbow“ präsentiert:

@maddiwinter

not me dissolving an entire building🙃#SKITTLEStouch #tiktokremake #ad

♬ skittles touch official skittles – skittles

Außerdem wurde die Kampagne „The Man Your Man Could Smell Like“ (im Original mit Football und Model-Star Isaiah Mustafa) von Old Spice reinszeniert. Diese Kampagne war ebenfalls schon 2010 veröffentlicht worden und konnte weltweit über 100 Awards gewinnen.

Nun hat sie der Creator Munya Chawawa bei TikTok für Old Spice neu interpretiert:

@oldspiceuk

What’s better than a man smelling of Old Spice! Ain’t that right @munyachawawa #fyp #OldSpiceCaptain #foryourpage

♬ original sound – Old Spice UK

Neuer Hashtag soll Community dazu aufrufen, Ad Remakes zu veröffentlichen

Unter dem Hashtag #TikTokReMake können diverse Creator ihre eigenen Clips zu den populären Kampagnen veröffentlichen. Bisher hat der dieser Hashtag kurz nach dem Kampagnenstart bereits über 70 Millionen Views generiert. Dazu tragen auch bekannte Creator bei, die ihre eigenen Versionen der Ad-Reinszenierung anbieten. So zum Beispiel auch die Influencerin Kris HC (@kallmekris), die bei TikTok über 33 Millionen Follower hat:

@kallmekris

#stitch with @skittles All the usual characters seem to have the #SkittlesTouch now #ad #tiktokremake

♬ skittles touch official skittles – skittles

Nun sind nicht alle Videos, die bei TikTok mit diesem Hashtag eingestellt werden, auch tatsächlich mit einer der berühmten Kampagnen verknüpft. Doch für die Brands ist die Idee der Wiederverwertung von gut funktionierendem Content dennoch vorteilhaft. Old Spice, Snickers und Skittles werden auf der populären Plattform wieder stark thematisiert. Das könnte zu einen Nachfrageplus führen; denn nicht nur Werbung, sondern auch Social Media wie TikTok prägen unsere Kultur. Kinney Edwards, Global Head of Creative Lab bei TikTok, sagt:

We’re excited to be partnering with three legendary brands, creative agency BBDO and The Hive (Mars Wrigley’s in-house social team), to revisit some of the most celebrated campaigns in advertising history, and to see TikTok creators breathe new life into these beloved brands‘ award-winning creative.

Unter dem Hashtag #TikTokReMake kannst du dir selbst einen Eindruck von den neuen Clips verschaffen oder deine eigene Interpretation online stellen. TikTok möchte schon bald weitere berühmte Werbespots in diese Kampagne integrieren. Welche Marke auch immer involviert sein wird, sie dürfte sich im Zuge dessen großer Aufmerksamkeit erfreuen. Und die kooperierenden Brands wissen das TikTok-Motto zu beachten: „Don’t Make Ads. Make TikToks.“ – wobei es im Falle von Re:Make in etwa auf das Gleiche hinausläuft.

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Make-over: Instagram überarbeitet zwei beliebte Trend Tools

Make-over: Instagram überarbeitet zwei beliebte Trend Tools

Wer sich in den vergangenen Wochen und Monaten etwas damit beschäftigt hat, wie man auf Instagram erfolgreich ist, dürfte an Reels und Stories nicht vorbeigekommen sein. Während Reels gut funktionieren, um neue Follower zu erreichen und perfekt zu der Video-Schiene passen, die Instagram ab sofort fährt, können in Stories die eigenen Follower stärker gebunden werden. Sticker mit Umfragen zum Beispiel können viel Engagement hervorrufen und dem Account helfen. Für beide Features – Reels und Umfragensticker in Stories – hat Instagram nun neue Nachrichten.

Hinweis: „Dieses Reel hast du bereits geguckt“

Reels sind kurze, meist kreative Videos, durch deren Feed in Instagram man sich endlos durchscrollen kann. Entdecken User dabei Creator oder bestimmte Audios, können sie auf deren Unterseiten gehen und Reels gucken, die von einem Creator erstellt wurden, oder eben alle Reels, die das eine Audio verwenden. Der Social-Media-Experte Alessandro Paluzzi entdeckte nun, dass Instagram daran arbeitet, bereits geguckte Reels auf diesen Übersichtsseiten entsprechend zu markieren.

