Facebook launcht Top Fans Tool und 2 neue Gruppen-Features

Facebook launcht Top Fans Tool und 2 neue Gruppen-Features

Im Juni 2022 verpasste Facebook den Gruppen auf der Plattform ein umfassendes Update. Im September 2022 verkündete Facebook außerdem, die Mitglieder von Gruppen in Follower umzubenennen. Seit kurzem können sich Mitglieder selbst zu Moderator:innen machen, wobei der Social-Media-Experte Matt Navarra von dieser Option abrät. Jetzt soll ein weiteres Gruppen-Feature die Kommunikation in solchen noch spannender und gegebenenfalls einfacher machen.

Der YouTuber Technical Gulab twittert unter anderem, dass Facebook ein neues Insights Feature und Audio Channels für Gruppen bereitstellt. Darüber hinaus launchte die Meta-Plattform kürzlich Fan Engagement Tools; ein Update, das ebenfalls von Technical Gulab auf Twitter präsentiert wurde.

Wachstum, Engagement, Mitgliedschaft: Diese Insights fügt Facebook Gruppen hinzu

Wie in den Screenshots ersichtlich, können Admins von Facebook-Gruppen ab sofort nachvollziehen, wie viele Mitglieder in der Gruppe in einem ausgewählten Zeitraum Beiträge gepostet oder Kommentare geschrieben haben. Auch im Kontext Engegament und Memberships haben jene nun die Möglichkeit, mehr Insights aufzurufen.

In Facebook-Gruppen via Audio Chat kommunizieren

Aus den zwei Screenshots, die dem Tweet anhängen, geht nicht nur hervor, dass du Audio Channels für Facebook-Gruppen ab sofort nutzen kannst, sondern auch, wie. Facebook erklärt in dem Pop-up für Audio-Channel-Neulinge:

Audio channels are a space for your group to connect and collaborate in real time with video-off.

Gruppen-Admins und Moderator:innen können Audio-Channels managen und erstellen. Jede:r aus deinen Facebook-Kontakten kann sehen, wenn du Audio-Channels beitrittst. Über eine Schaltfläche in de- Ankündigung kannst du außerdem direkt loslegen und einen Audio-Channel kreieren.

Zeig, wer deine Facebook Fans sind

Du möchtest sehen, wer mit deinen Beiträgen interagiert? Und deine Top Fans für ihr Engagement belohnen? Facebooks neues Fan Engagement Tool bietet dir in diesem Kontext eine spannende Möglichkeit. Denn ab sofort kannst du eine Liste deiner Top Commenter generieren und die Gewinner:innen sogar für deine Community veröffentlichen. Das funktioniert, indem du den Button „Top Commenter“ aktivierst.

Fan Engagement Tool auf Facebook, © Technical Gulab

Das Tool findest du im Professional Dashboard.

Fan Engagement Tool auf Facebook, © Technical Gulab

Kannst du schon auf die neuen Funktionen zugreifen? Und bist du in Facebook-Gruppen aktiv oder sogar Admin einer solchen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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Social Media Trends Report 2023

Social Media Trends Report 2023

TikTok gehört im Bereich Social Media zu den Gewinner:innen der vergangenen zwei Jahre. Wie erfolgreich die Entertainment-Plattform bis zum jetzigen Zeitpunkt war und welche Trends sich daraus für das kommende Jahr ergeben, macht der Consumer Trends Report 2023 von The New Consumer in Zusammenarbeit mit Coefficient Capital deutlich. Auf 88 Seiten eines PDFs zeigen die Unternehmen unter anderem auf, welche Veränderungen in der Verbraucher:innenlandschaft stattgefunden haben und welche Trends für 2023 zu erwarten sind.

Für die Analyse wurden mehr als 3.000 US-Verbraucher:innen im November 2022 befragt; hierbei lag das Augenmerk auch auf der Gen Z, weswegen im Rahmen der Untersuchung auch 15- bis 18-Jährige einbezogen wurden.

TikTok sticht in der Untersuchung vor allem bei der Gen Z als Trend App hervor

Für den Report wurde unter anderem auch der bisherige Erfolg TikToks sowie das künftige Potenzial der vor allem bei der Gen Z beliebten Entertainment-Plattform beleuchtet. Die Ergebnisse teilt der Social-Media-Experte Matt Navarra mit seiner Twitter Community – und wir haben dir die wichtigsten dieser zusammengefasst.

