100 Millionen User: ChatGPT ist der am schnellsten wachsende Dienst aller Zeiten

100 Millionen User: ChatGPT ist der am schnellsten wachsende Dienst aller Zeiten

Seit dem Launch des KI-Tools ChatGPT für die Öffentlichkeit Ende November 2022 hat sich der Digitalraum spürbar verändert. Microsoft drängt mit OpenAIs Unterstützung auf vielfache Neuentwicklungen von Digitaldiensten, Marketer und Entwickler:innen fürchten bereits, ihre Jobs an KI-Tools zu verlieren und Google forciert eigene KI-Projekte – samt eines interaktiven KI-Chatbots, der die Suche nachhaltig verändern könnte. Unterdessen launcht OpenAI selbst eine Reihe neuer Optionen. Dazu zählen ein AI Classifier zum Erkennen von KI-generierten Texten sowie eine neue Premiumbezahlversion, die im Abonnement erhältlich ist.

Jetzt offenbart eine Studie der US-Bank UBS, dass das viel genutzte und viel diskutierte Tool OpenAI als am schnellsten wachsender Internetdienst aller Zeiten gelten kann – sogar das rasante Wachstum TikToks kann nicht mithalten.

100 Millionen User in zwei Monaten: ChatGPT wächst immer mehr

CBS News berichtet von der UBS-Studie, die auf Grundlage von SimilarWeb-Daten ermittelt hat, dass ChatGPT im Januar 2023 knapp 13 Millionen Unique User täglich verzeichnen konnte. Im Dezember waren es noch knapp halb so viele gewesen. Seit dem Launch des KI-Tools, das inzwischen für sämtliche Zwecke – von der Textgenerierung bis hin zur Codierung – eingesetzt wird, konnte OpenAI über 100 Millionen User für den Dienst gewinnen. Dabei wurde dieser in der Testversion erst am 30. November 2022 gelauncht. Zum Vergleich: TiKTok benötigte knapp neun Monate, um 100 Millionen User zu generieren. Binnen fünf Monaten zwischen Ende 2019 und Anfang 2020 konnte die ByteDance-Tochter allerdings auch schon 500 Millionen neue User verzeichnen, wie SensorTower berichtet.

Doch ChatGPT wächst mit unvergleichlichem Tempo. Gegenüber CBS MoneyWatch erklärt UBS Equities Analyst Lloyd Walmsley:

This is the fastest consumer application I have seen to hit 100 million monthly active users in my career covering this space. The ramp has been extraordinary.

Der große Ansturm auf den ChatGPT-Dienst hat schon des Öfteren dazu geführt, das das Tool überlastet war und für viele Nutzer:innen nicht zur Verfügung stand. Auch deshalb hat OpenAI kürzlich die Premiumversion ChatGPT Plus eingeführt. Diese soll nicht nur eine schnellere Performance der KI bieten, sondern auch ohne jegliche Blackout-Fenster für die User auskommen und somit eine ständige Verfügbarkeit ermöglichen. Wer ChatGPT aber weiterhin kostenfrei nutzen möchte, kann dies ohne Probleme tun: Die verwendete KI ist dieselbe und die kostenlose Version soll laut OpenAI auch weiterhin bestehen bleiben:

We love our free users and will continue to offer free access to ChatGPT. By offering this subscription pricing, we will be able to help support free access availability to as many people as possible.

Demnach dürfte das Wachstum des Dienstes auch anhalten. Allerdings ruft die rasche Entwicklung von KI-Diensten wie diesem auch Befüchtungen in der Digitalszene hervor.


Erfahre mehr über die Auswirkungen von ChatGPT auf die Digitalbranche, wenn unsere Expert:innen beim Digital Bash – Marketing Automation im Panel darüber diskutieren, ob Texter:innen bald obsolet werden und welche Potentiale in KI-Tools stecken.

Das Panel beim Digital Bash – Marketing Automation
Das Panel beim Digital Bash – Marketing Automation


Ersetzt ChatGPT bald Marketer und Entwickler:innen?

Im Bereich Software-Entwicklung, aber auch in vielen anderen Arbeitsumfeldern könnte es zum Stellenabbau kommen, wenn KI-Technologien mehr und mehr Aufgaben übernehmen sollten. Einem Bericht von WatcherGuru zufolge, der sich auf Insights von Semafor stützt, arbeitet OpenAI bereits daran, grundlegende Coding-Aufgabne und erste Jobs im Software-Bereich obsolet zu machen, da ChatGPT für derlei Zwecke trainiert wird.

Mithilfe von OpenAIs Tool Codex lässt sich schon jetzt natürliche Sprache in Code umwandeln. Darüber hinaus fürchten inzwischen viele Menschen, sowohl im Marketing-Bereich als auch im Journalismus, über kurz oder lang von einer KI ersetzt oder teilersetzt zu werden. Nach einer aktuellen Untersuchung von Sortlist haben immerhin 23 Prozent der bei 500 Unternehmen befragten Personen im Tech- und Software-Bereich Angst vor einer Entlassung. Möglicherweise aus gutem Grund: 26 Prozent der Arbeitgeber:innen geben Personalabbau als potentielle Konsequenz der umfassenderen Integrierung der KI an. 51 Prozent derjenigen Arbeitgeber:innen, die einen Stellenabbau planen, erwägen dies im Marketing-Bereich. Allerdings erwartet auch je etwa ein Drittel der Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen eine Produktivitätssteigerung durch ChatGPT von 25 bis 50 Prozent.