Auf seinen Screenshots ist zu sehen, wie bereits geguckte Reels mit einem „Just watched“-Hinweis versehen wurden. Dies könnte zum einen dabei helfen, neuen Content zu entdecken, ohne Videos mehrfach zu gucken. Zum anderen dürfte der Hinweis auch praktisch sein, um Reels wiederzufinden, die man geguckt, aber nicht abgespeichert hat.

Mehr Möglichkeiten für Umfrage-Sticker

Ein zweiter Test von Instagram betrifft den Umfragen-Sticker in Stories. Dieser ist ein beliebtes Tool, um das Engagement der Follower zu steigern und diese nach ihrer Meinung zu fragen. User können eine Frage stellen und zwei Antwortmöglichkeiten angeben. Dieser Sticker wird in der Story gepostet und Follower können ihre Antwort anklicken. Der Creator sieht die verschiedenen Antworten und auch Followern wird nach der Abstimmung der aktuelle Stand angezeigt. Nun arbeitet Instagram daran, mehr Antwortmöglichkeiten als zwei anzugeben.

Für alle, die auf Instagram unterwegs sind, dürften sich hiermit spannende neue Möglichkeiten ergeben, um mehr über die eigenen Follower zu lernen und nach deren Interessen zu fragen. Bisher steht bei beiden Features nicht fest, wann und ob Instagram diese ausrollt.

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Twitch startet neue, weniger disruptive Ads

Twitch startet neue, weniger disruptive Ads

Das Live-Streaming-Videoportal Twitch hat auf seine User gehört und möchte die Werbeeinblendungen bei Streams nutzer:innenfreundlicher machen. Nachdem im vergangenen Jahr bei Creatorn von der Plattform kontrollierte Mid-Roll Ads ausgespielt wurden, die auf massive Kritik stießen, soll das neue Format Stream Display Ads die Streamer im Mittelpunkt behalten. Die Werbung wiederum wird in diesem Fall eher um sie herum präsentiert. Dabei sind die Clips auf eine sehr kurze Zeitspanne begrenzt. Das soll zu weniger Disruption der Streaming-Erfahrung führen.

Streamer bleiben deutlich zu sehen und zu hören – und verdienen an den neuen Ads mit

Via Twitter teilte Twitch mit, dass aktuell die Stream Display Ads mit einigen Streamern auf der Plattform getestet werden:

Die Werbung als Stream-Anzeige besteht aus einem Spot von nur zehn Sekunden Länge. Diese Anzeige taucht beispielsweise direkt unter dem Stream oder als eine Art Wallpaper Ad um das Video herum auf.

Wallpaper-artige Stream Display Ad bei Twitch
Wallpaper-artige Stream Display Ad bei Twitch, © Twitch

Während die Anzeigen eingeblendet werden, können die Zuschauer:innen den Stream weiterhin ungestört sehen und hören; und das nicht nur in der verkleinerten Bild-im-Bild-Ansicht, wie etwa bei Mid-Roll Ads. Creator müssen darüber hinaus nichts weiter tun, um die Stream Display Ads zu nutzen. Sie selbst erhalten für jede gezeigte Werbung Einnahmen.

User können die Ads nicht schließen

Twitch hat dafür gesorgt, dass dieses Werbeformat möglichst wenig beim Rezipieren von Streams stört. Schließen oder minimieren können die User die Stream Display Ads allerdings nicht. Das Streaming-Unternehmen gibt an, dass zunächst drei solcher Ads pro Stunde bei Streams ausgespielt werden sollen. Bis zu acht zehnsekündige Werbespots könnten es aber noch werden. Die Anzahl könne variieren, da Twitch noch ermitteln möchte, wie es um die Nachfrage bestellt ist. Eine zu hohe Frequenz dieser Ads könnte die User langfristig dann ebenfalls stören und auf eine andere Art für Disruptionen sorgen. Jedoch gibt es werbefreie Alternativen auf der Plattform.

Abonnent:innen, die Creatorn mit einem werbefreiem Abo zuschauen, sehen diese Anzeigen nicht. Darüber hinaus wird diese Art von Werbung beim Launch nicht auf die werbefreie Zeit vor dem Stream angerechnet. Teilnehmende Creator können die entsprechenden Ads auf ihrem Kanal zudem deaktivieren. Wenn sie im Creator Dashboard zu Einstellungen > Partner/Affiliate > Werbung navigieren und dort die passende Einstellung vornehmen, erscheinen diese Ads nicht mehr. Streamer und User, die Feedback zu den Ads haben, können dieses im Bereich Twitch User Voice explizit teilen. Immerhin reagiert die Plattform auf diese Rückmeldungen der Community. Einnahmen möchte die Amazon-Tochter dennoch über Werbung generieren; die User und Streamer können nur beeinflussen, wie das am reibungslosesten funktioniert.