4 Milliarden in fast 4 Jahren: So hoch sind die TikTok Downloads

TikTok Downloads von Januar 218 bis November 2022, © The New Consumer, Coefficient

TikTok konnte dieses Jahr den Abstand zur Konkurrenz in Sachen Downloads weiter ausbauen. Bereits seit etwa zwei Jahren liegt die Entertainment App vor Facebook und schon 2018 konnte sie Instagram toppen. Für die Auswertung wurden sowohl die Downloads aus dem Apple App Store als auch aus dem Google Play Store berücksichtigt.

Öffnungsraten der TikTok App, © The New Consumer, Coefficient

30 Prozent der Android TikTok User öffnen die App täglich; nur sechs Prozent der Nutzer:innen gehen lediglich einmal im Monat auf TikTok. Eine weitere Untersuchung von Sensor Tower, die wir dir in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de zusammengefasst haben, ergab kürzlich: Auch über 30 Prozent der Instagram User öffnet die App täglich.

Dafür nutzen TikTok User die App

TikTok Top Uses, © The New Consumer, Coefficient

Satte 43 Prozent der TikTok User wollen sich einfach nur von den Kurzvideos unterhalten lassen, dicht gefolgt von denjenigen, die TikTok überwiegend aufgrund der comic-relief-artigen Unterhaltung auf der Plattform toll finden (41 Prozent). Viele andere User nutzen die Plattform, um Musik zu hören (27 Prozent), mit Freund:innen in Kontakt zu treten (24 Prozent) oder um die aktuellen News zu erfahren (22 Prozent). Für E-Commerce-Unternehmen dürfte es spannend sein, dass 23 Prozent der TikTok User gerne neue Produkte auf der Plattform entdecken sowie 20 Prozent der Befragten angaben, sich dort über Brands zu informieren. Weitere 20 Prozent bevorzugen TikTok als Lernplattform. Die vielfältigen Möglichkeiten, die TikTok den Usern bietet, sind ein Hauptgrund, warum die App so erfolgreich ist.

TikTok oder TV und Streaming-Anbieter:innen: Das präferieren die User, © The New Consumer, Coefficient

In diesem Kontext ist auch zu erwähnen, dass die Mehrheit der Gen Z (66 Prozent) und Millennial User (53 Prozent) TikTok gegenüber linearem Fernsehen oder Video-Streaming vorziehen.  Auch eine Untersuchung von eMarketer zur auf Social Media verbrachten Zeit zeigt, dass YouTube in Sachen Verweilzeit von TikTok überholt wurde. Bei der Gen X und den Boomern wiederum ist es umgekehrt – hier ziehen lediglich 31 beziehungsweise 18 Prozent der Nutzer:innen TikTok vor.

Diese Inhalte performen auf TikTok

Inhalte auf TikTok nach Genres, © The New Consumer, Coefficient

TikTok ist zwar dafür bekannt, auch nischige Unterkategorien verstärkt zu bedienen. Doch auf der Plattform sind überwiegend Mainstream Genres vertreten. Ganz vorne mit dabei sind musikalische Inhalte; schließlich ist die Sound-on-Plattform auch aufgrund der Trend-Sounds so beliebt. Dieses Jahr hat TikTok sogar ein eigenes Album mit den größten Hits rausgebracht. Comedy (48 Prozent), Dance Videos (42 Prozent) und Cooking (41 Prozent) folgen auf den nachfolgenden Plätzen.

So fühlen sich die User durch TikTok, © The New Consumer, Coefficient

Auch spannend ist, dass mehr als die Hälfte der Befragten angab, dass TikTok sie glücklich mache oder unterhalte (51 Prozent). Nur wenige Probanden erklärten, dass die Entertainment-Plattform sie stressen würde (sieben Prozent) oder traurig (sechs Prozent) und wütend (fünf Prozent) machen würde.

Die Gen Z möchte allen voran nicht auf TikTok verzichten

Auf welche App wollen die User nie wieder verzichten, © The New Consumer, Coefficient

Auf die Frage „if you were trapped on a deserted island and could choose to access only one social media network for entertainment purposes, which would it be?“ war TikTok bei der Mehrheit der Gen Z (26 Prozent) die Antwort. Bei den Millenials wiederum antwortete mehr als die Hälfte der Befragten mit Facebook (53 Prozent) – TikTok folgt jedoch auch in dieser Altersklasse auf Platz zwei (elf Prozent) noch vor Instagram (zehn Prozent).