Tools wie ChatGPT, Codex, der AI Classifier, aber auch Midjourney AI, DALL-E 2 und Co. haben derzeit noch viele Limitierungen und sogar Gefahrenpotentiale, derer sich die Nutzer:innen unbedingt bewusst sein sollten; einige dieser Tools und weitere spannende KI-Anbieter:innen haben wir dir in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de zusammengefasst. Dabei ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen, dass OpenAI zur Optimierung von ChatGPT schlecht bezahlte Kräfte eines Subunternehmens, das Arbeiter:innen in Kenia, Indien und Uganda beschäftigt, eingesetzt und mit teils traumatischem Content konfrontiert hat. Dennoch werden OpenAI und ChatGPT in den kommenden Monaten und Jahren für viel Veränderung sorgen. Davon zeugt das enorme Wachstum ebenso wie das Milliardeninvestment von Tech-Konzern Microsoft.


Das KI-Tool ChatGPT eröffnet dem E-Mail Marketing erstaunliche Möglichkeiten zur automatisierten Erstellung von Texten, Bildern oder Versandplänen. rapidmail beispielsweise bietet bereits eine GPT-3-Integration samt einem KI-Versandplan an. Doch viele Marketer befürchten angesichts der Optionen auch einen Jobverlust.

ChatGPT als Chance oder Ersatz für Marketer?

Ein Einsatzbeispiel aus dem E-Mail Marketing

© D3Damon, OpenAI via Canva, OpenAI ChatGPT-Grafik, E-Mail Grafik elektronischer Look
© D3Damon, OpenAI via Canva

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Kann ChatGPT mir nicht die Homepage erstellen? Digital Bash – Webhosting & Domains

Kann ChatGPT mir nicht die Homepage erstellen? Digital Bash – Webhosting & Domains

Der Digitalraum wird für dich zu einem undurchdringlichen Dschungel aus Tech- Security- und KI-Anforderungen? Das ändern wir gemeinsam mit unseren Expert:innen beim Digital Bash Webhosting & Domains am 16. Februar. Ab 9:30 Uhr werden bei unserer Web-Konferenz sämtliche Themen von ChatGPT über Website Hosting bis hin zum Angriffsvektor Domains aufgegriffen. Außerdem hast du die Chance, deine aktuell relevantesten Fragen von unseren Insidern live beantworten zu lassen – garantiert mit Wow-Faktor.

Der Button führt dich direkt zur kostenlosen Anmeldung, Speakerslides und Live-Aufzeichnung inklusive. Außerdem kannst du von überall dort aus teilnehmen, wo du Internet hast – auch mobil.

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Wieso ist Cybersecurity so langweilig?

Markus Käkenmeister

Fangfrage, denn mit unseren Expert:innen ist gar nichts langweilig. Das einzige, was lange weilt, sind die Websites, die du mit Markus Käkenmeisters Hilfe erstellen kannst. Immerhin ist nachhaltige Sichtbarkeit elementar, um eine Basis für dein Unternehmen zu etablieren. Als Head of Product Management und Marketing weiß er genau, wie du WordPress und ChatGPT einsetzen kannst, um ansprechendes Webhosting zu betreiben.

Julius Hemingway

HTML-Code, FTP, SDKs – dieser gängige Website-Hosting-Jargon kann für E-Commerce Fans ohne technischen Background oft abschreckend sein. Dennoch kannst du ohne großes Vorwissen deine eigene E-Commerce Website hosten. Julius Hemingway von Storyblok hat als Anleitung einen easy-to-use Leitfaden für Einsteiger:innen im Repertoire.

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Der digitale Angriffsvektor Nummer eins sind Domains. Dabei kann ein Angriff nicht nur deinem Unternehmen, sondern auch deinen Kund:innen und Geschäftspartner:innen schaden. Damit das jedoch gar nicht erst passiert, haben wir Daniel Strauß an Bord geholt. Als Gründer und Geschäftsführer von nicmanager weiß er, wie du dich und deine Domains schützen kannst. Better safe than sorry!

Mario Jandeck

Jetzt mal Butter bei die Fische: Was brauchst du (neben Domain Management) wirklich, um sicher im Cyberspace zu sein und womit fängst du am besten an? Geschäftsführer Mario Jandeck von Enginsight klärt all das und mehr in seinem Vortrag.

Deine Agenda für den Digital Bash – Webhosting & Domains

  • 9:30 – 9:40 Uhr: Opening: Digital Bash Webhosting & Domains am 16.02.2023
    Michelle Sobek | Moderation | Digital Bash
  • 9:40 – 10:10 Uhr: Kann ChatGPT mir nicht die Homepage erstellen?
    Markus Käkenmeister | Head of Productmanagement and Marketing | goneo Internet GmbH
  • 10:15 – 10:45 Uhr: Beginner Guide: Website Hosting für E-Commerce
    Julius Hemingway | Analyst Relations Manager | Storyblok GmbH
  • 10:50 – 11:20 Uhr: Digitale Identität und Angriffsvektor Nummer eins: Domains. Wie Domainmanagement vor Cyberangriffen schützt
    Daniel Strauß | Gründer | Geschäftsführer | nicmanager
  • 11:25 – 11:55 Uhr: Cybersecurity muss keine Rocket Science sein: Was braucht man wirklich, womit sollte man beginnen und wieso ist das Thema so langweilig?
    Mario Jandeck | Geschäftsführer | Enginsight GmbH
  • 12:00 Uhr: Key Takeaways und Abschluss
    Michelle Sobek | Moderation | Digital Bash

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Da die Zahl der Tickets limitiert ist, raten wir dir, dich so schnell wie möglich anzumelden. Sichere dir also am besten jetzt noch deinen Zugang, um sicher dabei zu sein. Wir sehen uns beim Digital Bash – Webhosting & Domains von OnlineMarketing.de. 

