TikTok führt Warnung für Epileptiker bei Clips mit Strobo-Effekten ein

Das Ziel von TikTok ist es, die Plattform so inklusiv und sicher wie möglich zu gestalten, um Creatorn und Usern einen Rahmen zu geben, in dem sie sich entfalten und inspirieren lassen können. Dazu gehört auch, dass bei Content, der für bestimmte Zielgruppen problematisch ist, Warnungen angezeigt werden. Grundsätzlich warnt TikTok beispielsweise bei Videos, die gefährliche Stunts und dergleichen zeigen, vor der Verletzungsgefahr. Auch bei Inhalten, die mit Covid-19 zu tun haben, gibt es eine warnenden Bauchbinde mit einem Link zu Zusatzinformationen zum Virus. Jetzt führt die Plattform eine Warnung ein, die Epileptiker – aber auch andere User – vor Inhalten schützen soll, die fotosensitive Anfälle hervorrufen könnten.

TikToks könnten gefährden: Plattform arbeitet mit Epilepsie-Organisationen zusammen, um dem entgegenzuwirken

Nach Angaben der Epilepsy Foundation entwickelt einer von 26 Menschen in den USA eine Form der Epilepsie. Und zehn Prozent der Betroffenen haben in ihrem Leben mindestens einen Anfall. Ausgelöst werden können diese durch stark konstrastierende helle und dunkle Lichteffekte oder blitzende Lichter – Effekte, die auch bei Clips auf TikTok des Öfteren zu sehen sind. Deshalb kooperiert TikTok mit verschiedenen Organisationen, die sich auf das Krankheitsbild spezialisieren, und führte bereits vor ein paar Monaten ein Warn-Feature für Creator ein, die derlei Effekte bei ihren Videos integrieren möchten.

Jetzt wird eine Warnung für die User direkt in der App ausgerollt. Mit der neuen Funktion erhalten Nutzende bei einem fotosensitiven Video eine Benachrichtigung. Dann können sie wählen, ob sie das Video anschauen oder sogar alle fotosensitiven Videos ausblenden möchten.

Die neue Warnfunktion zu fotosensitiven Videos bei TikTok
Die neue Warnfunktion zu fotosensitiven Videos bei TikTok, © TikTok

TikTok arbeitet mit diversen Gesundheitsorganisationen aus den USA, Kanada, Europa, Japan und Südkorea zusammen – darunter etwa die Epilepsy Society oder Epilepsy Ireland. Gemeinsam soll das neue Feature promotet und Aufmerksamkeit für die Epilepsie im Allgemeinen geschaffen werden. Laura Thrall, Präsidentin und CEO der Epilepsy Foundation, erklärt in einem Statement zur neuen Funktion:

For people with photosensitive epilepsy, exposure to flashing lights at certain intensities or to certain visual patterns can trigger seizures. While the population of those with photosensitive epilepsy is small, the impact can be quite serious. It is great to see TikTok addressing this issue by making changes to their platform so that people in our epilepsy community can feel protected when viewing content on TikTok. We are proud to have worked with TikTok on this initiative and truly appreciate our continued collaboration.

TikToks Joshua Goodman, Director of Product, Trust and Safety, gibt auf dem offiziellen Blog an, die App habe das Ziel, zur inklusivsten und zugänglichsten Online-Plattform zu werden. Deshalb sollen dem Warn-Feature bei fotosensitiven Videos künftig vergleichbare Funktionen folgen, die die App-Umgebung für User sicherer und nutzerfreundlicher machen. Die User der noch jungen Social-Plattform können sich also auf weitere Veränderungen einstellen, die die App-Erfahrung sinnvoll verbessern könnten.

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Google testet mehrere Kontext-Links im Featured Snippet

Google testet mehrere Kontext-Links im Featured Snippet

In einem aktuellen Test integriert Google Zusatzinformationen via Links in Featured Snippets. Diese Links werden bei Textpassagen eingefügt, die nach Googles Einschätzung einer näheren Erklärung bedürfen, und geben im Overlay mehr Details preis. Allerdings führen diese Links zu den Drittseiten, von denen Google die Informationen hat, nicht aber zur Quelle des Featured Snippets.