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Jetzt kannst du dich bei Twitter mit deiner Apple oder Google ID einloggen

Jetzt kannst du dich bei Twitter mit deiner Apple oder Google ID einloggen

Jetzt zieht auch Twitter nach: Nachdem der Log-in bei vielen Social Apps bereits mit Google und Apple ID möglich ist, können User sich nun auch ganz einfach damit bei der Kurznachrichtenplattform anmelden. Das verkündete der Social-Konzern jetzt über die eigene Plattform:

Damit Nutzer:innen die neue Log-in-Option in Betreib nehmen können, müssen sie die Twitter App auf die neuste Version updaten.

Nicht nur der Log-in bekommt ein Update: Twitter arbeitet mit Reuters und AP zusammen, um Desinformationen zu bekämpfen

Neben dem neuen Anmeldeverfahren gibt Twitter auch bekannt, dass der Kurznachrichtendienst ab sofort mit der Associated Press (AP) und Reuters zusammenarbeitet. Der Grund hierfür: Die Plattform möchte den Usern verlässliche Inhalte bieten. Twitter erklärt:

We are committed to making sure that when people come to Twitter to see what’s happening, they are able to easily find reliable information. Twitter will be able to expand the scale and increase the speed of our efforts to provide timely, authoritative context across the wide range of global topics and conversations that happen on Twitter every day.

Durch die Partnerschaft mit Reuters und AP hat Twitter konstanten Zugriff auf ein Redaktionsnetzwerk, das verlässliche Informationen zu aktuellen Themen bietet. Da bekannte und auch weniger bekannte User häufig sogenannte Hot Topics auf der Plattform diskutieren, könnte dies ein Vorteil für das Fact Checking Team sein, um gegen themenbezogene Desinformationen vorzugehen.

Social-Plattformen in der Klemme: Welche Maßnahmen helfen wirklich gegen Desinformationen?

Twitter bemühte sich in der Vergangenheit bereits, für die Nutzer:innen eine Quelle für verlässliche Informationen zu sein. So führte der Kurznachrichtendienst beispielsweise verschiedene Label ein, die einen Tweet als mögliche Desinformation kennzeichnet. Das brachte der Kurznachrichtenplattform bereits eine gehörige Auseinandersetzung mit Ex-US-Präsidenten Donald Trump ein.

Dass Twitter nun mit zwei renommierten Publisher-Netzwerken zusammenarbeitet, unterstreicht, dass sich der Kurznachrichtendienst der Verantwortung für die Inhalte bewusst ist. Ob diese Bemühungen ausreichen, wird sich erst in Zukunft zeigen. Denn genau wie Twitter arbeitet zum Beispiel auch Facebook ständig an Maßnahmen, um Desinformationen auf der eigenen Plattform einzudämmen. Bisher mit nur mäßigem Erfolg. Facebook ist immer noch die Nummer eins hinsichtlich der Verbreitung von sogenannten Fake News.

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Werbefreie Videos auf YouTube: Google testet Premium Lite

Werbefreie Videos auf YouTube: Google testet Premium Lite

Wer Videos auf YouTube guckt, wird um die mehr oder weniger penetranten Aufforderungen, das eigene Konto auf YouTube Premium zu upgraden, nicht herumgekommen sein. Doch das bezahlte Premium-Modell findet auf YouTube keinen reißenden Absatz. Es gibt keine aktuellen Zahlen, doch vor eineinhalb Jahren zahlten nur etwa 20 Millionen YouTube User für die Premium-Funktionen (im Vergleich: Zum gleichen Zeitpunkt hatte Spotify 113 Millionen zahlende Kund:innen). Nun testet YouTube einen neuen Ansatz, um Nutzer:innen davon zu überzeugen, für den Service zu zahlen. Das Unternehmen führt testweise YouTube Premium Lite ein.

Werbefreie Videos für 6,99 Euro im Monat

YouTube Premium Lite bietet Usern jedoch nicht einmal ansatzweise die Funktionalität, die YouTube Premium hat. Die Lite-Version verspricht lediglich ad-freie Videos. Wer für Premium zahlt, kann außerdem Videos herunterladen und im Background abspielen, hat Zugriff auf YouTube Originals und einiges mehr. Dafür zahlen Nutzer:innen derzeit 11,99 Euro im Monat. YouTube Premium Lite kostet etwas mehr als die Hälfte und wird im Test für 6,99 Euro angeboten. Derzeit testet YouTube das Modell in Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Schweden.