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ChatGPT als Chance oder Ersatz für Marketer? Ein Einsatzbeispiel aus dem E-Mail Marketing

ChatGPT als Chance oder Ersatz für Marketer? Ein Einsatzbeispiel aus dem E-Mail Marketing

Werden OpenAI und Co. mit ChatGPT, GPT-3 – und womöglich bald GPT-4 – das Marketing von Grund auf umgestalten? Wenn man die rasante Entwicklung im KI-Bereich verfolgt, ereilt so manchen Marketer sicherlich der Eindruck, dass ohne KI-Tools bald kaum noch Aufgaben bewältigt werden. Denn seit dem Launch der Super-KI ChatGPT für die Öffentlichkeit im November 2022 gehört das Tool für viele zum Medienalltag dazu. Millionen von Usern nutzen es bereits, weitere Millionen lesen tagtäglich neue Berichte über die Sprach-KI – und auch über zahlreiche andere Tools, die verschiedene Arbeitsprozesse automatisieren und in Sekundenschnelle übernehmen. So lassen sich mithilfe von ChatGPT verschiedene SEO-Aufgaben rasch bewältigen, Microsofts Text-to-Speech-KI-Modell VALL-E erleichtert die Video- und Podcast-Kreation und dank Tools wie Midjourney AI können Visuals anhand von Prompts blitzschnell generiert werden.

Doch welches Potential hat GPT-3 für das E-Mail Marketing? Und müssen sich Marketer zum Teil bereits um Jobs fürchten? Diesen Fragen gehen wir auf den Grund.

Immer mehr KI-Integrationen im Digitalbereich: Von Microsoft Azure bis hin zu BuzzFeed

OpenAI ist eines der Unternehmen der Stunde – und erhält vom Tech-Konzern Microsoft weitere Milliarden US-Dollar in Form eines Investments. Erst kürzlich hatte Microsoft CEO Satya Nadella bestätigt, dass das populäre KI-Tool ChatGPT in Microsofts Azure OpenAI Service integriert wird. Zudem überlegt der Tech-Konzern Berichten zufolge, das derzeit hochpopuläre Tool in die eigene Suchmaschine Bing zu integrieren, um Google mehr Konkurrenz zu machen. Des Weiteren könnte Microsoft ChatGPT auch in Office-Anwendungen wie Word und sogar Outlook integrieren. Diese Vorhaben wurden bislang jedoch weder von OpenAI noch von Microsoft bestätigt. OpenAIs Technologie wird jedoch vermehrt in Apps wie GitHub Copilot und Microsoft Designer integriert.

Auch das Medienhaus BuzzFeed setzt auf OpenAI. Das Unternehmen wird künftig KI-Tools des ChatGPT Engineers OpenAI verwenden, um die eigenen Inhalte zu verbessern und zu personalisieren. Das geht sowohl aus einem Memo, über das das Wall Street Journal erstmalig berichtete, und das BuzzFeed CEO Jonah Peretti kürzlich an die Mitarbeiter:innen geschickt hat, hervor als auch aus Aussagen seinerseits gegenüber The Verge. In dem Memo sagt Peretti, dass KI einer der beiden großen Trends sein wird, die die Zukunft der digitalen Medien definieren (die zweite wichtige Entwicklung seien laut ihm Creator selbst). Der CEO sagt auch, dass im Jahr 2023 KI-inspirierte Inhalte von BuzzFeed auf der Website erscheinen werden, um etwa das Quiz-Erlebnis zu verbessern und um die Inhalte personalisierter auf das Publikum auszurichten.

Das Marketing profitiert schon jetzt von ChatGPT

Ein Beispiel dafür, wie man ChatGPT aber schon jetzt aktiv in eigene Werbekampagnen integrieren kann, liefert die Marke Avocados From Mexico. Anlässlich des Super Bowls LVII am 13. Februar startete die Brand eine Kampagne samt Visual am Time Square in New York, das auch einen QR Code enthält. Über diesen gelangen Interessierte zu einer beim KI-Tool ChatGPT integrierten Seite, über die sie in Sekundenschnelle Tweets generieren lassen können, die auf die Marke verweisen. Diese Tweets sollen die User:innen während des Super Bowls absetzen, wenn es nach Avocados From Mexico geht. Darüber berichtet Asa Hiken bei Ad Age

Trotz der Limitierungen und ernüchternden Hintergrundarbeit liefert OpenAI also bereits mannigfaltige Anwendungsoptionen. Sogar eine Chrome-Erweiterung zum Generieren von Kommentaren direkt auf LinkedIn und Instagram ist schon verfügbar.

Mithilfe des Tools kannst du auch auf Instagram Kommentare von ChatGPT generieren lassen, eigener Screenshot
Mithilfe des Tools kannst du auch auf Instagram Kommentare von ChatGPT generieren lassen, eigener Screenshot

Und Google möchte dem Unternehmen und Microsoft nicht allzu lange das Feld überlassen und plant eine eigene KI-Offensive samt KI-Chatbot in der Suche und rund 20 neuen KI-Funktionen. Dabei könnte das Pathways Language Model (PaLM) unterstützen, welches 540 Milliarden Parameter nutzt – zum Vergleich: ChatGPT setzt auf 175 Milliarden Parameter.

Dass die Aktie von BuzzFeed deutlich an Wert gewinnt, seit klar ist, dass das Unternehmen vermehrt auf KI-Tools – und auf weniger menschliche Kräfte setzen wird, gibt den Arbeitnehmer:innen der Branche jedoch schon jetzt zu denken.

Müssen Marketer Angst um ihre Jobs haben?

Die Frage danach, ob KI-Tools uns die Arbeit nicht nur erleichtern, sondern langfristig sogar abnehmen könnten, ist berechtigt. OpenAI soll sogar schon daran arbeiten, mithilfe von KI die Jobs von Software-Entwickler:innen übernehmen zu können.