Content-Zusätze zur Erklärung der Featured Snippets: Schlechte News für Publisher?

Wer mit seinen Inhalten als Quelle für ein Featured Snippet bei Google dient, hat eine starke Ausgangsposition, um viel Traffic von Google auf die eigene Seite leiten zu können. Obwohl die No-Click-Suchen bei Google tendenziell häufiger werden, klicken doch viele User auf die Quelle von Snippets, um mehr über ein Thema zu erfahren. Die Tendenz zum No Click könnte jedoch durch Google noch stärker unterstrichen werden, wenn der aktuelle Test zu einem Roll-out führt. Denn Google experimentiert mit zusätzlichen Links im Featured Snippet, wie SEO-Experte Barry Schwartz bei Search Engine Land berichtet. Ihm gegenüber hat das Suchmaschinenunternehmen den Test bereits bestätigt. Zunächst teilte SEO Consultant Brodie Clark seine Beobachtung auf Twitter:

Barry Schwartz konnte den Test reproduzieren und fand ein Featured Snippet mit Links, die ein Text-Overlay zu einzelnen Elementen aus dem Snippet hervorrufen.

Google Featured Snippet mit Zusatzlink und Text-Overlay
Google Featured Snippet mit Zusatz-Link und Text-Overlay, © Barry Schwartz

Dass diese Links auf andere Seiten verweisen als die Quelle des Snippets, bedeutet für Suchende einen Vorteil. Sie erhalten direkt in den SERPs umfassende Informationen zu ihrer Anfrage und weiterführenden, verwandten Aspekten. Problematisch ist dieses Feature aber für die Publisher. Ihre Autorität zum Thema wird ein Stück weit untergraben, wenn einige Drittquellen zusätzlichen Content über die Ausschnitte legen. Außerdem dürfte die Click Through Rate aus dem Snippet noch weiter zurückgehen. Denn Google liefert mehr kontextuelles Verständnis – zu technischen Themen oder Jargon beispielsweise – mit dieser Option direkt in den SERPs. Allerdings gab Google gegenüber Barry Schwartz auch an, dass der Test sich noch in einem frühen Stadium befinde und die Integration der Links im Beispiel nicht ideal sei. Es solle noch eine Überarbeitung geben.

Problematisch: Googles KI erstellt eigene Web Stories, die zur Quelle für Featured Snippets werden

Das Beispiel, das Barry Schwartz anführt, zeigt noch ein weiteres mögliches Problem für Publisher auf. Es ist ein Auszug aus einer Web Story, die Googles KI aus Daten, die sie aus diversen Quellen aggregiert hat, eigens erstellt hat. Damit verweist Google in diesem Featured Snippet auf sich selbst als Quelle und nicht auf eine passende andere Quelle wie beispielsweise einen Publisher, der diese Angaben hätte bereitstellen können. Selbst wenn ein Content-Element ursprünglich von einem Publisher kommt, aber in Googles Web Story eingegangen ist, erhält dieser Publisher im Featued Snippet keine Erwähnung. Die Klicks könnten also weiter zurückgehen, sollte Google mehrere Featured Snippets von Google Web Stories aus erstellen.

Und auch die User Experience auf dem Desktop ist in diesem Fall nicht ideal, da der User beim Klick auf die Quelle zu einem mobilen Interface weitergeleitet wird. Während es sich bei dem Feature mit mehreren zusätzlichen Links im Featured Snippet noch um einen limitierten Test handelt, sind Featured Snippets mit Google selbst als Quelle schon ein gängiges Muster in den SERPs. Publisher müssen sich daher darauf einstellen, dass der organische Traffic über diese Snippets bei Google in Zukunft geringer werden könnte. Wer aber mehr Aufmerksamkeit über Google erlangen möchte, kann sich alternativ auch selbst an den Google Web Stories versuchen; für diese hat das Unternehmen erst kürzlich eine relevante Karussellansicht in Google Discover eingeführt.