Auf welche Streaming-Plattform wollen die User nie wieder verzichten, © The New Consumer, Coefficient

Auf die Frage nach der auserwählten einzigen Streaming-Plattform auf einer einsamen Insel antwortete die Mehrheit mit YouTube (27 Prozent), Netflix folgt direkt danach mit 26 Prozent. Weiter abgeschlagen rangieren Amazon Prime (elf Prozent), Hulu (zehn Prozent), Disney+ (fünf Prozent) und TikTok (fünf Prozent).

TikTok ist ein Entertainment Allrounder

Die Untersuchung zeigt, dass die Zeit für Brands und Marketer auf TikTok mehr als reif ist, vor allem, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Spannend wird es kommendes Jahr im Bereich Streaming: Die Video-Streaming-Branche wird durch immer mehr Akteure ergänzt und sowohl YouTube (Shorts auf TV Screens) und TikTok als auch Netflix (werbegestütztes günstigeres Abonnement) und Co. arbeiten zunehmend daran, mehr User für sich gewinnen. Aber auch die E-Commerce-Branche könnte durch TikToks Fokus auf Live Shopping in verschiedenen Ländern 2023 einige Veränderungen erfahren. Wenn du wissen willst, wer 2022 die „Tastemaker“ und „Trendsetter“ auf TikTok sind, kannst du unseren Artikel zur TikToks „Discover List“ 2022 auf OnlineMarketing.de lesen.

Neben Social-Media und Streaming-Trends beleuchtet der Bericht auch, wie Verbraucher:innen über von Prominenten gegründete Marken oder über ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden nach Covid-19 denken. Den vollständigen Report kannst du hier downloaden.

Am Ende des Artikel würden wir auch von dir gerne wissen, welches soziale Netzwerk du auswählen würdest, wenn dir nur noch eines zur Verfügung stünde. Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.


Dieses Jahr setzen immer mehr Marketer für Rabattaktionen und Marketing-Kampagnen auf Reels, TikToks und Co.! Du auch? Dann solltest du auf keinen Fall den Digital Bash EXTREME – Video-Marketing am 15.12. verpassen. Hier erfährst du, welche zentralen Entwicklungen im Bereich Video-Marketing für Advertiser und Marketer entscheidend sind und ergatterst wertvolle Tipps ausgewählter Expert:innen.

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Googles Continuous Scrolling: Das Ende des Prinzips Seite 1?

Googles Continuous Scrolling: Das Ende des Prinzips Seite 1?

Die Google-Suche auf dem Desktop wird künftig nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. Denn die Suchmaschine erhält in diesem Bereich eine technische Neuerung, die in der mobilen Suche längst gang und gäbe ist, die aber das gewohnte Suchverhalten deutlich verändern dürfte. Mit dem Continuous Scrolling sind die Seitenanzeigen für die SERPs passé – und damit ist die Seite eins bei Google nur noch implizit vorhanden.

Google startet Continuous Scrolling für die Desktop-Suche

Bereits im Oktober 2021 startete Google das Continuos Scrolling für die mobile Suche. Diese Funktion erlaubt das Scrollen durch die SERPs, ohne dass User für weitere Informationen aktiv interagieren müssen, etwa indem sie „Mehr ansehen“ anklicken. Allerdings lädt das neue Feature nur bis zu vier Suchergebnisseiten. Dann erscheint ein CTA Button mit der Aufschrift „See more“. Demnach ist das Continuous Scrolling auch vom Infinite Scrolling zu unterscheiden. Denn bei letzterem, das etwa bei Twitter Anwendung findet, werden stetig alle weiteren Ergebnisse in einem Feed oder auf Suchergebnisseiten geladen, wenn User zum „Ende“ dieser Seite oder des Feeds gelangen.

Dieses Prinzip des kontinuierlichen Scrollings – wobei kontinuierlich aufgrund des Stopps nach vier Seiten auch nicht völlig zutreffend ist – wird jetzt auch für den Desktop eingeführt. Allerdings berichtet SEO-Experte Barry Schwartz bei Search Engine Land, dass die Funktion vorerst nur für User in den USA und für englischsprachige Suchergebnisse zur Verfügung stehen wird.

Gegenüber Search Engine Land erklärt Google:

So starting today, we’re bringing continuous scrolling to desktop so you can continue to see more helpful search results with fewer clicks. It’s now even easier to get inspired with more information at your fingertips. Now, when you scroll down you’ll continue to find relevant results so that you can discover new ideas. When you reach the bottom of a search results page, up to six pages of results will be automatically shown until you see a “More results” button if you wish to continue further.