Zwar haben ChatGPT, Midjourney AI und Co. derzeit noch viele Limitierungen und sogar Gefahrenpotentiale. So sind die Antworten ersterer KI mitunter gar rassistisch oder schlichtweg falsch, während Erzeugnisse zweiterer möglicherweise auf Grundlage von geschützten Werken entstanden sind, zumindest auf dem Level der Trainings. Darüber hinaus wurde kürzlich bekannt, dass OpenAI zur Optimierung von ChatGPT schlecht bezahlte Kräfte eines Subunternehmens, das Arbeiter:innen in Kenia, Indien und Uganda beschäftigt, eingesetzt und mit teils traumatischem Content konfrontiert hat.

Trotzdem fürchten inzwischen viele Menschen, sowohl im Marketing-Bereich als auch im Journalismus, über kurz oder lang von einer KI ersetzt oder teilersetzt zu werden. Nach einer aktuellen Untersuchung von Sortlist haben immerhin 23 Prozent der bei 500 Unternehmen befragten Personen im Tech- und Software-Bereich Angst vor einer Entlassung. Möglicherweise aus gutem Grund: 26 Prozent der Arbeitgeber:innen geben Personalabbau als potentielle Konsequenz der umfassenderen Integrierung der KI an. 51 Prozent derjenigen Arbeitgeber:innen, die einen Stellenabbau planen, erwägen dies im Marketing-Bereich.

Allerdings erwartet auch je etwa ein Drittel der Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen eine Produktivitätssteigerung durch ChatGPT von 25 bis 50 Prozent. Wir haben uns ein konkretes Beispiel für den Einsatz der Technologie von OpenAI angeschaut. rapidmail setzt auf GPT-3 (die Basis von ChatGPT) beim E-Mail Marketing und hat Insights dazu mit OnlineMarketing.de geteilt.

Mit GPT-3 sieht die Zukunft des Newsletter Marketing anders aus 

Für den Bereich des E-Mail Marketing eröffnet die automatisierte Erstellung von Texten, Bildern oder Versandplänen ganz neue Möglichkeiten. Besonders, da Unternehmen im hektischen Alltag häufig die Zeit fehlt, um sich Gedanken über ausgefeilte und maßgeschneiderte Versandpläne oder Newsletter-Inhalte zu machen. rapidmail bietet als Erweiterung des eigenen Produktportfolios eine innovative GPT-3-Integration an. Als Option gibt es damit den neuen Bereich „Mein KI-Versandplan“.

Ab sofort neu in der rapidmail App: „Mein KI-Versandplan“, © rapidmail
Ab sofort neu in der rapidmail App: „Mein KI-Versandplan (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © rapidmail

E-Mail Marketing ermöglicht in effizienter Weise, Bestandskund:innen auf dem Laufenden zu halten und gleichzeitig personalisierte Neukund:innenakquise zu betreiben. Doch oftmals haben Unternehmen nicht genügend Ressourcen, um sich dem Thema Newsletter Marketing exklusiv zu widmen – die kreative Ideenfindungen und ausgeklügelte Texterstellung kommt im Arbeitsalltag schlichtweg zu kurz. Diesem Problem möchte rapidmail entgegenwirken.

Für eine erfolgreiche Anwendung der Funktion „Mein KI-Versandplan“ reicht bereits die Eingabe weniger Hintergrundinformationen, wie beispielsweise den Unternehmensnamen, ein paar Stichworte zu den eigenen Leistungen und ein kurzer Profiltext – und schon erstellt das Tool einen personalisierten Versandplan mit je zwei Ideen pro Monat. Für die konkrete Umsetzung hat rapidmail die KI aus der GPT-3-Familie eingesetzt, die von OpenAI entwickelt und betrieben wird. Diese KI ist in der Lage, Informationen der Kund:innen zu verstehen und so Vorschläge zu generieren, die passgenau auf die jeweiligen Branchen, Produkte und Unternehmen zugeschnitten sind.

Welche Aufgaben übernimmt die KI im E-Mail Marketing – und welche nicht?

Gegenüber OnlineMarketing.de erklärt das Team von rapidmail:

Die Nutzung von KI im Rahmen einer Newsletter Software soll eine reelle Entlastung von Marketing Teams darstellen. Die Erstellung von Themen- und Versandplänen ist hier erst ein Anfang, denn die GPT-3-KI hat das Ziel, möglichst realistisch klingende Texte zu produzieren. Doch um diese Funktionserweiterung auf einem hohen Niveau anbieten zu können, muss die Entwicklung noch ein wenig voranschreiten. Denn zum aktuellen Zeitpunkt kann es noch dazu kommen, dass die KI sich Fakten ausdenkt, Zusammenhänge verwechselt oder Logiken falsch interpretiert […] Daher ist es zurzeit noch wichtig, dass jeder Text von einem Menschen überprüft wird, um Fehler zu vermeiden.

Als Ersatz für ein Mitglied aus einem Marketing Team kommt solch eine Integration also noch längst nicht daher. Vielmehr geht es um eine Ergänzung, die den Mitarbeiter:innen Unterstützung und eine Optimierung des Workflows im Prozess der Kampagnenplanung und Texterstellung liefern soll.

Viele unserer Kund:innen kümmern sich nicht nur exklusiv um das Thema Newsletter Marketing in ihrem Unternehmen. Sie haben oft wenig Zeit und können dem Thema nicht so viel Zeit widmen, wie sie gerne würden. Daher kann eine KI gerade bei einfachen Aufgaben viel abnehmen. Außerdem wird sie eine nützliche Partnerin bei der kreativen Ideenfindung sein. Grundsätzlich sind wir aber überzeugt davon, dass es auf absehbare Zeit immer Menschen benötigen wird, die die KI steuern. KI kann aktuell sehr gut Dinge reproduzieren, aber nicht denken.