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Warmer Regen im November: Instagram verdoppelt Badges-Einkünfte für Creator

Warmer Regen im November: Instagram verdoppelt Badges-Einkünfte für Creator

Instagram verkündete über den eigenen Creators Account, dass das Unternehmen die Einnahmen über Badges erhöht. Und zwar auf das Doppelte. Das bedeutet, dass Creator, die ein Badge über Instagram Live im Wert von 0,99 Cent erhalten, ab November dafür 1,98 US-Dollar bekommen. Die eine Hälfte zahlt dabei der Follower, die andere Hälfte übernimmt der Social-Media-Konzern.

Screenshot aus der Story des Creators Accounts, Screenshot Instagram

Erst im Mai führte die Plattform die Badges für Instagram Creator in den USA im Live-Format ein. Im Oktober folgte der Launch in Deutschland.

Wieso verdoppelt Instagram den Umsatz für Creator?

Badges sind Abzeichen, die User im Wert von 0,99 US-Dollar bis 4,99 US-Dollar erwerben können. Diese erscheinen neben der Kommentarleiste im Live Stream. User, die ein Badge erworben haben, unterstützen damit direkt die Creator. Denn der Betrag kommt vollständig dem Instagrammer zu. Die Social App plant, dies auch künftig beizubehalten und sogar auszuweiten. Wie diese Erweiterung aussehen wird, ist bisher noch unklar.

Genauso schleierhaft ist, warum der Social-Media-Konzern die Umsätze über die Badges verdoppelt. Möglicherweise möchte Facebook – Instagrams Mutterkonzern – in der selbst proklamierten Season of Giving mit gutem Beispiel voran gehen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Social App versucht, die eigene Plattform für Creator weiterhin möglichst attraktiv zu gestalten. Denn mit dem Aufkommen der Hype App TikTok und dem steigenden Druck auf die Influencer durch die Coronapandemie haben Creator gleich mehrere Anlässe, sich von Instagram abzuwenden. Wie lange diese vorübergehende Aufstockung der Einnahmen für Creator anhält, ist aus der Story nicht ersichtlich.

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„Class Communities“: Pinterest testet Online Events

„Class Communities“: Pinterest testet Online Events

Können User bald auch über Pinterest Online Events abhalten? Durchaus möglich. Denn die Reverse-Engineering-Expertin Jane Machun Wong entdeckte erste Tests der Inspirationsplattform. Das von Wong aufgedeckte neue Feature ermöglicht es Pinterest-Nutzenden, sich für Kurse, die über Zoom abgehalten werden, anzumelden. Die Plattform bestätigte die Tests bereits.

Momentan können User die Demo-Profile „pinsmeditation” und „@pinzoom123” besuchen und einen ersten Eindruck davon bekommen, wie das neue Feature künftig in den Boards und Pins eingebettet werden könnte. Unter dem Begriff „Community Class“ könnten in Zukunft alle digitalen Events eines Pinterest Creators zu finden sein. Allerdings ist zurzeit noch keine Weiterleitung zu Zoom oder Ähnliches eingerichtet. Wong erklärt, dies läge daran, dass das Feature noch nicht endgültig ausgerollt wurde.

Pinteres Online Events Class Communities Demo
So sehen die Pins zu den Class Communities auf den Demo Accounts aus, Screenshot Pinterest

Online Events bei Pinterest: So soll’s künftig funktionieren

Wenn die Online Events bei Pinterest endgültig integriert sind, sollen Creator die Möglichkeit haben, in einer separaten Sektion auf ihrem Profil Materialien sowie Notizen für die Class Communities anzupinnen und zu organisieren. Außerdem könnten beliebte User das neue Feature nutzen, um die Teilnehmenden auf ihren Shop aufmerksam zu machen. In diesem könnten die Kursmitglieder beispielsweise das richtige Equipment für das Zoom Event erwerben. User sollen sich für die Online Events auf Pinterest künftig über einen „Book“ Button anmelden können. Danach ist geplant, dass die Interessierten eine E-Mail mit der Anmeldebestätigung sowie den Veranstaltungsdetails und den Link zum Zoom Room erhalten.