Deutlich weniger Funktionen für etwas weniger Geld?

Es bleibt abzuwarten, wie die Testgruppe das Modell aufnimmt. Für viele von Werbung genervte User könnten die 6,99 Euro ein Preis sein, über den es sich lohnt nachzudenken. Doch auch wenn man ohnehin kein Interesse an den anderen Premium-Funktionen hat, scheint die Bepreisung etwas zu hoch. Schließlich erhalten User nur ein Feature für etwas mehr als die Hälfte des Premium-Preises. Ohnehin werden User in den anderen Ländern noch auf die Einführung von YouTube Premium Lite warten müssen – sofern YouTube sich überhaupt entscheidet, den Service weltweit auszurollen.

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Zoom legt Streit um „Zoombombing“ bei – und zahlt 85 Millionen US-Dollar

Zoom legt Streit um „Zoombombing“ bei – und zahlt 85 Millionen US-Dollar

Das Videokonferenz-Tool Zoom erfreut sich insbesondere seit Beginn der Coronapandemie extremer Beliebtheit. Bei den jüngsten Quartalszahlen konnte das Unternehmen für das erste Quartal des Fiskaljahrs 2022 einen Gewinnzuwachs von 867 Prozent YoY verzeichnen. Doch im Laufe des komentenhaften Aufstiegs des Dienstes gab es auch Probleme. Eines davon war das sogenannte „Zoombombing“. Bei diesem Phänomen nutzen Menschen eine Screen-Sharing-Funktion, um bei Zoom Meetings einzudringen und Negativbotschaften, Hassrede oder Beleidigungen zu teilen, für Unruhe zu sorgen und dergleichen mehr. Grund dafür soll unter anderem das Datenteilen von Zoom mit Drittunternehmen wie Google, LinkedIn und Co. gewesen sein. Das Unternehmen wurde 2020 wegen mangelnden Datenschutzes angeklagt – nun soll eine millionenschwere Zahlung diesen Prozess beenden.

Zoom einigt sich auf massive Zahlung, von der auch Abonnent:innen profitieren

Lange Zeit gab es bei Zoom keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das machte das Unternehmen aber nur in mangelhaftem Maße transparent, wie es in der Klage lautet, über die unter anderem die New York Times berichtet. Erst im Juni 2020 gab es Meldungen, dass Zoom diese Verschlüsselung für alle einführen wolle. Im Herbst desselben Jahres erhielten dann auch Gratis-User die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Doch obwohl Zoom schon zuvor mit mehr Datensicherheit geworben hatte, als tatsächlich vorhanden war, musste das Unternehmen nach einem Beschluss der Federal Trade Commission keine Entschädigung an die Nutzer:innen zahlen.

Zu einer solchen sollen die zahlenden Abonnent:innen des Dienstes nun jedoch kommen. Denn im Beitrag der New York Times heißt es, dass diese User-Gruppe 15 Prozent der erstmaligen Abo-Gebühr oder 25 US-Dollar erhalten könne. Andere User könnten bis zu 15 US-Dollar an Entschädigung erhalten. Diese Zahlungen sind Teil des 85 Millionen US-Dollar schweren Pakets, das Zoom im Rahmen eines Vergleiches mit der Klageseite geschnürt hat, um einen seit Frühjahr 2020 laufenden Rechtsstreit beizulegen.

Kein Fehlverhalten eingestanden

Obwohl das Unternehmen – dem dabei mangelnder Datenschutz sowie Intransparenz in diesem Kontext vorgeworfen wurde – nun einen konstenintensiven Vergleich anstrebt, nimmt es von einem Schuldeingeständnis Abstand. In einem Statement heißt es:

The privacy and security of our users are top priorities for Zoom, and we take seriously the trust our users place in us. We are proud of the advancements we have made to our platform, and look forward to continuing to innovate with privacy and security at the forefront.

Neben den Entschädigungszahlungen, die Zoom anbietet, möchte das Unternehmen auch den Datenschutz stark verbessern. Sodass es nicht mehr zum berüchtigten „Zoombombing“ kommt. Ehe der Rechtsstreit auf diesem Wege final beendet werden kann, muss US-Bezirksrichterin Lucy Koh in San José, Kalifornien, dem Vergleich zustimmen. Nach Informationen der BBC könnte Zoom gar über 20 Millionen US-Dollar für Anwaltskosten zahlen müssen; darauf hatte die Klageseite beharrt.

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