Wie schnell eine KI dann doch mehr leisten kann, wird sich in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Die raschen, weil auch einträgliche Entwicklung der Technologien wird durchaus ihre Vorteile für die Branche und deren Arbeitnehmer:innen haben. Doch es ist keineswegs auszuschließen, dass aufgrund dieses technologischen Fortschritts auch Jobs wegfallen. Indes gilt es, sich mit der Technologie zu beschäftigen und möglichst mit ihr zu arbeiten, sie zu verstehen und ihren Einfluss nicht abzutun.


ChatGPT, DALL-E und Co. waren nur der Startschuss für verschiedenste Anbieter:innen neuer KI-Technologien. Wir zeigen dir, was mit KI jetzt möglich ist und liefern dir gleich 20 konkrete Beispiele für den Einsatz der Tools.

Superintelligent wie ChatGPT:

Diese neuen KI-Tools erleichtern deine Arbeit in Sekunden

© DeepMind - Unsplash, abstrakte Grafik in Violetttönen
© DeepMind – Unsplash

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Googles Antwort auf ChatGPT: LaMDA Chatbot und alternative Search Page

Googles Antwort auf ChatGPT: LaMDA Chatbot und alternative Search Page

Noch im Jahr 2023 möchte Google eine Suche mit integriertem KI-Chatbot für die User bereitstellen. Das Unternehmen reagierte auf die Veröffentlichung und vielfache Nutzung von ChatGPT mit der Forcierung von eigenen KI-Projekten, um in diesem Gebiet nicht ins Hintertreffen zu geraten. In Zuge dessen wurden sogar die Gründer Sergey Brin und Larry Page zurückgeholt. Der enorme Erfolg von ChatGPT soll bei Google schon Ende 2022 einen sogenannten Code Red ausgelöst haben. Denn obwohl die Alphabet-Tochter bereits viele KI-Integrationen in der Suche einsetzt, ist ein KI-Chatbot à la ChatGPT oder YouChat noch nicht integriert worden.

Dabei forscht Google schon äußerst lange an KI-Konversations-Tools. Jetzt beschleunigt das Unternehmen die Entwicklung von Produkten im Kontext Künstlicher Intelligenz, um nicht nur mit ChatGPT, sondern auch diversen Diensten mit ChatGPT-Integrationen Schritt zu halten. Daher testet Google derzeit den Chatbot Apprentice Bard, der auf dem System LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) basiert und die Suche verändern könnte. Sogar mit einem neues Design für die Such-Website samt integriertem Chatbot wird aktuell experimentiert. Indes entwickeln OpenAI und der mit OpenAI kooperierende Tech-Konzern Microsoft beinahe im Wochentakt neue KI-Produkte für User.

Google möchte eine Alternative zu ChatGPT bieten – und die Suche erneut revolutionieren

Bei Google gibt es schon lange KI-Integrationen, zum Beispiel im Kontext der Technologie MUM. Sie basiert – wie Googles BERT – auf der sogenannten Transformer Architecture. Laut Google ist MUM allerdings „1.000 Mal kraftvoller“. Das Multitask Unified Model ist für 75 Sprachen trainiert und kann verschiedene Aufgaben parallel bewältigen. Dazu kann es Informationen auf verschiedenen Leveln verstehen, sei es auf Text- oder Bildebene oder auf Video- und Audioebene. Mithilfe dieser Technologie führte das Suchmaschinenunternehmen 2022 multimodale Suchen, die sogenannte Multisearch, ein. Prabhakar Raghavan, Senior Vice President und zuständig für den Bereich Knowledge & Information bei Google, rief eine Revolution der Suche aus:  

Heute definieren wir die Google Suche neu und kombinieren unser Verständnis aller Arten von Informationen – Text, Sprache, Bild und mehr – damit ihr nützliche Informationen zu allem, was ihr seht, hört und erlebt, auf die intuitivste Weise finden könnt. Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der ihr eure ganze Welt auf jede Art und Weise durchsuchen könnt.

Die Art und Weise, wie Menschen suchen, könnte sich durch den Einsatz von KI allerdings schon in den kommenden Monaten drastisch ändern, sofern Suchende oder Interessierte einfach in die Konversation mit einem Chatbot gehen können. Das funktioniert zum Teil schon mit ChatGPT. Allerdings bietet das KI-Tool längst noch keine stets verlässlichen Ergebnisse, ist mitunter unseriös, nicht up to date und versteht nicht immer komplexe Anfragen. Gleiches gilt für YouChat, das bei der Suchmaschine You.com integrierte KI-Modell.

Deshalb möchte Google eine verlässliche Search-Alternative bieten. Dafür werden nach Informationen von CNBC derzeit Chatbot-Optionen getestet. In einem internen Memo, das CNBC einsehen konnte, heißt es vonseiten eines Googlers:

As a result of ChatGPT, the LaMDA team has been asked to prioritize working on a response to ChatGPT.

Dieses Vorhaben sei anderen Projekten vorangestellt, heißt es weiter. So wird momentan insbesondere mit einem Bot namens Apprentice Bard experimentiert. Dieses Tool funktioniert ähnlich wie ChatGPT, nimmt anders als das OpenAI Tool aber auch konkret Bezug auf Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit. Bei Google hat Apprentice Bard einen Bot namens Meena abgelöst. Im Vergleich zu diesem soll er deutlich verlässlichere Antworten liefern und komplexere Gespräche führen können. Möglicherweise kann Google aber für den Start einer Suche samt KI-Chatbot auf noch mehr AI Power zurückgreifen. Denn die Entwicklung der eigenen KI-Technologien ist bereits weit fortgeschritten. Davon zeugt auch das Pathways Language Model (PaLM), das 2022 vorgestellt wurde. Zum Vergleich: ChatGPT nutzt etwa 175 Milliarden Parameter, PaLM nutzt 540 Milliarden Parameter. Und die Vision für Pathways lautet:

Enable a single AI system to generalize across thousands or millions of tasks, to understand different types of data, and to do so with remarkable efficiency.