Demnach werden bis zu sechs Seiten ohne Seitenanzeige geladen, ehe ein vorläufiges Scrolling-Ende erreicht ist. Dank dieser Funktion könnten Suchende mehr Ergebnisse wahrnehmen, die sie möglicherweise ohne einen aktiven Klick auf Seite zwei, drei und vier bei Google nicht gefunden hätten. Das birgt auch Potential für Seitenbetreiber:innen.



Kommt mit dem Continuos Scrolling das Ende der Seite 1?

Mit dem Start der Continuous-Scrolling-Funktion verändert sich für das Reporting in der Search Console hinsichtlich der Positionierung nichts. Die Positionen in den SERPs werden weiterhin so wahrgenommen wie sie abgebildet wären, wenn die Seiten nicht automatisch laden würden. Demnach ist die wenig populäre Seite zwei in den Suchergebnissen implizit weiterhin vorhanden; ebenso die beliebte Seite eins. Suchende stoßen mithilfe von Continuous Scrolling aber womöglich häufiger zu den auf den Folgeseiten gerankten Ergebnissen vor.

Im Mai dieses Jahres gab es bereits einen Test mit dem kontinuierlichen Scrolling für den Desktop. Damit hatte Google womöglich ermitteln wollen, ob die Sichtbarkeit und die CTR für mehr Suchergebnisse langfristig gefördert werden, wenn kein aktives Klicken auf Folgeseiten in der Suche notwendig ist. Der Start des Roll-outs für die Funktion dürfte SEOs und Seitenbetreiber:innen nun Hoffnung auf mehr Traffic und Markensichtbarkeit in der Suche geben.

Die Google-Suche verändert sich – auch auf dem Desktop – derzeit ohnehin immer weiter. Erst vor kurzem integrierte Google erstmals Lens auf der Startseite.

Außerdem verstärkt das Suchmaschinenunernehmen den Fokus auf 3D-Inhalte und die Multisearch. All das bietet für Marken und Publisher Potentiale, um sich jetzt und künftig in einem der relevantesten Umfelder im Digitalraum mit einer guten Platzierung zu präsentieren. Wie das am besten gelingen kann, können SEOs auch anhand des neuen „Guide to Google Search Ranking Systems“ herausfinden. Dieser vereint alle relevanten Systeme zur Ranking-Einordnung – von BERT bis MUM – und liefert zu diesen weiterführende Informationen. Mehr darüber kannst du in unserem ausführlichen Artikel erfahren.

Google Search Central Maskottchen und Google Logo
© Google, Mitchell Luo – Unsplash

Der Yext-Leitfaden für Google Unternehmensprofile

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Roll Calls auf Instagram: So (Be)Real ist das neue Feature

Roll Calls auf Instagram: So (Be)Real ist das neue Feature

Ein Bild täglich zu einem bestimmten Zeitpunkt kollektiv mit Freund:innen posten: das Original-BeReal-Rezept überzeugt immer mehr User. Der Gedanke dahinter ist, die Nutzer:innen dazu zu bringen, die Frist einzuhalten, egal wie die Umstände sind. Dieser Ansatz widersetzt sich der lange Zeit bestehenden Influencer-Strategie, sich bei jedem Social-Media-Beitrag perfekt, vom Outfit bis zum Ort, in Szene zu setzen. Das Trendpotenzial haben bereits andere Social-Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram erkannt. Schließlich hat BeReal mit dem Realness-Faktor bahnbrechende Erfolge verbuchen können.

Im Januar 2022 lagen die Download-Zahlen für BeReal noch bei 756.000, im September dieses Jahres hingegen schon bei 14,7 Millionen – inzwischen hat die App über 50 Millionen User. Aufgrund der Neuartigkeit und des Erfolgs im App Store und Google Play Store hat es BeReal sogar geschafft, von Apple und Google (Kategorie „Users Choice“) als App des Jahres 2022 gekürt zu werden. Doch es gibt auch Kritik an der trendenden Plattform: Wie authentisch die Posts auf BeReal wirklich sind, erfährst du in diesem Artikel auf OnlineMarketing.de.

Diese BeReal-ähnlichen Funktionen plant Instagram

Roll Calls auf Instagram

Aktuell testet die Meta-Plattform weitere Funktionen, die zu Foto-Challenges aufrufen. Seit neuestem arbeitet Instagram an einem Feature mit dem Namen Roll Call, das es Usern in Gruppenchats möglich macht, alle Mitglieder dazu aufzufordern, innerhalb von fünf Minuten ein Foto oder Video in den Chat zu posten.