Das lokale Google Ranking zu verbessern, sollte auf der Prioritätenliste jedes Unternehmens stehen. Das Salesurance E-Book zeigt auf, wie das Google Ranking funktioniert und welche Faktoren entscheiden, welches Unternehmen von Google auf den obersten Plätzen gerankt wird.

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Wird die Inspirationsplattform zum Lern-Tool?

Es ist nicht überraschend, dass Pinterest die Integration von Online Events auf der Plattform testet. Schließlich ist die Inspirationsplattform gerade in Zeiten der Coronapandemie zu einer beliebten Anlaufstelle für die Nutzenden geworden, um beispielsweise DIY-Projekte zu organisieren. Allerdings nutzten User Pinterest in den vergangenen Monaten auch vermehrt, um Neues zu lernen und up to date zu bleiben. Auch die Zoom Classes auf der Plattform könnten dabei helfen, Lehrpläne zu organisieren, Materialien einfacher bereitzustellen und die Kursteilnehmenden auf dem Laufenden zu halten. So sind möglicherweise auf Pinterest in Zukunft nicht nur Mode-, DIY- oder Selfcare-Inspirationen zu finden. Auch Lehrinhalte könnten über das Netzwerk vermehrt vermittelt werden. Wann Pinterest das Online Events Feature launcht , ist bis dato noch unklar.

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FAQs in Instagram Direct einstellen – Instagram testet das praktische Feature

FAQs in Instagram Direct einstellen – Instagram testet das praktische Feature

Mit der Einführung eines neuen Features könnte Instagram das Leben von vielen Social Media Managern und Creatorn erleichtern. Vor einigen Monaten wurden bereits Tests für das FAQ Feature entdeckt, doch nun sehen erste User die Funktion. Der Social-Media-Experte Matt Navarra teilte die Entdeckung des Twitter Users @thenezvm auf seinem Profil. In dem Tweet zeigt Navarra, wie die FAQs in Instagram Direct funktionieren sollen.

Auf den Screenshots ist zu sehen, wie Creator- und Business-Profile zukünftig Instagram Direct FAQs für ihre Profile hinterlegen können. Diese vorgefertigten Fragen erscheinen dann im Chat-Fenster der Abonnenten, wenn diese Kontakt aufnehmen. Die User können unter ihnen dann eine relevante Frage auswählen, auf die sie die Antwort erhalten möchten.

In Instagram Direct: Mit FAQs User abholen und schnell Antworten geben

Bei der Erstellung sollte demnach darauf geachtet werden, dass Fragen ausgewählt werden, die User häufig stellen. So erleichtert man ihnen einerseits den Start einer Konversation und kann ihnen andererseits schneller die gewünschte Antwort liefern. Denn in Verbindung mit vorgefertigten Schnellantworten in Instagram geht auch die Beantwortung ganz schnell. Noch ist nicht erkenntlich, ob Unternehmen und Creator auch die Antworten zu den FAQs einspeichern können. Im Facebook Messenger, den das Unternehmen nach und nach mit Instagram Direct verbindet, können Page Admins dies bereits. In der Automated Respose Section lassen sich mehrere häufig gestellte Fragen und ihre Antworten vorfertigen. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Instagram Direct hier die volle Funktionalität erhält.

Das Feature dürfte besonders nützlich für Account-Betreiber sein, die häufig die gleichen Fragen gestellt bekommen. Von „Wann hat Ihr Geschäft geöffnet?“ zu „Welche Produkte sind derzeit im Angebot?“ oder die Frage nach bestimmten Preisen können diverse Optionen eingestellt werden. Bisher ist noch unklar, ob das Feature schon ausgerollt wird oder ob es nur an einigen Usern getestet wird.