Neues Search-Design in Planung

Um im KI-Rennen nicht abgehängt zu werden – zumindest streckenweise, immerhin plant Microsoft womöglich bereits eine ChatGPT-Integration bei der Suchmaschine Bing –, hat Google mit Gründer Larry Page und Sergey Brin zwei Experten zurückgeholt, die ihre Know-how für die Entwicklung von KI-Produkten einsetzen sollen. Brin und Page sollen bereits Vorschläge gemacht haben. Und dem Bericht der New York Times zufolge sind schon 20 KI-Funktionen für Google im Jahr 2023 geplant. So hat Google kürzlich etwa den KI-Bot MusicLM vorgestellt, der Texte (wie die Beschreibung von Genres oder detailliertere Erklärungen, wie der Song klingen soll) und sogar gesummte oder gepfiffene Melodien zu eigener Musik verarbeiten kann.

Im Mittelpunkt dürfte aber die Integration eines Chatbots in die Suche stehen, wie ihn You.com und Neeva bereits bieten. Zu diesem Zweck wird bei Google bereits an einem Design gearbeitet, das eine solche Funktion aufweist. Dabei soll laut CNBC-Informationen ein Frage-und-Antwort-Bereich auftauchen. Die Eingabe sogenannter Prompts könnte direkt unter der Suchleiste erfolgen. Eine andere getestete Option ist die Integration eines Chat-Logos in die Search Bar – ähnlich wie es mit den Symbolen für die Sprach- und Bildersuche schon gemacht wurde. Antworten auf die User-Fragen erscheinen im Test in einer grauen Blase unter der Suchleiste. Des Weiteren werden im Design unter dieser Antwortblase passende Anschlussfragen vorgeschlagen. Darunter werden dann klassische Suchergebnisse in Form von Links, Snippets, Schlagzeilen etc. angezeigt.

Welches Design Google letztlich einführen wird, steht noch nicht fest. Doch Suchende sowie SEOs sollten sich darauf einstellen, dass diverse Suchmaschinen schon sehr bald anders aussehen dürften. Google selbst erklärt eher zurückhaltend:

We have long been focused on developing and deploying AI to improve people’s lives. We believe that AI is foundational and transformative technology that is incredibly useful for individuals, businesses and communities, and as our AI Principles outline, we need to consider the broader societal impacts these innovations can have. We continue to test our AI technology internally to make sure it’s helpful and safe, and we look forward to sharing more experiences externally soon.


Erfahre mehr über die Auswirkungen von ChatGPT auf die Digitalbranche, wenn unsere Expert:innen beim Digital Bash – Marketing Automation im Panel darüber diskutieren, ob Texter:innen bald obsolet werden und welche Potentiale in KI-Tools stecken.

Das Panel beim Digital Bash – Marketing Automation
Das Panel beim Digital Bash – Marketing Automation


Microsoft und OpenAI heizen KI-Entwicklungen mit ChatGPT-Optionen an

Wie groß der Einfluss von ChatGPT auf verschiedene Bereiche des Digitalraums bereits ist, verrät schon ein Blick in diverse Tech-Medien. Außerdem werden immer mehr Dienste mit dem KI-Tool von OpenAI versehen. Microsoft hat vor kurzem angekündigt, dass das populäre KI-Tool ChatGPT in Microsofts Azure OpenAI Service integriert wird. Inzwischen hat der Konzern auch eine Premiumversion von Teams gelauncht, die ebenfalls auf ChatGPT setzt. Das Tool soll dabei helfen, Meetings automatisiert zu optimieren. Da Microsoft Milliarden in OpenAI investiert und mit dem Unternehmen kooperiert, kann der Konzern die Tools von OpenAI in diversen eigenen Diensten integrieren. Auch der Einsatz in Office-Anwendungen könnte auf die User zukommen.

Unterdessen liefert OpenAI selbst immer neue Funktionen und Optionen für User. Zum einen hat das Unternehmen einen AI Classifier veröffentlicht. Mit diesem können Nutzer:innen KI-generierte Texte identifizieren. Allerdings ist das Tool bisher noch nicht belastbar – und sollte nach OpenAIs Aussage nicht als primäre Entscheidungsfunktion eingesetzt werden.

Testtexteingabe bei OpenAIs AI Classifier, eigener Screenshot
Testtexteingabe bei OpenAIs AI Classifier, eigener Screenshot

Zum anderen liefert OpenAI Nutzer:innen, die an der ChatGPT-Premiumversion interessiert sind, jetzt ein Abonnementmodell. Das Abonnement kostet derzeit 20 US-Dollar pro Monat und bietet früheren Zugriff auf neue Features, die stetige Verfügbarkeit des oft ausgelasteten Tools ChatGPT und Antworten in kürzerer Zeit.

Die Innovationen und Produktvorstellungen im KI-Kontext mehren sich und wir werden sie gespannt beobachten. Dass Google in den kommenden Monaten und Jahren zu den wichtigsten Unternehmen gehören dürfte, die KI-Integrationen einsetzen und damit den Alltag im Digitalraum nachhaltig prägen, offenbart sich schon jetzt.


20 neue KI-Produkte und einen Chatbot à la ChatGPT für die Suche möchte Google noch in diesem Jahr veröffentlichen. Das Unternehmen rüstet sich für den KI-Wettbewerb und holt sogar die Gründer Sergey Brin und Larry Page zurück.