Wie du in den Screenshots von Reverse Engineer und App-Forscher Alessandro Paluzzi sehen kannst (mit Klick auf die Bilder gelangst du zu den größeren Ansichten), ist das Roll Call Feature eine BeReal-ähnliche Challenge, bei der jedoch nicht alle User oder alle Kontakte, sondern nur die Nutzer:innen innerhalb einer Gruppe, zu einem Foto aufgerufen werden.

Glimpse Stories auf Instagram

Bereits Anfang November haben wir auf OnlineMarketing.de über das derzeit von Instagram getestete neue Story-Format Glimpse berichtet. Dieses soll Nutzer:innen die Möglichkeit bieten, einen ausgewählten Moment mit der Community zu teilen. Dabei möchte die Plattform eine besondere visuelle Form für dieses Format nutzen. Denn die User sollen für die Glimpse Story ein Foto oder ein Kurzvideo posten, das sie mit der Front- und mit der Rückkamera ihres Mobilgeräts aufnehmen. Und genau das ist Teil des Erfolgsrezepts von BeReal.

Candid Challenges auf Instagram

Im August haben wir auf OnlineMarketing.de auch über den Test der Candid Challenges auf Instagram berichtet. Im Rahmen dieser Challenger werden User dazu aufgerufen, authentische Fotos in einem Zwei-Minuten-Zeitfenster zu posten. Bei dem Feature handelte es sich laut Meta vorerst um einen internen Prototyp. Daher ist eine Anpassung des Formats durchaus wahrscheinlich. Eventuell könnten die Candid Challenges auch durch die Glimpse Story ersetzt werden.

Weniger Selbstinszenierung und Perfektion: Setzt sich der Trend zu mehr Authentizität auf Social-Plattformen durch?

Immer mehr Menschen suchen beziehungsweise präferieren auf vielen Social-Plattformen authentischere, weniger bearbeitete und persönlichere Inhalte. Dennoch koexistieren aktuell alle Formen von Social-Trends auf einmal auf den Plattformen: lustige, inszenierte Kurzvideos, die vor allem unterhalten; politische Beiträge, die informieren; authentische Bilder, die einen realen Einblick verschaffen und Hochglanzfotos, die die aktuellen Mode-, Beauty- und Lifestyle-Trend abbilden. Ob sich am Ende ein Trend durchsetzen wird oder muss, wird sich zeigen. Sicher ist, dass User ihre Social-Erfahrungen in gewisser Weise selbst in der Hand haben und entscheiden können, welchen Influencern und Brands sie folgen; auch wenn man hierbei nicht außer Acht lassen sollte, dass allen voran TikTok und Instagram Nutzer:innen via Algorithmus verstärkt empfohlene Inhalte in die Feeds spülen. Worauf Instagrams Empfehlungsalgorithmus basiert, erfährst du in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de.

Inhalte statt Likes: So entschärft Instagram den Popularitätsdruck

Auch Social Apps wie Instagram bieten Creatorn neue Möglichkeiten, sich dem Erfolgsdruck durch etwa Likes zu entziehen. In diesem Kontext können User bereits seit längerem die Likes ihrer Instagram Posts und jetzt auch ihrer Reels verbergen. So könnte der Druck, nur Beiträge zu posten, die viele „Gefällt Mir“-Klicks erhalten, verringert werden. Die Creator selbst können jedoch, trotz Ausblendung von Likes, sehen, welche Beiträge gut ankommen – und welche nicht. Auch im Rahmen dieser Entwicklung ist somit noch Luft nach oben.

So real sollten sich Brands auf Social-Plattformen zeigen

Nicht nur Creator wollen und sollten auch ehrliche Einblicke in ihr Leben gewähren, aber natürlich immer nur so viel erzählen, wie sie persönlich möchten. Ebenso können Brands von dem Authentizitätsfaktor profitieren; und sich genau damit gegebenenfalls von anderen, auch größeren Marken mit vielen Followern und enormer Reichweite, abheben. Theoretisch ist hierbei alles, was dein Unternehmen tut, von Interesse: der Alltag, die Mitarbeiter:innen, der Blick hinter die Kulissen, der Unternehmensstandort, die Produkte, der Fortschritt, die Gründungsgeschichte, die Weihnachtsfeier und dergleichen; die Liste lässt sich beinah endlos fortführen. Stichwort Storytelling: Es geht mehr oder wenig einfach darum, mit Geschichten zu punkten und die User an den eigenen Werten, Visionen sowie Erfolgen und Misserfolgen teilhaben zu lassen.