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Marketing Fraud: Werbebetrug durch kollektiven Zusammenhalt bekämpfen

Digitale Werbung boomt und ist daher auch für Betrüger zu einem lukrativen Geschäft geworden. Mit Hilfe von raffinierten Bots wird nicht-menschlicher Traffic generiert, der beträchtlichen finanziellen Schaden in der Werbeindustrie verursacht. Um betrügerische Aktivitäten erfolgreich zu bekämpfen ist der Einsatz hochentwickelter Technologien und eine enge Kooperation der gesamten Werbebranche erforderlich.

Mit Ad Fraud wird bei geringem Risiko viel Geld erbeutet

Laut dem Bundesverband für Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. wird im Vergleich zum Vorjahr für 2020 eine Steigerung der Nettoumsätze für digitale Werbung (Online und Mobile) um 8,6 Prozent auf 3,92 Milliarden Euro erwartet. Eine attraktive Zeit nicht nur für Werbetreibende, sondern auch für Betrüger. Mit Ad Fraud lässt sich mit geringem Risiko viel Geld verdienen. Dafür gibt es zahlreiche Taktiken. Eine weit verbreitete Methode ist der Klick-Betrug, sprich das manipulierte Anklicken von Bannerwerbung. Mit den durch Bots erzeugten Klicks wird das Werbebudget von Unternehmen aufgebraucht, ohne dass die Anzeigen vom Publikum gesehen wurden.

Im Jahre 2018 wurde gemeinsam mit Unterstützung von Google und des FBI die bisher größte Bot-Betrugsorganisation 3ve aufgedeckt, dessen Verantwortliche nun vor Gericht stehen. 3ve nutzte Bot-Netze, die das User-Verhalten echter Menschen nachahmten und auf Werbeanzeigen klickten oder sich diese ansahen und so Invalid Traffic erzeugten. Auch wenn die digitale Werbebranche mit dem Sieg gegen 3ve einen großen Erfolg verzeichnen konnte, ist Cyberkriminalität und der betrügerische Einsatz von Bots ein fortwährendes Problem.

Um Bot-Betrug sowie allgemein Cyberkriminalität wirksam bekämpfen zu können, muss die Wirtschaftlichkeit des Betrugsvorhabens geändert werden. Denn wenn der finanzielle Aufwand und die rechtlichen Konsequenzen zu hoch sind, verliert Werbebetrug an Attraktivität. Im Moment haben Betrüger oft leichtes Spiel. Um das zu ändern, ist eine kollektive Zusammenarbeit von allen Beteiligten des digitalen Ökosystems notwendig. Mit den folgenden vier Schritten sind alle Marktbeteiligten, von Werbetreibenden bis hin zu Publishern, in der Lage gemeinsam effektiv gegen Werbebetrug vorzugehen.

1. Auf die richtige Technologie setzen

Die größte Herausforderung bei der Bekämpfung raffinierter Bot-Netze im digitalen Marketing besteht darin, dass sich die Bots ständig weiterentwickeln. Daher sollten Unternehmen, Agenturen und Publisher bei den Maßnahmen gegen Bot-Angriffe und Betrug darauf achten, dass diese mit der schnellen Entwicklung Schritt halten und komplexen Ad Fraud identifizieren können. Hochkomplexe Bots verhalten sich und agieren wie Menschen, wenn sie Websites besuchen, auf Anzeigen klicken oder Formulare ausfüllen. Die Technologie muss in der Lage sein gleichzeitig zwischen einer Person und einem Bot auf demselben Gerät zu differenzieren und raffinierte Bots nicht nur aufzudecken, sondern auch zu stoppen. Eine kontinuierliche Analyse von Risiken durch ein Threat Intelligence Team ist daher unverzichtbar, um Technologien entsprechend weiterzuentwickeln und neuen Betrugsformen einen Riegel vorzuschieben, ehe sie zum Einsatz kommen.