Google-Suche mit KI-Chatbot noch 2023

– Gründer Sergey Brin und Larry Page sind zurück

© pixelshot, Joi Ito - Flickr, CC BY 2.0 via Canva, Larry Page und Sergey Brin vor Google-Hintergrund
© pixelshot, Joi Ito – Flickr, CC BY 2.0 via Canva

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Instagram: Die 5 wichtigsten Posting-Tipps für ein erfolgreiches 2023

Instagram: Die 5 wichtigsten Posting-Tipps für ein erfolgreiches 2023

Für viele Creator und Social Media Marketer ist Instagram eine der wichtigsten Plattformen in ihrer Social-Strategie. Und das aus gutem Grund: Laut einem Report von 2022 ist Instagram die App, die von den Nutzer:innen am häufigsten geöffnet wird – trotz starker Konkurrenz durch TikTok und Co. Wenn du deinen Instagram-Auftritt 2023 auf das nächste Level heben willst, solltest du jetzt weiterlesen: Hier kommen die fünf wichtigsten Tipps für deine Posting-Strategie auf Instagram.

Markenpräsenz aufbauen: Darauf kommt es an

Bevor es ans Eingemachte (die Content-Produktion) geht, solltest du zunächst einen Plan aufstellen: Wie kannst du deine Brand auf Instagram ideal präsentieren und für konsistenten, ansprechenden Content sorgen? Instagram empfiehlt, sich als Marke ein klares Ziel zu setzen – etwa mit der SMART-Methode. Ist das Ziel formuliert, kann es losgehen. Brands sollten insbesondere auf einen kohärenten Markenauftritt über alle Kanäle hinweg achten. Die konsistente Verwendung des Logos, der gleichen Farben und Visuals kann dabei helfen, die Persönlichkeit deiner Marke zu etablieren. Zu guter Letzt nennt Instagram die Umsetzung eines Content-Plans als wichtigen Bestandteil einer guten Posting-Strategie. Brands sollten möglichst regelmäßig posten, um in den Köpfen der Zielgruppe präsent zu bleiben.

Go with the flow

Instagram ist stetig im Wandel – welche Inhalte (und welche Content-Formate) gut performen, kann sich von Woche zu Woche ändern. Es ist daher ratsam, dass du in deiner Social-Strategie trotz Plänen flexibel bleibst. Beobachte, welche Entwicklungen die User begrüßen und welche Updates, Features und Trends weniger gut ankommen. Achte speziell auch auf Stimmen innerhalb deiner Branche und Community. Laut Instagram selbst stehen diese von Chef Adam Mosseri geteilten drei Aspekte 2023 im Hauptfokus der Plattform:

Wie können Marketer diese Punkte in ihrer Social-Strategie aufgreifen? Besonders relevant ist Instagrams verstärkter Fokus auf Discovery. Auf vielen Plattformen – allen voran TikTok – sind Kennzahlen wie die Follower-Anzahl mittlerweile weniger relevant. Stattdessen kommt es darauf an, so viele Personen wie möglich zu erreichen, auch solche, die deinem Account nicht folgen. Nichtsdestotrotz sollte der Social-Aspekt auch 2023 nicht vernachlässigt werden – Creator und Brands können etwa mit Communtiy Challenges, Gewinnspielen oder anderen interaktiven Aktionen für mehr Engagement sorgen.

Setze auf Kurzvideos – aber nicht ausschließlich

Wer auf Instagram Erfolg haben will, kommt um Reels nicht herum. Doch wo erhalten Creator und Advertiser die beste Inspiration für ihren Reels Content? Zum jetzigen Stand immer noch vor allem auf TikTok. Bislang hat es Instagrams Kurzvideoformat nicht geschafft, TikTok vom Thron zu stoßen. Stand September 2022 stammte ein Drittel aller geposteten Reels von Drittplattformen – meistens TikTok. Viele Trends der Konkurrenzplattform landen erst einige Wochen später bei Reels – Creator sind also gut beraten, für ihren Reels Content auf TikTok nach Inspiration zu suchen. Werbetreibende können darüber hinaus durch TikToks Top Ads stöbern.

Trotz starker Konkurrenz waren Reels auf Instagram lange das Format der Stunde. Die Nachricht, dass Instagram 2023 zum ursprünglichen Fotofokus zurückkehren möchte, schlug daher ein wie eine Bombe. Instagram-Chef Adam Mosseri gesteht sogar ein, dass die Plattform 2022 zu viele Videos gezeigt hat. Was bedeutet dieser Umschwung für Creator und Advertiser? Ein reiner Reels-Fokus ist für dieses Jahr nicht empfehlenswert. Aller Voraussicht nach wird Instagram Foto-Content 2023 wieder mehr pushen – was noch lange nicht heißt, dass die Plattform Reels völlig abschreibt. Mit einem Content-Mix, der mehrere Formate aufgreift, fahren Creator und Marketer dieses Jahr am besten.

Captions und Hashtags: Darauf solltest du achten

Der richtige Content allein reicht für nachhaltigen Instagram-Erfolg nicht aus: Auch das Drumherum, sprich Caption und Hashtags (und auch die Bildgröße), muss stimmen. In Sachen Captions hat Instagram die folgenden Tipps parat:

  • Beginne mit den wichtigsten Informationen
  • Achte auf eine einheitliche, persönliche Sprache
  • Halte Bildunterschriften kurz und knackig
  • Rege Nutzer:innen durch einen einfachen, direkten Text zu Handlungen an

Neben der richtigen Caption können auch Hashtags eine wichtige Rolle für den Erfolg deiner Posts spielen. Doch nicht irgendwelche: Schau dir an, welche Hashtags andere Creator aus deiner Branche verwenden und notiere dir die für dich relevanten (oder lasse ein Tool die Arbeit für dich erledigen). Auf Hashtags verzichten solltest du nicht, denn „Hashtags still matter“, wie Instagram-Chef Adam Mosseri sagt. Erfahre in diesem Artikel, wie viele Hashtags du nutzen solltest. Vergiss darüber hinaus nicht, deine Location, Posting-Partner:innen und Produktmarkierungen hinzuzufügen, insofern diese Merkmale für deinen Post relevant sind.