Wichtig ist dabei jedoch, sich nicht durch Social Commitment zu profilieren und einfach nur Empathie, Engagement, Nachhaltig oder Diversität zu suggerieren, ohne diese Werte wirklich zu verfolgen. Denn Heuchelei wird heutzutage – auch dadurch, dass viele User auf Social-Plattform deutlich politischer geworden sind und Nutzer:innen Missstände, Leaks und dergleichen einfacher als noch vor einigen Jahren in den Medien nachverfolgen können – aufgedeckt. Das zeigt aktuell prägnant die mediale Begleitung des Chaos rund um Twitter, im Rahmen dessen alle Schritte des neuen Twitter-Chefs Elon Musk in den News und auf Plattformen beinahe stündlich nachverfolgt werden können.


Dieses Jahr setzen immer mehr Marketer für Rabattaktionen und Marketing-Kampagnen auf Reels, TikToks und Co.! Du auch? Dann solltest du auf keinen Fall den Digital Bash EXTREME – Video-Marketing am 15.12. verpassen. Hier erfährst du, welche zentralen Entwicklungen im Bereich Video-Marketing für Advertiser und Marketer entscheidend sind und ergatterst wertvolle Tipps ausgewählter Expert:innen.

Digital Bash EXTREME – Video Marketing, © Digital Bash

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TikToks neue Search Bar: Direkte Suche nach Trends und Produkten

TikToks neue Search Bar: Direkte Suche nach Trends und Produkten

Schon seit Längerem legt TikTok das Augenmerk verstärkt auf die Suchfunktion der Plattform. Ein neues Feature ist nun ebenfalls Teil dieser Entwicklung. Bislang konnten User beim Anschauen von Videos am oberen Bildschirmrand zwischen dem „Folge ich“-Feed und der Für-Dich-Seite wechseln. Oben rechts wird eine Lupe angezeigt – ein Klick auf diese bringt User auf eine eigene Search-Seite, welche neben der Search Bar unter dem Punkt „Vielleicht gefällt dir“ auch zahlreiche Vorschläge für Suchanfragen anzeigt. Die Search Bar selbst enthält in grauer Schrift ebenfalls einen Vorschlag für eine Suchanfrage.

Nun können einige User direkt im Post eine Suchleiste sehen, über welche nach Inhalten auf der Plattform gesucht werden kann, ohne auf die Search-Seite zu wechseln. Nutzer:innen können so direkt nach Trends, Produkten oder anderen Schlagwörtern suchen. App Researcher Radu Oncescu teilt einen Screenshot des Features auf Twitter.

Vorteile der Funktion für User und Marken

Es ist nur eine kleine Änderung – schließlich führt die Lupe in der oberen rechten Ecke die User bereits seit Längerem mit nur einem Klick zur Suche. Die neue Suchleiste ist jedoch noch prominenter – und somit auch die Möglichkeit, nach im Video genannten Schlagwörtern oder Produkten direkt zu suchen. Der Pfeil links neben der Suchleiste im Screenshot deutet allerdings an, dass User wie gewohnt die beiden Feed-Optionen angezeigt bekommen, und nur mit einem Klick auf die Lupe zur Suchleiste gelangen. So bleibt die Ansicht unverändert und wird nicht mit einem zusätzlichen Symbol überladen. Wer TikTok ganz ohne visuelle Ablenkungen nutzen will, kann auf den im September 2022 gelaunchten Clear Mode zurückgreifen.

Für User bietet das neue Search Feature ein höheres Maß an Simplizität. Ob User bei der Eingabe der Suchanfrage parallel auch das Video weiter anschauen können, ist unklar. Die Möglichkeit, mit einem Klick von der Suchanfrage wieder zurück zum zuletzt angesehenen Video zu kehren, wäre ebenfalls wünschenswert.

Für Marketer und Brands ist die Neuerung genauso erfreulich. Da die Suche für die Nutzer:innen nun etwas unkomplizierter abläuft, ist es wahrscheinlich, dass diese öfter auf die Search-Funktion zurückgreifen werden – und zwar direkt vom Video, und nicht der eigens für die Suche konzipierten Seite, aus. Das bedeutet, dass User ohne Umwege nach im Video genannten Produkten und Marken suchen können. Ein Grund mehr für Brands, auf TikTok aktiv zu werden und im Idealfall auch mit Creatorn zusammenzuarbeiten – denn User Generated Content ist auf TikTok das Nonplusultra.