2. Gemeinsam Stärke zeigen

Die Betrugsbekämpfung im Ad-Tech-Ökosystem erfordert den Schutz für die gesamte Branche, dazu gehören große Internetplattformen, DSPs, Börsen und Marken. Nur wenn sich alle Beteiligten zusammenschließen und an einem Strang ziehen, lässt sich der Kampf gegen Ad Fraud gewinnen. Ein einzelner Bleistift lässt sich leicht brechen, ein ganzes Bündel jedoch nicht. Je mehr Bleistifte im Bündel vorhanden sind, umso stärker wird er. Das Konzept von „Collective Protection“ funktioniert ähnlich. Je mehr Mitglieder sich an der Betrugsbekämpfung im Ad-Tech-Ökosystem beteiligen, desto größer der Schutz.

In der Praxis funktioniert das Ganze wie folgt: Je mehr Marken und Unternehmen sich zusammenschließen, desto mehr digitale Interaktionen können auf menschliches Verhalten überprüft und Cyberangriffe rechtzeitig aufgedeckt werden. Jeder Angriff auf ein Mitglied innerhalb des Ad-Tech-Ökosystems dient gleichzeitig zur Verteidigung der weiteren Partner. Diese Größenordnung erlaubt es, umfassende Erkenntnisse über die Bedrohungslandschaft zu gewinnen und sich den Cyberkriminellen mit laufenden Anpassungen entgegenzustellen.

3. Ad Fraud erschweren

Collective Protection bedeutet, dass Betrüger bei einem erfolglosen Angriffsversuch nicht sofort das nächste Ziel ins Visier nehmen können, da das gesamte Ad-Tech-Ökosystem vor diesem speziellen Angriff geschützt ist. Ist keine leichte Beute mehr zu finden, braucht es komplexere Angriffsmethoden. Komplexere Cyberangriffe zu entwickeln ist für Betrüger allerdings deutlich beschwerlicher und mit höheren Kosten sowie zeitlichem Aufwand verbunden.

Je weniger Ziele für eine Angriffsmethode zur Verfügung stehen, desto weniger lukrativ wird diese Methode für Betrüger. Darüber hinaus werden durch die kollektive Überwachung des Ökosystems Betrugsversuche schneller aufgedeckt und gestoppt. Einerseits sinken für Betrüger die Einnahmen. Andererseits steigt die Gefahr einer Festnahme beim Aufdecken eines Betrugsnetzwerks oder die Betrüger müssen wieder von vorne beginnen und neue Wege finden die vorhandenen Systeme auszunutzen.

4. In die Offensive gehen

Sind alle Mitglieder im Ad-Tech-Ökosystem erst einmal geschützt, bedeutet das nicht, sich in Ruhe zurückzulehnen und den nächsten Angriff abzuwarten. Vielmehr sollte zum Gegenschlag ausgeholt werden. Denn ein weiterer Vorteil des kollektiven Zusammenhalts ist, dass Marken und Organisationen in der Lage sind Gegenoffensiven zu starten, um potenzielle Angreifer ins Leere laufen zu lassen und eine Verteidigungsstrategie zu entwickeln, noch bevor neue Betrugsmethoden entwickelt werden.

Im Hinblick auf die Cybersicherheit könnte dies zum Beispiel in Form von Desinformationskampagnen seitens der Marken und Organisationen erfolgen. Betrüger werden dabei im Glauben gelassen, dass ihre Angriffe erfolgreich oder unentdeckt verlaufen sind, während in Wirklichkeit Informationen gesammelt werden, um die Täter zurückzuverfolgen und zu identifizieren. Dazu gehört auch die Verstecke der Angreifer aufzudecken und sich über geplante Bot-Angriffe zu informieren, um diese im Vorfeld zu verhindern.

Bedrohungen durch raffinierte Bots nehmen weltweit zu und machen kleinen wie auch großen Unternehmen weiter zu schaffen. Insbesondere Web-Anwendungen sind für raffinierte Bot-Angriffe sehr anfällig. Auch wenn es (noch) kein Allheil-Mittel gegen Ad Fraud gibt, so gibt es doch verschiedene Möglichkeiten, wie sich Werbetreibende besser schützen können. Mit Hilfe der richtigen Lösung und eines kollektiven Zusammenhalts haben Unternehmen die Chance den Kampf gegen betrügerische Netzwerke zu gewinnen und damit wirksamere Werbeausgaben zu erzielen.

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