Finde den perfekten Posting-Zeitpunkt

Du hast den passenden Content, das richtige Format, die ideale Caption und smarte Hashtags – jetzt musst du nur noch auf posten klicken. Doch nicht so schnell: Hast du in den Kalender und auf die Uhr geschaut? Laut Sprout Social sind die besten Zeitpunkte, um auf Instagram zu posten, montags um 11:00 Uhr, dienstags und mittwochs von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr.

Die besten Posting-Zeitpunkte für Instagram
Die besten Posting-Zeitpunkte für Instagram, © Sprout Social

Es kann sinnvoll sein, dich in deinem Posting-Plan nach den Zeiten zu richten, zu welchen viele User auf der Plattform aktiv sind. Viel wichtiger ist es jedoch, auf Konsistenz zu achten. Regelmäßige Posting-Zeiten sorgen nicht nur für einen geregelteren Arbeitsablauf, sondern können auch das Engagement ankurbeln. Achte darauf, eine sinnvolle Balance mit nicht allzu großen Content-Pausen, aber auch keinem Überfluss an Inhalten zu finden, um deine Follower zu begeistern.


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Nach TikTok-Vorbild: Instagram-Gründer starten KI-basierte und personalisierte News App

Nach TikTok-Vorbild: Instagram-Gründer starten KI-basierte und personalisierte News App

Kevin Systrom und Mike Krieger sind vor allem für eines bekannt: Sie sind die Gründer von Instagram, einer der größten und einflussreichsten Digitalplattformen der Welt. Bis 2018 arbeiteten sie als CEO und CTO für die Social App, dann verließen sie Instagram aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Mutterkonzern Meta (zu jener Zeit Facebook). 2018 erklärte Kevin Systrom:

We’re planning on taking some time off to explore our curiosity and creativity again. Building new things requires that we step back, understand what inspires us and match that with what the world needs; that’s what we plan to do.

Jetzt verkünden sie, dass sie tatsächlich etwas Neues geschaffen haben. Die News App Artifact ist KI-basiert, soll einen Algorithmus im Stile TikToks nutzen und personalisierte News für die User bereitstellen. Hat die App das Potential, zum nächsten Hit der Gründer zu werden?

Neue App der Instagram-Gründer: Das steckt hinter Artifact

Noch befindet sich die News App Artifact in einer privaten Betaphase. Daher können wir uns noch kein Bild davon machen, wozu die Applikation imstande ist. Interessierte können jedoch ihre Mobilnummer eingeben und sich auf eine Warteliste setzen lassen. Inzwischen ist auch die Eingabe von internationalen Nummern möglich.

Bei der App Artifact fokussieren sich Krieger und Systrom auf einen KI-basierten und personalisierten News Feed. Das erinnert zunächst an die Idee hinter Google Discover. Doch die News App soll eher wie TikTok funktionieren; die Erfolgs-Entertainment-App setzt auf einen KI-Algorithmus, um Usern Inhalte auszuspielen, die ihren Sehgewohnheiten gemäß und aufgrund ihrer allgemeinen Popularität auf der Plattform von Interesse sein könnten. Dabei stehen Inhalte, die aufgrund von Follow-Beziehungen vorgeschlagen werden, weniger im Fokus. Letzteres wird auf Instagram in diesem Jahr wieder mehr Gewicht erhalten, wie der Plattformchef-Adam Mosseri kürzlich ankündigte.

Tech-Experte Josh Constine geht davon aus, dass sich Artifact an der Grundidee TikToks orientieren wird. User sollen nach dem Ansehen von und Interagieren mit bestimmten Beiträgen auf ähnliche Inhalte freuen können. Damit könnten die einzelnen Artikel und Inhalte deutlich mehr Gewicht erhalten als die Publisher selbst. Das wiederum könnte auch kleinen Publishern erlauben, schneller mit gutem Content viral zu gehen, geteilt zu werden etc. Constine schreibt:

Making the article the atomic unit, not the publisher, could be a leap forward.

Erste Eindrücke für Betatester:innen und auf sozialen Netzwerken

Artifact setzt laut Kevin Systrom auf die modernsten KI-Technologien. Welche das sind, ist allerdings noch nicht angegeben worden. Mike Krieger teilt unterdessen auf Twitter einen Post, in dem er auch die Mitwirkenden Gunnar Ray und Adam Ho lobt und erste Eindrücke der Artifact Brand vermittelt.

Laut Rolling Stone können erste Betatester:innen bereits zwei Funktionen ausprobieren: Einen Feed mit Artikeln, die von Personen gepostet wurden, denen sie folgen, zusammen mit ihren Kommentaren zu jedem Beitrag und eine Inbox für Direktnachrichten, in denen Artikel privat diskutiert werden können. Wir dürfen gespannt sein, was die App zu bieten hat, sobald die Testversion verfügbar ist. Sollte sie auch nur annähernd so erfolgreich werden wie TikTok und Instagram, wird sich die mobile News-Rezeption deutlich verändern. Gerade Publisher sollte diese Entwicklung also im Auge behalten und das Potential erkennen. Für eine belastbare Einschätzung der App ist es derzeit aber noch zu früh.


Mithilfe eines neuen Features erklärt TikTok inzwischen, warum dir bestimmte Inhalte auf der For You Page empfohlen werden.

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© Jonathan Kemper - Unsplash, TikTok-Logo
© Jonathan Kemper – Unsplash

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