TikTok legt den Fokus auf die Suche

TikToks verstärkter Fokus auf die Suche ist ein kluger Schachzug – bereits jetzt sucht ein großer Teil der jüngeren Generationen immer häufiger über Social-Apps wie TikTok und Instagram statt wie bislang Google. Das bestätigte auch Googles Senior Vice President Prabhakar Raghavan auf der Fortune Brainstorm Tech-Konferenz:

We keep learning, over and over again, that new internet users don’t have the expectations and the mindset that we have become accustomed to; the queries they ask are completely different. In our studies, something like almost 40% of young people, when they’re looking for a place for lunch, they don’t go to Google Maps or Search. They go to TikTok or Instagram.

Ob die neue Search Bar bereits für eine Vielzahl an Usern oder erst für einige ausgewählte Nutzer:innen verfügbar ist, ist unklar. Neben der angepassten Suchleiste hat TikTok in den vergangenen Monaten einige weitere Funktionen eingeführt, die die Suche in den Mittelpunkt rücken. Hierzu gehören etwa die direkte Verlinkung von Keywords, die in Kommentaren von Usern erwähnt werden, sowie die bereits erwähnte vorausgefüllte Search Bar. Trotz alledem hat TikTok ein schwerwiegendes Problem im Kontext der Suche bislang nicht lösen können.


Hast du schon eine TikTok-SEO-Strategie? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Wir zeigen dir die wichtigsten Ranking-Faktoren und geben dir hilfreiche Tipps, mit denen du deine Discoverability erhöhen kannst.

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Kehrtwende auf Twitter 2.0? Amazon und Apple werben wieder massiv

Kehrtwende auf Twitter 2.0? Amazon und Apple werben wieder massiv

Werbung ist die wichtigste Einnahmequelle Twitters. Obwohl der Kurznachrichtendienst unter der Führung von Neu-CEO Elon Musk verstärkt auf Abonnementeinnahmen setzen möchte, bleiben die Advertiser und ihre Budgets die wichtigste Umsatzsäule für die Plattform. Das hatte Elon Musk längst erkannt und direkt nach dem Kauf von Twitter einen ausführlichen Brief an die Advertiser veröffentlicht. Doch diese verließen in den vergangenen Wochen vielfach die Plattform. Denn die Brand Safety wurde grob gefährdet. In der Folge sprangen auch die größten Werbetreibenden ab, mehr als ein Drittel der Top 100 Advertiser setzte die Anzeigen laut der Washington Post aus.

Jetzt könnte sich das Blatt aber wenden. Nicht nur Apple – der Tech-Konzern, dem Elon Musk vor einem klärenden Gespräch vor Tagen noch den „Krieg“ erklärt hatte – wirbt wieder. Auch Amazon möchte ein enormes Werbebudget auf Twitter reaktivieren.

Werbung auf Twitter gehört derzeit nicht zum guten Ton

Elon Musks Vision von Twitter 2.0 nimmt Konturen an. Und die Angst davor, dass die Plattform in noch größere finanzielle Schwierigkeiten gerät, schwindet langsam wieder. Massenentlassungen, die Unklarheit bezüglich der Verifizierung, die Preiserhöhung für Twitter Blue und das Hin und Her hinsichtlich der Pläne für Twitter 2.0 haben viele Advertiser Abstand von der Plattform als Werbeumfeld nehmen lassen. Musks Amnestie für zuvor gesperrte Twitter Accounts führte außerdem dazu, dass noch mehr Werbetreibende Werbekampagnen pausierten oder komplett einstellten. Weltmarken wie VW, Merck, Mars, General Motors und Co. haben ihre Ads ausgesetzt. Zudem hatte die GroupM – die Teil der weltweit größten Werbe-Holding WPP ist – kürzlich eine Warnung an Advertiser auf Twitter ausgesprochen:

Based on the news yesterday [10. November 2022] of additional senior management resignations from key posts, high profile examples of blue check abuse on corporate accounts, and the potential inability for Twitter to comply with their federal consent decree, GroupM’s Twitter Risk Assessment is increased to a High-Risk rating for all tactics.

Ein erweiterter Werbeboykott wäre für Twitter aber schwer zu verkraften. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Twitter knapp 5,1 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht – rund 4,5 Milliarden davon gingen auf Einnahmen aus dem Advertising zurück. Und vor kurzem hat ein:e Umsatzanalyst:in bei Twitter Information geteilt, die Aufschluss über die wenig erfreulichen Werbeumsätze des Unternehmens geben:

We are seeing a significant decline in bookings.

Laut der geteilten Screenshots, die Platformer vorliegen, sind die Werbeeinnahmen von Twitter in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) im Jahresvergleich um 15 Prozent und die wöchentlichen Buchungen um 49 Prozent zurückgegangen. Viele Brands wollen erst wieder werben, wenn die Brand Safety auf der Plattform gewährleistet werden kann. Immerhin scheint Elon Musk mit seinem Team darauf hinzuarbeiten. Zwar sorgt die Generalamnestie weiterhin bei vielen für Aufsehen, der Antisemit Ye wurde – unter anderem aufgrund eines Hakenkreuz-Postings – allerdings erneut von der Plattform verbannt. Und auch gegenüber anderen kritischen Entitäten gibt sich Musk kompromissbereit. Mit der EU ging er in den Austausch, um Twitters Bereitschaft zu signalisieren, europäischen Regularien zu folgen, um einer Verbannung zu entgehen. Mit dem CEO Apples, Tim Cook, suchte er ein klärendes Gespräch, nachdem von einem Ausschluss Twitters aus dem App Store die Rede gewesen war.

Amazon möchte Werbebudget auf Twitter sogar erhöhen – Apple wirbt auch wieder

Der Bloomberg-Redakteur und Social-Media-Experte Kurt Wagner schreibt auf Twitter, dass Apple sämtliche Werbeverfahren auf Twitter wieder aufgenommen habe. Laut Musk ist Apple der größte Advertiser auf der Plattform. Das dürfte dem gebeutelten Social-Unternehmen einen immensen Schub geben. Denn damit kommen nicht nur Werbeeinnahmen zurück; auch andere Unternehmen dürften wieder auf Twitter werben, wenn Weltmarken und Love Brands wie Apple dort aktiv sind.

Tatsächlich wird auch Amazon wieder uneingeschränkt auf Twitter werben, sofern eine Sicherheitsbedenken der Werbesysteme ausgeräumt werden können. Das erklärt die Platformer-Chefredakteurin Zoë Schiffer auf Twitter. Ihrer Quelle zufolge hatte der E-Commerce-Konzern die Werbung bis dato allerdings nicht komplett ausgesetzt, sondern nur einige Kampagnen pausiert. Künftig soll das Budget aber noch angehoben werden. Rund 100 Millionen US-Dollar jährlich sollen an Twitter fließen.

Bei zuletzt 127,1 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz sind derlei Ausgaben eine vergleichsweise kleine Investition. Amazon selbst konnte im vergangenen Quartal mit den Advertising Services 9,6 Milliarden US-Dollar umsetzen.

Warum große Marken trotz Brand-Safety-Bedenken auf Twitter werben

Twitter versucht mit aller Macht, die Advertiser wieder an Bord zu holen, um auf deren Budgets setzen zu können. Deshalb bietet das Unternehmen Werbetreibenden nach Informationen von Schiffer auch spezielle Incentives an. Advertiser, die mehr als 500.000 US-Dollar ausgeben, sollen zusätzliche Impressions und „Matching Ad Spend“ erhalten.

Im Rahmen der Ankündigung zur Preiserhöhung des Bezahlmodells Twitter Blue hatte Elon Musk bereits angekündigt, dass allen Usern, die nicht für Twitter zahlen, deutlich mehr Werbung ausgespielt werden soll.

Auf Twitter zu werben gleicht für Brands allerdings derzeit einer Gratwanderung. Zwar kommen momentan viele neue User der Plattform zum Kreis der potentiellen Zielgruppe hinzu. Und die Optionen, um am Puls der Zeit Ads zu aktuell relevanten Themen auszuspielen, sind schon seit Jahren gegeben. Allerdings wird der Kurznachrichtendienst momentan durch eine geringere Regulierung von Fake News – etwa zur Coronapandemie – und von problematischen Tweets – seien es gewaltverherrlichende oder diskriminierende – zu einem Umfeld, in dem Marken, die der Vermittlung ihrer Werte viel Gewicht beimessen, im Idealfall nicht erscheinen möchten. Auf Facebook, TikTok, YouTube und Co. sind ebenfalls unseriöse Inhalte zu finden, die die Brand Safety immer wieder in Verruf bringen. Doch Twitter trägt momentan teils aktiv dazu bei, dass unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung Personen oder ganze Gruppen verunglimpft werden. Hate Speech floriert auf der Plattform.

Es wird spannend zu beobachten sein, wie viele und welche Marken die Ad Incentives nutzen und ihre Werbung auf Twitter wieder einsetzen werden; und ob sie sich zum Werbeumfeld auf Twitter äußern oder nicht. In einem Punkt könnte Elon Musk am Ende also recht behalten: Viele Advertiser versagen Twitter nicht die Treue, scheinen die Plattform zu brauchen, und werben trotz aller Widrigkeiten dort. Amazon und Apple sind dabei Musterbeispiele.

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